Stefan Huck lädt zu ersten „Filipino Tribal Games“ nach Schwaförden ein

Warum nicht mal den Jäger und Krieger in sich wecken?

Laut Redewendung kann ein schöner Rücken ja auch entzücken: Stefan Huck mit Tribals, die philippinische Stämme als Tattoo tragen. Die Teilnehmer der „Filipino Tribal Games“ können sich auch derart verzieren lassen – in einer leicht abwaschbaren Acrylfarben-Variante. Huck: „Wir haben Henna ausprobiert. Da hat man ein bis zwei Wochen was davon...“

Schwaförden - Das Aufkommen wilder Krieger und Amazonen mit Speeren, Pfeil und Bogen könnte am Samstag, 6. August, am Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden hoch sein. Spaziergänger haben keinen Grund zur Sorge: Sie werden Zeuge der ersten „Filipino Tribal Games“, die der Kreisnienburger Stefan Huck ausrichtet.

Das sportliche Open-Air-Event, das sich an der philippinischen Stammeskultur orientiert, richtet sich an Interessierte im Alter ab 16 Jahren – besondere Fitness ist nicht erforderlich: „Es reicht völlig aus, wenn man Bock hat, mal was Neues auszuprobieren“, versichert Huck.

Der 27-Jährige hat 2014 die Kampfkunstschule „Huck Filipino Combat“ in Nienburg gegründet, wo er die hierzulande noch eher exotischen Martial-Arts-Formen vom Archipel im westlichen Pazifik vermittelt. Geläufige Bezeichnungen dieser Kampfkunst sind Eskrima, Arnis oder Kali, aufgrund des umfangreichen Spektrums an Stilen mit und ohne Waffen wie Stöcken oder Messern auch unter dem Oberbegriff FMA (Filipino Martial Arts) zusammenfasst, erläutert Hucks Website. Warum lässt man Karate, Kickboxen oder Fechten links liegen und sucht sich diese Kampfkunst aus? 

„Das ist kulturell bedingt“, erklärt Stefan Huck, „mein Vater ist Deutscher, meine Mutter eine Philippina. Ich bin hier aufgewachsen, habe auch einige Zeit auf den Philippinen gelebt.“ Die „Filipino Tribal Games“ möchte Stefan Huck gerne jährlich in Schwaförden ausrichten. Warum dort? „Das war witzig: Ich hatte vor längerer Zeit etwas mit dem Waldpädagogikzentrum zu tun, habe da Wände bemalt – meine damalige Freundin hat im ,Hahnhorst‘ ein FÖJ absolviert. Ich fand es super schön dort.“

Zu Speer und Schild sowie einem urtümlichen Bogen ohne Auflage, Visier, Köcher oder sonstigen „Komfort“ greifen die Teilnehmer am 8. August, können, nach entsprechender Einweisung, ein bisschen den Jäger und Krieger in sich wecken. Was weder Tiere noch Mitmenschen oder die eigene Gesundheit gefährden soll: In den Disziplinen, in denen es erforderlich ist, haben Pfeile und Speere Kugelpolster statt Spitzen, entsprechende Ausrüstung halten Huck und Mitstreiter vor. 

Die Teilnehmer tragen dann Fechtmasken oder Motorradhelme – auch die sind vorrätig, „aber wer selbst so etwas mitbringen kann, möchte den Kopf ja vielleicht nicht in den Schweiß eines Vorgängers stecken“, mutmaßt Stefan Huck. Wer es ganz authentisch mag, kann auch im Sarong antreten.

Das Programm beginnt um 10 Uhr. Es umfasst den Hunting Parcours, bei dem stehend, auf Baumstämmen balancierend, in der Hocke, laufend, von einem Hochsitz aus oder in hohem Winkel auf Zielscheiben geschossen beziehungsweise geworfen wird. Beim „Arrow Assault“ treten zwei Teams à drei Personen gegeneinander an und versuchen, drei Figuren auf dem Stand der Gegner zu treffen. 

Das „Arrow Deathmatch“ ist ganz ähnlich, nur versucht man hier in einer bestimmten Zeit nicht Figuren, sondern möglichst viele Angehörige des gegnerischen Teams zu treffen. Klingt ein bisschen wie Paintball ohne Flecken auf den Klamotten? „Ganz genau“, bestätigt Huck.

Und die Disziplin „Warrior“ hat viel vom Fechtsport, nur dass man mit Speer und Schild agiert und versucht, den Gegner zu treffen und zu punkten.

Beim Bodypainting kann man sich mit Tribals, die Angehörige philippinischer Stämme in Würdigung besonderer Leistungen als Tattoos tragen, verzieren lassen. In einer leicht abwaschbaren Acrylfarben-Variante – Stefan Huck: „Wir haben Henna ausprobiert. Da hat man ein bis zwei Wochen was davon...“

Die Teilnahme kostet bei Vorabanmeldung 20, an der Tageskasse 25 Euro. Huck empfiehlt die Anmeldung, denn gegen 19 Uhr wird gegrillt. „Und da sollen ja alle satt werden.“ Er ist für nähere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 01 51 / 57 59 04 43 und per E-Mail (lapulapu_vinas@gmx.de) zu erreichen. - ab

www.huck-filipino-combat.de

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