Verdiente Kyffhäuser aus Niedersachsen treffen sich in Barver

„Dankbar für Menschen, die sich einsetzen“

Mehr als 20 Träger des Verdienstkreuzes am schwarz-weißen Bande und Trägerinnen der Ehrenschleife des Kyffhäuserbundes kamen gestern in Barver zu ihrem Jahrestreffen zusammen. Auch Landrat Cord Bockhop (2.v.l.) machte den Würdenträgern seine Aufwartung. J Foto: Scheland

Barver - Das Landgasthaus „Schusterkrug“ in Barver war am Mittwoch Treffpunkt für eine geballte Ladung Kyffhäuser-Prominenz. Mehr als 20 Träger des Verdienstkreuzes am schwarz-weißen Bande und einige Trägerinnen der Ehrenschleife des Kyffhäuserbundes waren bis aus Hameln und Gifhorn, Osnabrück und Oldenburg, aus Rotenburg/Wümme und Lüchow-Dannenberg in die kleine Südkreis-Gemeinde zu ihrem Jahrestreffen angereist.

„Verdienstkreuz und Ehrenschleife sind die höchsten Auszeichnungen, die der Kyffhäuser-Bund zu vergeben hat“, erläuterte Karl-Heinz Seißenschmidt aus Barver am Rande des geselligen Beisammenseins. Der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes und stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen ist – ebenso wie Dieter Döpke aus Barver – selbst Träger des Verdienstkreuzes. Er war Organisator des Treffens, Gastgeber der Kyffhäuser-Kreisverband Diepholz. Als Ehrengäste nahmen neben den Hochgeehrten auch Landrat Cord Bockhop und Barvers Bürgermeister Detlev Osterbrink an der Veranstaltung teil.

Seißenschmidt hat seine hohe Auszeichnung vor zehn Jahren erhalten, bei anderen Teilnehmern liegt die Ehrung teilweise schon weit länger zurück. Über vier Jahrzehnte hat sich der Organisator im Vorstand der Kameradschaft Barver für die Interessen des Kyffhäuserbundes eingesetzt. Viele Jahre war er auf Ortsebene erster Kommandeur, zudem mehr als zwei Jahrzehnte Vorsitzender des Kreisverbandes. Sein Engagement in Barver hat er inzwischen seinem Sohn Kai vererbt, der seit einigen Jahren als Vorsitzender die Geschicke der mitgliederstarken Kameradschaft leitet.

Landesvorsitzender Joachim Stemme aus dem Kreisverband Schaumburg-Lippe begrüßte die Teilnehmer gestern Mittag in den gastlichen Räumen des „Schusterkrugs“ und hieß besonders die Ehrengäste willkommen. Die Ausgezeichneten hätten sich allesamt über Jahrzehnte aufopferungsvoll für die Interessen des Kyffhäuserbundes engagiert und seien auch heute noch aktiv, stellte Stemme heraus. „Deswegen ist das jährliche Treffen mehr als angemessen“.

Stellvertretender Kreisvorsitzender Peter Mallwitz aus der Kameradschaft Donstorf-Dörpel freute sich in seinem Grußwort über das Dabeisein der kommunalpolitischen Vertreter, bedankte sich bei Karl-Heinz Seißenschmidt für dessen Mühen bei der Vorbereitung des Treffens und stellte heraus, dass die Verdienstkreuz-Träger und Ehrenschleifen-Trägerinnen etwas mehr geleistet hätten, als man von normalen Mitgliedern in den Kameradschaften gewohnt sei.

Bürgermeister Osterbrink betonte in seinem Grußwort der Gemeinde, dass die Kyffhäuser im örtlichen Vereinsleben einen festen Platz hätten. „Die Kameradschaft steht bei uns für Tradition. Sie war und ist von jeher ein belebendes Element im Ort und betreibt in und für Barver überzeugende Werbung“. Stellvertretend für alle Mitglieder nannte er Karl-Heinz Seißenschmidt und Dieter Döpke, „die sich auch im Rat mit ganzer Kraft für unseren Ort eingesetzt haben“.

Landrat Cord Bockhop freute sich, dass die Gäste in diesem Jahr den Landkreis Diepholz für ihre Zusammenkunft gewählt hätten. Besonders viel Mühe hätten sich die Organisatoren mit dem Wetter gegeben, „denn mit Sonnenschein behalten Sie den Landkreis in viel besserer Erinnerung.“ Die hohen Auszeichnungen wertete Bockhop als Zeichen dafür, dass die Geehrten Freizeit und Freude miteinander teilen würden. 

Bei den Kyffhäusern werde Gemeinschaft gelebt, das sei in der heutigen Wegwerfgesellschaft längst nicht immer so. Deshalb könne man dankbar sein, dass es immer noch Menschen gäbe, die sich für den Nächsten einsetzten. „Das heutige Treffen ist also nicht nur eine Momentaufnahme, sondern etwas Nachhaltiges.“

Einem gemeinsamen Essen schloss sich am Nachmittag für Gastgeber und Gäste eine Besichtigung des Erdgasspeichers in Rehden an, bevor das Treffen mit Kaffee und Kuchen im „Schusterkrug“ ausklang. Mit dem Abschiedsversprechen, sich im nächsten Jahr an einem anderen Ort in Niedersachsen wiederzusehen.

ges

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