750-Jahr Feier der Ortschaft

Viele „Ex-Anstedter“ zu Gast

Vor dem neuen Göpel: Ulrich Sundmacher, Präsident des Schützenvereins Anstedt, Scholens Bürgermeister Karl-Heinz Schwenn, Landrat Cord Bockhop, Pastor Gerald Engeler, Projekt-Koordinator Uwe Bollhorst, Hermann Meyer und Walter Mattfeld (beide Kreissparkasse Grafschaft Diepholz) und Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker (von links); kleines Foto: Der neue Göpel war Dreh- und Angelpunkt der 750-Jahr-Feier. - Fotos: Kurth-Schumacher

Anstedt - „Ein langgehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagte Schützenpräsident Ulrich Sundmacher am Sonntagmorgen bei der 750-Jahr-Feier der Ortschaft Anstedt, die mit der Einweihung des Göpels einherging. Auf seiner langen Dankesliste standen die Kreissparkasse Diepholz, die Gemeinde Scholen, die Genehmigungsbehörden, die beteiligten Firmen und nicht zuletzt die zahlreichen Helfer, die sich mit Eigenleistungen eingebracht hatten.

Vor dem neuen Göpel: Ulrich Sundmacher, Präsident des Schützenvereins Anstedt, Scholens Bürgermeister Karl-Heinz Schwenn, Landrat Cord Bockhop, Pastor Gerald Engeler, Projekt-Koordinator Uwe Bollhorst, Hermann Meyer und Walter Mattfeld (beide Kreissparkasse Grafschaft Diepholz) und Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker (von links); kleines Foto: Der neue Göpel war Dreh- und Angelpunkt der 750-Jahr-Feier. - Fotos: Kurth-Schumacher

„Unser kleiner Ort kann sich glücklich schätzen, dass hier so viele Handwerker und handwerklich begabte Leute wohnen, die bereit sind, sich zu engagieren“, sagte Sundmacher: „Es hat sich gezeigt, dass Ziele in greifbare Nähe rücken, wenn wir gemeinsam anpacken.“ Die Anstedter hätten ihre Tatkraft und Eigeninitiative in der Vergangenheit bereits mit dem Bau des Schießstands, des Feuerwehrhauses und des Buswartehäuschens oder der Gestaltung des Rastplatzes am Radweg unter Beweis gestellt, erinnerte Gemeindebürgermeister Karl-Heinz Schwenn. Das Projekt Göpel habe mit der Finanzspritze der Kreissparkasse „Flügel“ bekommen, ein großer Erfolgsfaktor sei jedoch die dörfliche Gemeinschaft: Größte Anerkennung gebühre denen, die sich mit Rat und Tat eingebracht hatten. „Ihr habt zum 750-jährigen Jubiläum etwas Bleibendes geschaffen“, bescheinigte er den Initiatoren. 

Auch Helmut Denker, Bürgermeister der Samtgemeinde Schwaförden, unterstrich die hervorragende Gemeinschaftsleistung. Heimat lebe wesentlich vom Zusammenwirken von Familie, Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft. Anstedt verdanke seine positive Entwicklung allein dem Bürgersinn seiner Einwohner: „Heimatverbundenheit und Dorfgemeinschaft sind ein festes Fundament für die Zukunft. Ich hoffe, dass Sie sich beides erhalten.“

„Respekt, wer’s selber macht“, hieß die Parole von Landrat Cord Bockhop, der mit launigen Worten im Namen des Landkreises Diepholz gratulierte. Er ermutigte die Jubilare, weiterhin Freude zu teilen und in schlechten Zeiten zusammenzustehen: „Wenn Ihnen das gelingt, hat Ihr Dorf eine gute Zukunft.“ Regionaldirektor Walter Mattfeld (Kreissparkasse Grafschaft Diepholz) zeigte sich beeindruckt vom Engagement der 150-Seelen-Ortschaft. Das Konzept des Schützenvereins Anstedt habe die Kreissparkasse seinerzeit überzeugt. Er hoffe, dass der Göpel von der Dorfgemeinschaft, aber auch von Fahrradtouristen rege genutzt werde.

130 Gäste fanden sich am Sonntagmorgen bereits zum Festgottesdienst mit Pastor Gerald Engeler unter dem Dach des Göpels ein. Der Schützenverein, die Feuerwehr und die Gemeinde Scholen baten im Anschluss zu einer zünftigen Feier. Zum Programm gehörten eine Ausstellung von Hobbykünstlern sowie Auftritte der Tanzgruppe „Lucky Ladies“ und der „Anstedter Dancegirls“. Zur Feier stellten sich zahlreiche ehemalige Einwohner Anstedts ein. Unter ihnen war auch Rosi Friedrichs aus Vorwerk. Sie war begeistert. Vom neuen Göpel, aber auch von den zahlreichen Begegnungen: „Man trifft hier so viele Leute, das ist einfach toll.“ 

mks

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