Zehn Mädchen des Gymnasiums bei Projektwoche der „SchulBrücke Weimar“

Nachhaltige Ergebnisse

Einen internationalen Austausch erlebten diese Gymnasiastinnen und Oberstufenkoordinator Volker Herold während der Projektwoche in Weimar. ·

Br.-Vilsen - Die grüne Seele der Weimarer Klassik – dieses Thema lässt nicht jedes Schülerherz automatisch höher schlagen. Aber es waren auch nicht irgendwelche Schüler aus Bruchhausen-Vilsen, die sich eingehender damit beschäftigten, sondern zehn hochbegabte Mädchen der gymnasialen Oberstufe. Sie nahmen an einer Projektwoche der „SchulBrücke Weimar“ der Deutschen Nationalstiftung teil.

Die „SchulBrücke Weimar“ hat sich die Begegnung Jugendlicher aus ganz Europa auf ihre Fahnen geschrieben. Eine Woche lang hatten die Mädchen Kontakt zu Gleichaltrigen jeweils zweier Schulen aus Südtirol und der Slowakei sowie des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin. Schon bei der Unterbringung in den Zimmern der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar wurden die Gruppen kräftig durchgemischt. Gemeinsam besuchten sie die Gedenkstätte Buchenwald, erkundeten die Stadt und unternahmen einen längeren Spaziergang mit anschließendem Vortrag.

Nachhaltige Ergebnisse – dieses Ziel verfolgt die Stiftung in ihren Projektwochen – erzielten die Teilnehmer im wesentlichen in den zweitägigen Workshops. Aus der Ballade „Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe etwa filterten die Schüler des Foto-Workshops Hauptmotive heraus und versuchten, diese im Bild umzusetzen. „Für Übermut und Neugier haben wir uns eine Brücke auf Säulen gesucht. Aus den Löchern der Säulen musste sich jemand heraushängen“, erklärt Paulina (17).

Frauke (17) und Vivien (18) arbeiteten in dem Video-Workshop zu Friedrich Schillers Gedicht „Der Tanz“. „Das hat die Gruppe professionell umgesetzt“, meint Oberstufenkoordinator Volker Herold, der mit den Mädchen nach Weimar gereist war. Die größte „geistige Durchdringung“ schreibt er dem Philosophie-Workshop zu. Dialektisches Denken war gefragt. Verzicht und Überfluss nennt Marthe (17) als Beispiel. „Der Verzicht auf Arbeitszeit führt zu einem Überfluss an Zeit, die man vernünftig nutzen kann“, philosophiert sie.

Nachhaltigkeit bedeutet für Herold auch: Dinge im Gespräch voranbringen, nicht aus Selbstgefälligkeit agieren. Dies hätten die Schüler in allen Workshops erfahren. Ein großes Lob zollt er ihnen dafür, dass sie die Ergebnisse der Workshops noch am letzten Abend mit großer Begeisterung vorgestellt hatten: „Niemand hat gestöhnt, dass er lieber feiern wolle.“

Herold hatte die von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt gegründete Stiftung während seiner Zeit als Referendar an der John-Lennon-Schule in Berlin kennengelernt. Zum zweiten Mal war er mit einer Gruppe Jugendlicher aus Bruchhausen-Vilsen in Weimar. „Solche Programme stärken den Bildungsstandort. Die teilnehmenden Schulen haben neben der Vermittlung von Wissen den Anspruch, die Persönlichkeitsbildung zu fördern“, sagt Herold. Als nächstes möchte er einen Austausch mit einer Tiroler Schule etablieren.

Ihre soziale Kompetenz und hervorragenden Leistungen in Deutsch hatten die Mädchen für das Projekt qualifiziert. „Sie sind hochbegabt. Das heißt, dass sie in einem Fach besonders gut sind. In anderen Fächern kann das anders aussehen“, erklärt Schulleiter Reinhard Heinrichs – und holt sich prompt einen Rüffel von Marthe ab: „Jetzt machen Sie uns mal nicht so schlecht“, schimpft sie. Für das Selbstbewusstsein der Mädchen war der Trip nach Weimar auch nicht so verkehrt. · ah

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