Letzter Tag des Brockumer Großmarktes 

Viehmarkt lockt die Massen an

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Berührungsängste? Keine Spur! Der Viehmarkt zieht jedes Jahr auch zahlreiche Kinder an.

Brockum - Der vierte und letzte Tag des Brockumer Großmarktes ist jedes Jahr ein Pflichttermin für Züchter, Tierhändler und alle jene, die Tiere kaufen möchten. Der Dienstag ist der traditionelle Viehmarkttag. Auch in diesem Jahr war der Andrang wieder riesig.

Während die Besucher mit Stehplätzen Vorlieb nehmen müssen, haben die Esel eine bequeme Stroh-Unterlage in ihrem Gatter.

Wer die besten Tiere mit nach Hause nehmen möchte, muss früh aufstehen. Ab sechs Uhr werden Pferde, Rinder und Kleintiere gehandelt. Dicht gedrängt schieben sich Käufer und Verkäufer durch die Gassen des Viehmarktes im Schatten des Riesenrads. Tiere werden begutachtet, um Preise wird gefeilscht. Doch auch wer „nur gucken“ möchte, ist beim Viehmarkt willkommen. Jedes Jahr besuchen zahlreiche Familien die Traditionsveranstaltung – die Tiere wollen schließlich nicht nur ge- und verkauft, sondern auch gestreichelt werden.

36 Pferde wechselten laut Marktleitung in diesem Jahr die Besitzer. Sie erzielten Preise zwischen 1 800 und 3 000 Euro. 81 Ponys wurde verkauft. Die Preisspanne liegt bei 200 bis 1 300 Euro. Zwischen 300 und 650 Euro wurden für einen Esel fällig. 32 wurden davon verkauft. Hühner sind naturgemäß günstiger: Neun bis zwölf Euro zahlten die Käufer – und das 2 700 Mal.

Die 30 Kälber, 20 Bullen und zehn weibliche Tiere, gingen für 600 bis 900 Euro pro Stück weg. Eine Ente kostete zwischen zehn und 15 Euro. 250 davon wurden gehandelt. Die 35 verkauften Gänse erzielten Preise zwischen 15 und 20 Euro. In dieser Preisspanne lagen auch die 160 Kaninchen, die verkauft wurden.

Bei den großen Tieren dominieren jedes Jahr die Pferde. 36 von ihnen wurden in diesem Jahr auch verkauft. Die Preisspanne lag zwischen 1.800 und 3.000 Euro.

25 Schafe wurden zum Preis von je 150 Euro gehandelt, 22 Ziegen wechselten für je 70 Euro die Besitzer. 80 Tauben wurden für je zehn Euro verkauft, eine Wachtel war für fünf Euro zu haben. Hier schlugen Käufer 35 Mal zu. 130 Wellensittiche und 80 Kanarienvögel kosteten acht Euro pro Stück. Ein Paar Ziegensittiche wechselte für 45 Euro den Besitzer. Auch 60 Meerschweinchen fanden ein neues Zuhause. Ein Männchen war für fünf Euro zu haben, für ein Weibchen wurde das Doppelte fällig.

Auch zahlreich angebotenes Zubehör fand wieder viele Abnehmer. Wer Futter, Käfige, Decken oder einen neuen Sattel benötigte, wurde fündig.

Die Viehmarkt-Gastronomie hatte sicherlich keinen Grund zu klagen: Speisen- und Getränkestände waren gut besucht, manche Wurst schnell verzehrt, manches Glas schnell geleert – und teilweise auch recht schnell wieder aufgefüllt.

Das landwirtschaftlich interessierte Publikum bevölkerte am Dienstag jedoch nicht nur den Viehmarkt. Auch die von der „Bayern Genetik“ organisierte Tierschau und die Landmaschinenschau erlebten ihren wohl besucherstärksten Markttag.

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