Schädliche Immissionen und zu geringer Abstand

Windkraft: Noch  eine Note nach Bassum

Sudwalde - Das gemeindliche Einvernehmen hatte der Rat der Gemeinde Sudwalde den Bauleitplanungen der Stadt Bassum für das Aufstellen von Windkraftanlagen im Bereich Albringhausen versagt. Und konnte bei seiner Sitzung am Dienstagabend im Gasthaus Stühring zumindest einen bescheidenen Teilerfolg feststellen.

Die Sudwalder hatten unter anderem auf die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, auf schädliche Immissionen – Lärm, Schattenwurf, die Signalbefeuerung der Anlagen – für die unmittelbar am Plangebiet wohnende Bevölkerung und den zu geringen Abstand zu bestehenden Windkraftanlagen verwiesen. 

Seitens der Stadt Bassum wurde auf das Abstandsargument reagiert: Die für die Windkraftnutzung vorgesehene Planfläche ist gegenüber des Entwurfes am südlichen Rand soweit zurückgenommen worden, dass ein Abstand von drei Kilometern zum Windpark Schwaförden-Scholen eingehalten wird. Nicht aber zu den drei Anlagen, die an der Grenze zum Gebiet der Stadt Bassum liegen, da diese sich außerhalb der von der Samtgemeinde im Flächennutzungsplan festgelegten Bereiche für die Windkraftnutzung befinden. 

Immissionen bewegen sich „im Grenzbereich“

Die für Einwohner des Sudwalder Ortsteils Menninghausen zu erwartenden Immissionen bewegen sich „im Grenzbereich“, formuliert es stellvertretender Gemeindedirektor Achim Hollmann. Sollten die gesetzlich vorgegebenen Grenzen in puncto Lärm und Schattenwurf überschritten werden, schalten sich die Anlagen laut Betreiber ab. Diese Bekundung reichte Ratsherr Reinhard Müller nicht, auf seinen Antrag hin beschloss der Rat, eine weitere Stellungnahme in Richtung der Stadt Bassum zu schicken. Darin wird gefordert, diese Abschaltung zu kontrollieren und bei Nichteinhalten Konsequenzen folgen zu lassen.

Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder den Nachtragshaushalt 2016. Das ordentliche Ergebnis fällt mit 14.400 Euro um 8.900 Euro geringer aus, als ursprünglich veranschlagt. Ebenfalls einstimmig votierte der Rat dafür, die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde, samt Verkehrssicherungsplicht, der Firma SAG zu übertragen, die im Zuge der gemeinsamen Ausschreibung seitens der Kommunen des Sulinger Landes das beste Angebot machte. Zugestimmt wurde auch den Plänen des Landkreises Diepholz, die Breitband-Internetversorgung auszubauen (wir berichteten). Keine Stellungnahme, so der Beschluss, gibt es seitens der Gemeinde zur vom Landkreis Diepholz geplanten Sicherung von „Natura2000“-Gebieten im Bereich des Pastorendieks.

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