Neuenkirchener Rat wählt Sanierungsform aus

Schrägweg kriegt Bürgersteig

Neuenkirchen - Die Fahrbahndecke des Schrägweges muss saniert werden – darüber war man sich im Rat der Gemeinde Neuenkirchen einig, und angesichts der innerörtlichen Verkehrsbedeutung der Straße wurde auch ins Auge gefasst, einen Bürgersteig anzulegen. Über mehrere Varianten für das Projekt, basierend auf Kostenvoranschlägen seitens des Wegezweckverbandes Syke, berieten die Ratsmitglieder bei ihrer Sitzung am Dienstagabend im Gasthaus „Zur Post“.

Das Spektrum reichte von der Instandsetzung der vorhandenen Fahrbahn durch Aufbringen einer DSK-Schicht („Dünne Schicht im Kaltsteinbau“) plus Ausmuldung der östlichen Straßenseite zum Verbessern der Oberflächententwässerung (Kostenpunkt circa 23 100 Euro)  bis zur „De-luxe-Variante“, wie Gemeindedirektor Helmut Denker sie nannte: Erneuerung der Fahrbahn durch Einbau einer Asphaltfeinbetondecke, Bau einer Rinnenanlage mit Straßenabläufen und einer 1,50 Meter breiten Gehweganlage auf der östlichen Straßenseite (Kostenschätzung: etwa 186 000 Euro).

Die „De-luxe-Ausführung“ sei sehr teuer, befand Ratsherr Kai Wilker. Allerdings sei der Schrägweg auch ein Schulweg – „vielleicht sollten wir einen Mittelweg finden.“ Ein Mittelweg sei hier die schlechteste Lösung, so Holger Harms, der dafür plädierte, „mal langfristig zu denken“ und den Schrägweg so zu erneuern, dass er möglichst lange hält. 30 Jahre, schätzte Bernd Hoormann für die „De-luxe-Variante“. In der Diskussion einigte man sich schließlich auf eine kostengünstigere Version, deren Umsetzung einstimmig beschlossen wurde: Fahrbahninstandsetzung durch DSK-Schicht, Rinnenanlage mit Straßenabläufen und eine Gehweganlage, die auf Fahrbahnniveau liegen soll – das Paket soll etwa 146.000 Euro kosten.

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder den Nachtragshaushalt 2016, dessen ordentliches Ergebnis mit rund 15.600 um 11.100 Euro geringer als im ursprünglichen Zahlenwerk zu Buche schlägt, wie Helmut Denker mitteilte. Die Gewerbesteuereinnahmen sind jetzt mit 188.000 um 77.200 Euro höher veranschlagt – der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer hingegen mit 406.400 um 11 300 Euro geringer. Die zu zahlenden Umlagen erhöhen sich in der Summe um 61.300 auf 636.700 Euro. Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Ende des Haushaltsjahres voraussichtlich auf rund 7.110.000 Euro, der Schuldenstand „geht gegen Null“, so Denker.

Einer Anregung von Bürgermeister Heinrich Kanzelmeier folgend beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig eine Erhöhung der Pachtpreise für gemeindeeigene Ackerland- (von 400 auf 500 Euro pro Hektar) und Grünlandflächen (von 200 auf 250 Euro). Helmut Denker setzte die Zahlen in Relation: „Die Gesamteinnahmen belaufen sich derzeit auf 282,42 Euro...“ Ebenfalls einstimmig gaben die Ratsmitglieder grünes Licht für die Pläne das Landkreises Diepholz zum Ausbau der Breitband-Internetversorgung im Kreisgebiet und für die Vergabe der Unterhaltung der Straßenbeleuchtung (inklusive Verkehrssicherungspflicht), die die Kommunen des Sulinger Landes gemeinsam ausgeschrieben hatten (wir berichteten jeweils) an die Firma SAG mit Sitz in Berlin und Geschäftsstelle in Syke. 

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