Finissage ein Fest für die Sinne

Das Resultat des Bildhauersymposiums begeistert

Einen Einblick in seine künstlerische Vielfalt gab Sebastian David während der Finissage an unterschiedlichsten Instrumenten aus der gesamten Welt. - Foto: Brauns-Bömermann

Hüde - Von Simone Brauns-Bömermann. Es war ein hartes Stück Arbeit für alle, aber erfolgreich und nachhaltig für See, Tourismus und Region. Das erste Bildhauersymposium mit fünf Künstlern aus ganz Deutschland, die ihre Skulpturen innerhalb von drei Wochen vor Ort fertigten und am Arbeitsplatz Kost und Logis fanden.

Zur Finissage am Samstag auf dem Dorfplatz in Hüde dankte jeder jedem, und das war mehr als angemessen. Denn ohne die Organisation, die Finanzierung, Durchführung, die zahlreichen Hilfen und Handreichungen, Eigenleistungen und netten Gesten stünden in Zukunft nicht fünf Skulpturen oder Skulpturengruppen in Lembruch und Hüde. Bürgermeister Heiner Richmann (Hüde) brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: „In diesen drei Wochen ist uns Kunst ein Stück nähergebracht worden“.

Eine schöne Geste kam von Ulrich Halfpap, der für den Skulpturenpfad ab Diepholz verantwortlich zeichnet: „Ich bringe Euch ein Hinweisschild mit Aufschrift Skulpturenpfad „Die Sicht“ als Symbol für einen gemeinsamen Pfad, der hoffentlich noch viel weiter wächst und um zu zeigen, wie Kunst verbindet.“ Verbindet im doppelten Sinn, zum einen die Fortschreitung des Skulpturenpfades „Die Sicht“, der ab Eickhöpen „See Sicht“ heißt nach Süden hin, und zum anderen die Verbindung zwischen der entstehenden Kunst und den Bürgern, Helfern, Besuchern während des Symposiums. „Einige waren jeden Tag bei einem der fünf Künstler und erkundigten sich nach dem Fortschritt“, beschrieb es Gerlinde Buddrick, Mitinitiatorin des Bildhauersymposiums. Ihr war sehr wichtig, noch einmal den rund hundert Gästen die grundsätzliche Idee des Symposiums deutlich zu machen: „Wir haben viel zu lange die Zielgruppe Kunsttouristen ausgeklammert. Der rege Besuch während der Bildhauerphase mit Fragen der Schauenden gibt uns recht. Das Ziel ist erreicht, die Berührungspunkte sind ein Stück weit abgebaut worden“. All das sei nur möglich gewesen mit der Hilfe von zahlreichen Freiwilligen aus den Reihen der Hüder und Lembrucher Bürger und Mitgliedern des Hüder Dorfvereines.

Heike Hannker, Zweite der Initiatorinnen, oblag die Liste der Danksagungen. Und noch eins hatte das Symposium gebracht: Den Austausch zwischen den Künstlern und der Bevölkerung, denn abends wurden die Kunstschaffenden immer beköstigt, da gab es viel zu erzählen. „Wir haben auch schon einen Paten für eine der fünf Skulpturen gefunden“, verriet Hannker. Peter Wunderlich sorgt sich in Zukunft um die Skulptur von Martina Benz. Weitere Paten seien gesucht. Ein zweites Mal stellten die Künstler ihre Werke vor (wir berichteten), die Standorte stehen weitestgehend fest. Das Werk „Ortsteine“, zwei Tontürme von Heidrun Kohnert wird in Lembruch am Hundestrand stehen. Ebenso die drei Hydriabehälter aus Corten-Stahl von Willi Weiner mit der umgedrehten Horizontallinie. Die zwei „Rohrdommeln, singende Dome“ von Sebastian David finden ihren Platz an der Surfeinsatzstelle in Hüde. Martina Benz Skulptur „Wolkenbruch“ steht am Ruröders Patt. Nur der Standort der Skulptur von Lothar Seruset „Fischer fischen Fische“ steht noch nicht hundertprozentig fest. Auf Nachfragen erläutert Heiner Richmann die geplante Vorgehensweise: „Wir werden die Skulptur bis zur nächsten Jahreshauptversammlung genau auf dem Dorfplatz stehen lassen und dann demokratisch entscheiden, ob sie hier bleibt“. Die Gäste waren begeistert von dem Resultat und bedankten sich bei den Künstlern.

Einen Einblick in seine künstlerische Vielfalt gab Sebastian David während der Finissage an unterschiedlichsten Instrumenten aus der gesamten Welt, mit Gesang, Weltmusik, tiefsinnigen Texten. Aber ein Novum war in Hüde, dass ein Kompressor Musik sein kann. Mit David als experimentellen Künstler und Musiker kein Problem.

Mehr zum Thema:

Im Herbst mit dem Hausboot durch Ostdeutschland

Im Herbst mit dem Hausboot durch Ostdeutschland

220 Kinder entdecken den Wald

220 Kinder entdecken den Wald

Raketenstart in Rotenburg

Raketenstart in Rotenburg

Shimon Peres tot, Bilder aus dem Leben des Friedensnobelpreisträgers

Shimon Peres tot, Bilder aus dem Leben des Friedensnobelpreisträgers

Meistgelesene Artikel

Zusammenstoß in Wagenfeld

Zusammenstoß in Wagenfeld

Moordeicher Bauernmarkt bei Hochsommerwetter lockt nicht nur mit Deftigem

Moordeicher Bauernmarkt bei Hochsommerwetter lockt nicht nur mit Deftigem

Freie Fahrt auf der Kreisstraße 101

Freie Fahrt auf der Kreisstraße 101

Mordfall in sechs Stunden gelöst

Mordfall in sechs Stunden gelöst

Kommentare