Nur noch drei Schützentage geplant / Gründe: Geräuschkulisse und nachlassendes Interesse

Schützenverein will Montag streichen

Holger Nadolny (links) mit „König Georg V“ vom Hannöverschen Traditions-Corps beim Schützenumzug 2009.

Syke - (vog) · Er war bislang immer der Höhepunkt der Syker Schützentage, der Montag mit Proklamation und Ball. In diesem Jahr sieht es so aus, als ob der Schützenverein mit der Tradition bricht und den Montag ganz vom Programm streicht.

Damit würden die Schützentage auch nur noch drei statt vier Tage umfassen.

„Ja“, bestätigte Sabine Häfker, Vorsitzende des Syker Schützenvereins, den Drei-Tages-Plan, an dem sie maßgeblich mitgearbeitet hat. Noch muss der Vereinsausschuss, der am 14. April tagt, zustimmen. Sabine Häfker geht aber davon aus, dass auch der Ausschuss dem Ansinnen des Vorstands folgt. Es sei einfach zeitgemäß, erklärt die  Vereins-Chefin.

Als Hauptgrund nennt Sabine Häfker die Geräuschkulisse. „Es ist wegen der Anwohner, für die gibt es jetzt nur noch drei Tage Schützenfest“, sagt die Vorsitzende und formuliert als weiteren Grund das nachlassende Interesse im eigenen Haus.

Bei der Proklamation am Montag waren Schützen und Zuschauer noch dabei. Beim anschließenden Königsball habe die Teilnahme in den vergangenen Jahren stetig abgenommen, resümiert die  Schützen-Chefin.

Der Schützenverein bietet in diesem Jahr eine Kompakt-Version der Schützentage vom 9. bis 11. Juli an. Wobei er die Tradition von Proklamation und Ball wahrt, aber vorzieht. Die Schützentage beginnen am Freitag in der Schießhalle im Waldstadion mit dem beliebten Firmen-, Vereins- und Pokalschießen. Am Sonnabend und Sonntag regeln die Schützen ihr Programm an zwei Standorten: das Sportliche in der Schützenhalle, das Gesellschaftliche im großen Zelt auf dem Parkplatz der Kreissparkasse. Im Zelt feiern die Schützen am Sonnabend ihr Kinderfest mit Proklamation und abends den Ball der Vereine. Vom Sonntag bleibt in diesem Jahr nur die Proklamation.

Das hat mit der Fußball-WM zu tun, ist doch am 11. Juli das Endspiel, und das zeigen die Schützen im Zelt auf einer großen Leinwand. Im vergangenen Jahr sorgten Mitglieder des Hannöverschen Traditions-Corps in ihren historischen Kostümen beim sonntäglichen Umzug für Hingucker.

Wie sieht die Gästeliste in diesem Jahr aus? „Nein, so ein Highlight haben wir diesmal nicht, das war etwas Besonderes“, sagt Sabine  Häfker.

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