Stellvertreter: Döpke und Jürgens

Bürgermeisterwahl: Mehrheit für Schumacher

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Der neue Rat der Gemeinde Ehrenburg (v.r.): Heiko Osterloh, Ludger Ebenthal, Michael Schelhas, Helmut Denker, Wilhelm Meyer, Sina Mohrlüder, Jürgen Döpke, Dörte Meyer, Henning Jürgens, Bernd Kramer, Achim Hollmann, Claudia Willenborg und Hans-Jürgen Schumacher. 

Ehrenburg - Es mussten noch Stühle herbeigeschafft werden, damit all jene Zuhörer in der Parkgaststätte in Harmhausen Platz finden konnten, die die konstituierende Sitzung des Gemeinderates Ehrenburg verfolgen wollten. Die Wahl des Bürgermeisters versprach interessant zu werden.

Das wurde sie auch. Nachdem Altersvorsitzender Henning Jürgens die Sitzung eröffnet hatte und die elf Ratsmitglieder durch Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker und den bisherigen Bürgermeister Hans-Jürgen Schumacher verpflichtet worden waren, nannten die vier Fraktionen ihre Vorsitzenden und Stellvertreter: die CDU hat vier Mandate und Jürgen Döpke als Vorsitzenden und Dörte Meyer als Stellvertreterin. Die WUL-Fraktion hat drei Sitze, Vorsitzende ist Claudia Willenborg (Stellvertreter Bernd Kramer). Die SPD (zwei Sitze) wird von Ludger Ebenthal geleitet, sein Stellvertreter ist Michael Schelhas und die WGE (ebenfalls zwei Sitze) entschied sich für Henning Jürgens als Vorsitzenden und Wilhelm Meyer als Stellvertreter.

Danach wurde es spannend: Claudia Willenborg schlug vor, den bisherigen Amtsinhaber Hans-Jürgen Schumacher auch zum neuen Bürgermeister zu wählen. Ratsfrau Dörte Meyer schlug als Gegenkandidaten Jürgen Döpke vor. In geheimer Wahl errang keiner der Kandidaten eine Mehrheit: fünf zu fünf, bei einer ungültigen Stimme.

Daraufhin wurde die Sitzung unterbrochen und die Fraktionsvorsitzenden begaben sich zu einer Beratung in einen Nebenraum, holten dann noch weitere Ratsherren dazu und kehrten nach einer Viertelstunde in den Sitzungsraum zurück.

Der zweite Wahlgang brachte die Entscheidung: Hans-Jürgen Schumacher konnte sechs Stimmen auf sich vereinigen, für Jürgen Döpke votierten fünf Ratsmitglieder. Schumacher nahm die Wahl an und erklärte, dass es in der Zeit zwischen Kommunalwahl und Sitzung viele schwierige Gespräche gegeben habe, die aber immer fair und offen verlaufen seien. Man habe keine „schmutzige Wäsche“ gewaschen und zielgerichtet zum Wohle Ehrenburgs gearbeitet. Der Gemeinderat sei in den letzten Jahren zusammengewachsen, und so solle es auch bleiben.

Der Bürgermeister kündigte an, eine Reihe von Aufgaben delegieren zu wollen. Zusammen müsse man das Baugebiet vorantreiben, damit dort bald die ersten Häuser stehen, und auch die Breitbandverkabelung stehe ganz vorne auf der Agenda.

Einstimmig verlief die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister: Jürgen Döpke wurde erster Stellvertreter, Henning Jürgens zweiter Stellvertreter.

Abschließend beschloss der Rat, dass der Bürgermeister folgende Aufgaben wahrnimmt: Er übernimmt die repräsentative Vertretung der Gemeinde, verpflichtet die Ratsmitglieder, führt den Vorsitz im Rat und im Verwaltungsausschuss, beruft diese ein und stellt die Tagesordnung im Benehmen mit dem Gemeindedirektor auf, der die Verwaltungsaufgaben wahrnimmt. Der Rat berief dazu Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker, das Amt des stellvertretenden Gemeindedirektors wird Achim Hollmann ausüben. 

gk

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