Interimscoach mahnt „Coaching auf dem Platz“ an

Mehr Reden in Rehden: Wnuck fordert Kommunikation

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Rehdens Jeff Gyasi (links) klagt weiter über Knieprobleme. Der Einsatz des defensiven Mittelfeldmanns im morgigen Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II ist fraglich – doch Interimstrainer Björn Wnuck hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. 

Rehden - Von Cord Krüger. Björn Wnuck ist schon voll auf Betriebstemperatur. Erst seit Mittwoch „Übergangscoach“, wie er selbst seine Funktion beim BSV Rehden nennt, hat der einstige Führungsspieler und Trainer der Schwarz-Weißen erstmal für jeden Abend bis zum Regionalliga-Heimspiel am Samstag ab 15 Uhr gegen Eintracht Braunschweig II Training angesetzt.

„Bis Samstag ziehen wir voll durch – und die Jungs ziehen voll mit“, schildert Wnuck: „Jeder hat verstanden, worum es geht“, sagt der Interimstrainer mit Blick auf die erste Partie nach der Entlassung von A-Lizenz-Inhaber Stephan Ehlers: „Kicken konnten sie alle schon vorher, aber sie müssen noch kompakter und in guter Ordnung stehen“, fordert Wnuck: „Das gehört zu den Basics.“

Der 32-Jährige hatte sich das Zustandekommen der 0:1-Niederlage bei Lupo Martini Wolfsburg im Video angesehen. Sein Fazit: „Es war bei weitem nicht alles schlecht. Aber mir fiel auf, dass auf dem Platz zu wenig gesprochen wurde – das fängt schon bei der Warnung ,Hintermann‘ an. Die Jungs müssen sich mehr untereinander coachen und die richtigen Kommandos geben. Auch dies zählt für mich zum Fußball-Einmaleins.“

Für Kapitän Artmann reicht es noch nicht

Einer, der das im Duell bei Aufsteiger Wolfsburg getan hat, heißt Kevin Schöneberg – doch der Innenverteidiger fehlt morgen wegen seiner Roten Karte, die er sich nach dem Abpfiff wegen des Stoßens eines Wolfsburgers eingefangen hatte. Auch Kevin Artmann kann morgen noch keine Kommandos geben. Am Mittwoch war der Kapitän und Mittelfeldmotor wieder ins Training eingestiegen, musste es nach kurzer Zeit aber abbrechen. „Kevins Wade hat wieder zugemacht, und der Doc meint, dass jetzt nur eine Woche absolute Ruhe hilft“, berichtet Wnuck. Zudem verzichtet er auf Offensivmann Alexander Lüttmers, der unter der Woche krank im Bett lag. „Aber ich hoffe noch stark auf den Einsatz von Jeff Gyasi“, weiß der B-Lizenz-Inhaber, was er an dem zweikampfstarken Sechser hätte. Den Auftritt in Wolfsburg hatte der Mittelfeldmann wegen Knieproblemen verpasst.

Seine Routine könnte Wnuck in seinem ersten Spiel als BSV-Chefcoach seit dem Saisonende 2014 gut gebrauchen – denn die Zweitliga-Reserve birgt morgen viele Überraschungen. Auch das Video von Eintrachts 0:3 gegen den ETSV Weiche Flensburg hat sich der Interimstrainer bereits angeschaut. Er weiß, dass Trainer Henning Bürger, seit schon fünf Jahren bei Braunschweigs U 23 im Amt, mal wieder Integrationsarbeit leisten und unter anderem fünf Eigengewächse aus der A-Jugend einbauen musste. „Aber er hat natürlich noch einige Führungsspieler in seinen Reihen“, warnt Wnuck unter anderem vor Ex-Profi Deniz Dogan, mit 36 Jahren Abwehrchef und als spielender Co-Trainer Bürgers verlängerter Arm auf dem Feld. Auch Daniel Reck, Sohn von Werders Torwart-Legende Oliver Reck, könnte zum Einsatz kommen. Der Standby-Keeper, der bei der Eintracht eigentlich erste Erfahrungen in der Trainerarbeit sammeln sollte, musste gegen Flensburg nach 20 Minuten für den verletzten Schlussmann Björn Rührer zwischen die Pfosten.

Wnuck rechnet für Samstag jedoch noch mit ganz anderen Kalibern – denn das spielfreie Wochenende des Zweitliga-Teams bringt ihn ein bisschen ins Grübeln: „Es ist Länderspielpause, und dann weiß man nie, ob nicht auch Profis von oben zur Verstärkung mit nach Rehden fahren.“

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