Landesmeisterschaft Westernreiten in Dönsel

Schnelle Spurts und schnelle Stopps

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Westernreitsport vom Feinsten in Dönsel.

Dönsel - Ein tolles Wochenende auf der Roofman Ranch. Cooles relaxtes Reiten an langen Zügeln, mit tiefem Sitz, schnellen Spurts und schnellen Stopps sowie rasenden Pirouetten. Die Turniere sind aber immer drei stressige Tage für Veranstalter, Meldestelle, Turnierleiter und Richter. Ganz zu schweigen was sie für Arbeit für das Turnierserviceteam bedeuten. Aber: Alle Reiter und Pferde waren bei guter Laune, zahlreiche Besucher sahen am Wochenende tolle Ritte und erlebten bei der Landesmeisterschaft Westernreiten auf hohem Niveau.

Die Roofman Ranch in Dönsel ist Westernreitstall und Westernreitsportzentrum unter der Leitung von Ralf Seedorf und Quarter Horse Zuchtbetrieb. Am letzten Wochenende wurde die jährliche Landesmeisterschaft der Ersten Westernreiter Union (EWU) Deutschland (Bezirk Bremen/Niedersachsen) mit Reitern aus der Region, Bremen und aus ganz Niedersachsen ausgetragen. 157 Pferd-Reiter Kombinationen waren gemeldet. „Das ist so viel wie noch nie auf einer Landesmeisterschaft in unserem Landesverband“, freute sich Ralf Seedorf. Es wurde sogar als zweiter Richter Chris Knol neben Yvonne Steinbock gebucht.

Eine Reiterin, die sich sehr gut auskennt auf der Roofman Ranch, ist Laura Sasse aus Sulingen. Sie postete nach der Meisterschaft: „In Dönsel fühlt man sich immer gleich wie zu Hause und auch sportlich gesehen, hätte es kaum besser laufen können für mich.“ Logan (Surely Well Dressed) wurde Bestes Jungpferd (fünfjährig) Basis & Trail sowie Landesmeister Junior Trail. Lazy (Sure A Good One) konnte sich den Vize-Landesmeister in Senior Trail & Pleasure sichern und gewann mit Ronja Haßfeld die „Showmanship at Halter“.

Lea Kautz aus Rehden vom Team der Roofman Ranch ging aus den Wettstreiten mit Gewinnertiteln in der „Senior Western Pleasure“ und dem „Senior Trail“ mit ihrem Pferd „Be my Bluechip Towin“ hervor. Ihre Mitstreiterin Lea Clausheide siegte in der Disziplin „Western Riding“ mit „Just a Dream WB“. Chef und Trainer Ralf Seedorf war nicht nur Organisator. Er holte sich in dem Turnier mit seinem Pferd „Two T Gen Kershaw“ in der Klasse „Working Cowhorse“ den Titel.

Tatsächlich gehört zu dem stimmigen Bild der Cowboy-Alltagsarbeit mit Pferd, Vieh und Hund viel Training und Vertrauen. Das Westernreiten lehnt sich an die Arbeitsweise der Cowboys an. Ein ausdauerndes Pferd mit bequemen Gängen war dabei unerlässlich. Die Hilfen der Reiter an das Pferd sind so ausgelegt, dass man mit möglichst wenig Anstrengung viel vom Pferd verlangen kann.

Kurze Rücken, große Schultern, lange Hüften kennzeichnen speziell gezüchtete Westernpferde. Die gut ausgebildeten Pferde reagieren auf kleinste Schenkel- und Gewichtshilfen bei einhändiger Reitweise. Reining bedeutet viele rasante Lektionen (Stopps, Spins) im Galopp geritten. Beim Trail geht es um Geschicklichkeit im Umgang mit Hindernissen wie Weidetoren und Holzbrücken. Hier ist Gelassenheit bei der Arbeit oberste Priorität. Pleasure bedeutet Reiten in Gruppen unter Bewertung der Grundgangarten. Hier zählt das Gesamtbild von Reiter und Pferd. Western Horsemanship bewertet vor allem den Reiter. Das Western Riding verlangt punktgenaue fliegende Galoppwechsel und gilt als schwierigste Disziplin. Horsemanship at Halter ist die Vorstellung des Pferdes am Halfter, also an der Hand und ungesattelt. Hier geht es um den Eindruck des Pferdes.

Nur durch das Training miteinander, der Disziplin von Pferd und Reiter ohne offensichtliche Verbissenheit, entstehen laut Trainer Ralf Seedorf die gefühlte Gelassenheit und Ruhe beim Westernreiten.

sbb

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