Samtgemeinderat Schwaförden: FDP verliert einen Sitz 

Kräfteverhältnis fast konstant

Schwaförden - Nach dem Willen der Wähler unterscheidet sich das Kräfteverhältnis der Fraktionen im künftigen Rat der Samtgemeinde Schwaförden kaum von dem der aktuellen „Besetzung“.

Sowohl die CDU, auf die 34,55 Prozent der Gesamtstimmen entfielen, als auch die SPD, die 33,13 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, verfügen weiterhin über jeweils sechs Sitze. Drei Sitze hat auch im neuen Rat die Wählergemeinschaft für umweltfreundliches Leben (WUL), auf die 17,88 Prozent der Gesamtstimmen entfielen. Die Fraktion der FDP, die es auf 11,19 Prozent der Stimmen brachte, verkleinert sich um einen auf zwei Sitze – Dr. Jochen Meyer (3,22 Prozent), der diesmal nicht auf der Liste der Liberalen, sondern als Einzelbewerber kandidierte, zieht erneut in den Samtgemeinderat ein.

„Es freut mich, dass es unserer tollen Mannschaft gelungen ist, ein paar Stimmen dazu zu gewinnen“, stellt Bernd Fredrich, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, fest. „Natürlich haben wir im Grunde erneut eine Patt-Situation im Samtgemeinderat. Wir werden sehen müssen, in welche Richtung die Gespräche laufen – in den letzten fünf Jahren haben wir ja mit der SPD zusammengearbeitet, und diese Konstellation fand ich gar nicht schlecht. Ich will nicht ausschließen, dass es damit weitergeht.“

Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2011 gestiegen

„Wir sind zufrieden“, erklärt Gerd Göbberd, Vorsitzender des SPD-Samtgemeindeverbandes, „wir haben unseren Stimmenanteil gehalten und weiterhin sechs Sitze im Samtgemeinderat.“ Welche Bewerber in der neuen Wahlperiode die sechs Mandate wahrnehmen, „darüber wird in der Fraktion gesprochen“, kündigt Göbberd an. Positiv sei, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2011 gestiegen ist: „Wir hatten befürchtet, dass diesmal weniger Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben.“ Seitens der SPD werde man jetzt mit den anderen Fraktionen das Gespräch suchen, „wie sie sich die Zusammenarbeit vorstellen, wer sich was auf die Fahnen geschrieben hat.“

„Ich meine, dass der Wähler einen guten Job gemacht hat“, bekundet Hans-Jürgen Schumacher seitens der WUL. „Jetzt müssen wir Kommunalpolitiker sehen, dass wir mit diesem Auftrag verantwortungsvoll umgehen, ihn im Sinne der Wähler erfüllen.“ Man habe ja im Schwafördener Samtgemeinderat „eine ,GroKo‘ “, formuliert es Schumacher, „SPD und CDU haben die Posten unter sich aufgeteilt. Ich würde mir wünschen, dass da ein Umdenken einsetzt, dass alle mit ins Boot geholt werden, die im Rat vertreten sind.“

Dass die FDP einen Sitz verliert, „ist der Tatsache geschuldet, dass Dr. Jochen Meyer alleine kandidiert hat“, räumt Henning Jürgens, Vorsitzender des FDP-Ortsvereins Schwaförden-Siedenburg, unumwunden ein. „Die Wahl zum Samtgemeinderat ist stark ausgeprägt eine Persönlichkeitswahl. Er war zehn Jahre bei uns in der Fraktion, und wenn man seine Stammwähler hat, ziehen die mit.“ Mit einem Ergebnis von rund elf Prozent der Gesamtstimmen hätten die Liberalen „immer noch ein ganz gutes Durchschnittsergebnis“.

Es sei ein „Versuchsballon“ gewesen, auf Einzelwahlvorschlag zu kandidieren, „ob es auch auf Samtgemeindeebene ohne Partei geht“, erinnert Dr. Jochen Meyer. „Ich in froh, dass er nicht geplatzt ist und mir Wähler ihr Vertrauen ausgesprochen haben.“ Die Wahl habe insgesamt wenig Veränderungen ergeben. „Man muss ja fast den Eindruck haben, dass die Wähler ganz zufrieden mit der Arbeit des Samtgemeinderates als Ganzes sind.“ Für ihn gelte es nun, sich neu zu orientieren, „zuzusehen, dass ich auch ohne Fraktion am Informationsfluss teilhabe. Ich hoffe auf eine produktive Zusammenarbeit mit allen Ratsmitgliedern.“ 

ab

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