VA spricht über Breitbandversorgung

LTE-Technik schon im II. Quartal?

„Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“ – Birgit Dullin, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters der Stadt Sulingen.

Sulingen (oti) · Der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Sulingen hat sich am Donnerstag in nicht öffentlicher Sitzung erneut mit der Breitbandversorgung speziell in den Ortschaften beschäftigt. Birgit Dullin, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters: „Für Teilbereiche zeichnet sich schon im zweiten Quartal eine Lösung ab.“

Vorausgegangen waren der Sitzung unter anderem Gespräche der Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit dem Mobilfunk-Anbieter „vodafone“.

Dullin: „Uns wurde zugesichert, dass der angekündigte LTE-Ausbau zwischen April und Juli beginnen soll.“ Genaue Angaben, welche Ortschaften und speziell welche Haushalte davon profitieren werden, seien nicht vor Februar / März zu erwarten. „Der Anbieter ist zurzeit dabei, entsprechende Berechnungen zu erstellen.“

LTE steht für „Long Term Evolution“ und soll besonders schnelles Internet per Funk ermöglichen. Vodafone LTE sowie LTE anderer Anbieter wird aktuell dort ausgebaut, wo bisher noch kein DSL verfügbar ist. Nach Angaben von „vodafone“ seien auch per Funk Übertragungsgeschwindigkeiten von sogar weit über 21 600 kbit/s möglich. Unterversorgt sind nach Auffassung der Stadtverwaltung vor allem die Sulinger Ortschaften Klein Lessen und Rathlosen. Birgit Dullin: „In den von uns befragten Haushalten in Klein Lessen kommen gerade mal 800 bis 1 000 kbit/s an, in Stadt lediglich 700 bis 1 100 kbit/s, in Rathlosen zum Teil sogar nur 360 kbit/s und weniger.“

Steht der Bereich, den „vodafone“ per LTE erschließen will, fest, will die Stadt Sulingen erneut die Kooperation mit dem Breitbandkompetenzzentrum in Osterholz-Scharmbeck suchen. In Vorbereitung befinde sich derzeit ein Konzept, mit dem sich die Stadt Sulingen um Fördergelder zur Erschließung der dann noch „weißen Flecken“ mit Hilfe von GAK-Mitteln bemühen möchte. „Wir gehen davon aus, dass noch weitere Wettbewerbe ausgeschrieben werden“, sagt die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters und beruft sich auf die Absicht der Bundesregierung, bis zum Jahr 2014 75 Prozent aller deutschen Haushalte 50 MBit/s-Anschlüsse zur Verfügung zu stellen. „Voraussetzung ist dann sicherlich eine neue Bedarfsermittlung.“

Bemühungen der Stadt Sulingen, gemeinsam mit den Samtgemeinden Schwaförden und Siedenburg über den Landkreis Diepholz entsprechende Fördertöpfe des Konjukturpakets II zu erschließen, waren im vergangenen Jahr gescheitert (wir berichteten). Dullin: „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“

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