Dorfgemeinschaft bittet zur 750-Jahr-Feier am kommenden Sonntag

Anstedter weihen ihren Göpel ein

Das Richtfest ihres Göpels feierten die Anstedter am 5. Juni, das Foto zeigt die Zimmerleute Kevin Sundmacher (links) und Daniel Niemann beim Richtspruch. - Foto: Ina Bollhorst

Anstedt - Das garantiert größte Geschenk zur 750-Jahr-Feier der Ortschaft Anstedt am kommenden Sonntag, 21. August, macht sich die Dorfgemeinschaft selbst: Das Jubiläum ist gleichzeitig Einweihungsfest für den Göpel, den Einwohner unter Federführung des Schützenvereins und der Ortsfeuerwehr Anstedt mit finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz und der Gemeinde Scholen in Eigenleistung bauten.

Der Göpel ist für Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, aber auch als Rastmöglichkeit für Ausflügler gedacht. Die Arbeitsstunden, die seit der Grundsteinlegung Mitte März werktags und an Wochenenden ehrenamtlich in den Bau investiert wurden, hat dessen Koordinator Uwe Bollhorst nicht gezählt. Er spricht von guter Kameradschaft und Teamarbeit bei diesem Projekt: „Was in Anstedt angepackt wird, das wird auch was.“ Beispiele dafür finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Göpels mit dem Feuerwehrhaus und dem Schützenhaus, beide ebenfalls in Eigenleistung realisiert. Eindrucksvoll, wenn man bedenkt, dass Anstedt – seit 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Scholen – laut Bollhorst lediglich 6,47 Quadratkilometer misst und derzeit 150 Einwohner hat.

Die Dorfgemeinschaft hofft auf viele Gäste zur 750-Jahr-Feier, insbesondere aber, dass ehemalige Einwohner am Sonntag ihre alte Heimat besuchen. Das Fest spielt sich komplett im „Dreieck“ von Göpel, Schützen- und Feuerwehrhaus ab, kündigt Bollhorst an: Es beginnt mit dem Gottesdienst um 10 Uhr, den Pastor Gerald Engeler an einem „mobilen Altar“ im Göpel hält. Gegen 11.15 Uhr haben die „offiziellen“ Gratulanten von Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis, Kreissparkasse und Schützenverein das Wort. Auf dem Übungsplatz der Feuerwehr gibt es eine kleine Hobby- und Kunsthandwerkerausstellung, unter anderem bietet ein Imker seine Produkte feil, es wird gezeigt, wie Weidenkörbe geflochten und Holzskulpturen mit der Kettensäge „geschnitzt“ werden. Im Laufe des Nachmittags sorgen Auftritte der Anstedter „Dance Girls“, der Line-Dance-Gruppe „Lucky Ladies“ aus Klein Lessen und des Spielmannszuges Natenstedt für Unterhaltung. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit, es gibt eine Süßigkeitenbude und einen Softeis-Stand, ab 12 Uhr Mittagessen und ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen.

Mit Anstedts Historie hat sich Dr. Hans Gerke in seinem 1972 erschienenen Heimatbuch „Ehrenburg“ befasst. Als ältere Schreibweisen des Ortsnamens nennt er Annenstede und Anstede. Stede oder Stedt stehe für (Wohn-)Stätte, „ ,An‘ könnte das alte Wort für Wasserlauf sein, also: Wohnstätte am Wasserlauf – die Kleine Aue.“ Fünf Hügelgräber sind laut Dr. Gerke Beweis dafür, dass die Gemarkung bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war.

„Die erste Namensnennung stammt vom 22. August 1266“, berichtet Gerke. „An diesem Tag verkaufte der Edelherr Johann von Adensen, der Schwiegersohn Friedrichs von Grimmenberg, für 100 Bremer Mark seine Güter in Anstedt und anderen Orten an das Mindener Domkapitel.“ 

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