Elfter „Friesengang“ in Lembruch

„Toller Lauf in toller Umgebung“

Jürgen Diekemper kam als erster Nordic Walker am Sportplatz in Lembruch an. J Foto: Bechtel

Lembruch - In elfter Auflage hatte der Sportverein (SV) Friesen Lembruch am vergangenen Wochenende zu seinem beliebten „Friesengang“ alle Walker, Nordic-Walker und Freizeitläufer eingeladen. Ausrichter war die Walkingsparte mit Leiterin Jutta Käding an der Spitze. Ihr Ehemann Werner, der auch Vorsitzender des SV Friesen ist, hatte wieder in bewährter Weise die Organisation übernommen.

Insgesamt gingen 79 Teilnehmer, davon 53 Walker, an den Start, auf die eine Streckenlänge von knapp 21 Kilometern wartete. Vom Sporthaus führte sie zur Landesstraße „Eickhöpen“ und weiter auf den Radweg bis zur Lohne. Von dort ging´s zum Deich und dann entgegen dem Uhrzeiger auf den Deich. Erstes Etappenziel nach 5 555 Metern war Dümmerlohausen. Hier wurden die Walker und Läufer mit Bananen und Getränken versorgt. Der zweite Versorgungspunkt war an der Huntebrücke. „An all diesen Stationen kann man aufhören; die Zeit wird dann manuell festgehalten“, betonte Werner Käding, der den Teilnehmern ab da zwei Strecken anbot. „Auf dem Deich, der landschaftlich sehr schön aber etwas holperig ist, oder auf der parallel zum Deich verlaufenden Straße am Randgraben.“ In Hüde am Marler Graben wurden beide Strecken wieder vereint. Dort wartete auch der dritte Versorgungspunkt; in Lembruch (Strandlust) dann der vierte. Ab da waren es nur noch 2,8 Kilometer bis zum Ziel.

„Beim Laufen bekommt man den Kopf frei“

Der erste Läufer im Ziel war nach einer Stunde und 31 Minuten Tim Rostek aus Paderborn. „Es war wunderschön. Ein toller Lauf und eine tolle Umgebung“, zeigte sich der 32-Jährige begeistert, der sonst den ganzen Tag im Büro sitzt. „Beim Laufen bekommt man den Kopf frei“, meinte der Paderborner.

Als Nordic Walker hatte Jürgen Diekemper, der seit zehn Jahren am Dümmer in Lembruch wohnt, nach zwei Stunden und vierzig Minuten die Nase vorn. Der schwärmte: „Ich finde das total Klasse, wenn man sich überhaupt traut, hier an den Start zu gehen. Ganz egal ob es die Wandergruppe mit dem Flachmann in der Tasche oder der aktive Sportler ist, der um jede Sekunde kämpft. Wir nehmen immer die Innenkurven, weil jeder Schritt zählt, den man einspart.“ Was er zugibt: „Irgendwann schwinden die Kräfte, dann muss man sich ablenken wie: Du müsstest mal wieder die Küche tapezieren. Wie viele Bahnen braucht man? Dann zählt man geistig durch, weil die Beine schlapp werden“, sagte der gebürtige Ahlener lachend, der mit dem aktiven Sport drei Jahre aussetzte. „Weil ich einen Unfall hatte und links eine Beinprothese bekommen habe. Das ist heute das erste Mal, dass ich wieder daran teilnehme. Und ich bin wirklich stolz über das, was ich geschafft habe. Früher war ich bedeutend schneller. Aber man muss wollen – und wenn ich will, kann ich manches“, weiß Diekemper aus eigener Erfahrung.

Teilnehmer aus allen Altersgruppen

Bei den Frauen kam Nordic Walkerin Sieghild Metner aus Lemförde als erste ins Ziel, die Michael Kasper aus Burlage vorweg hatte. „Ich hatte die Frau von Anfang an hinter mir, wollte aber keine Pause machen, um sie nicht vorbeizulassen“, erklärte Kasper schmunzelnd, der schon im letzten Jahr dabei war. „Ich laufe und jogge einfach gerne und wandere sowieso“, stellte Sieghild Metner ihre Intention dar. Zumal sie ebenfalls im letzten Jahr an den Start ging. „Dieses Jahr hat es noch besser geklappt“, bemerkte sie begeistert. Eine der ältesten Teilnehmerinnen mit fast 71 Jahren war Christina Bock aus Hude, die lief: „Weil mein Freund hier schon des Öfteren gelaufen ist.“ Was sie nicht so gut fand: „Dass man fast auf der ganzen Strecke allein war.“ Aber das liege wohl an der Teilnehmerzahl vermutet sie.

Sobald die Läufer und Walker ins Ziel kamen, händigte Jutta Käding ihnen eine Goldmedaille aus, die der SV Friesen gestiftet hatte. Außerdem gab es zum Beispiel alkoholfreies Weizenbier oder Fassbrause. Alle Getränke hatte die Barre-Brauerei gespendet, wie auch der Hofladen Möller, Hüde, die Bananen. Zudem hatte die Spartenleiterin eine köstliche „Kutschersuppe“ gekocht, die die Sportler nun genossen.

„Rekorde sollten nicht gelaufen werden. Hauptsache es sind alle gesund ins Ziel gekommen“, stellten Jutta und Werner Käding abschließend heraus. Deshalb weilten auch für den Fall der Fälle drei Mitglieder der DRK-Bereitschaft Lemförde vor Ort. Die Zeitmessanlage für den Wettbewerb hatte der Sport-Förderverein Landkreis Diepholz leihweise zur Verfügung gestellt. J cb

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