Segelsaison auf dem Dümmer neigt sich dem Ende zu 

„Rasmus“ macht Seglern Strich durch die Rechnung

Bei den Hobie-Cat 14 siegte Friedhelm Weller ( Segel-Verein Dümmer-Lembruch) vor Norbert André Urban (l.) und Klaus Zuchel (r.). - Foto: Ronnebaum/SCC

Lembruch/Dümerlohausen - Mit „Rasmus“ , dem Wind- und Wettermacher, müssen die Segler auf Du-und-Du sein. Bei den Titelkämpfen von Hobie Cat 16 und 14, ausgerichtet vom Segler-Club Clarholz (SCC), waren sie das wohl nicht. Schon die beiden ersten Wettfahrten ließen nichts Gutes erahnen. „Grenzwertig,“ beurteilte Jonas Ronnebaum, der zweite Vorsitzende des SCC, die „Großwetterlage“ am Start.

Beim Blick Richtung Damme gab er sich dann doch zuversichtlich: „Die Windräder drehen sich, wollen probieren, dass die Leute auch bewegt werden.“ Einer der 101 Teilnehmer hatte es sich – oben ohne – unter den schlaffen Segeln seines Katamarans bequem gemacht, genoss die warmen Sonnenstrahlen und wollte von der Wettfahrtleitung nur wissen: „Habt ihr Bier an Bord?“

Bei den Titelkämpfen setzten sich die Schleswig-Holsteiner Detlef Mohr und Karen Wichardt durch. Bei hochsommerlichen Temperaturen und sehr schwachen Winden konnte sich das Team gegen 45 konkurrierende Katamarane durchsetzen. Björn und Jeanette Quakernack (SC Eickhöpen-Dümmer) wurden 20., Kay-Hendryk Rethmeier und Chantal Blöbaum (SV Münster) 35.

In der Klasse der Hobie Cat 14 gewann Friedhelm Weller die Deutsche Bestenermittlung. Als Favorit zeigte der 65-jährige amtierende Europameister vom Segel-Verein Dümmer-Lembruch (SVDL) erneut, dass er in seiner Bootsklasse zur absoluten Leistungsspitze gehört. Seine Clubkameraden Philip Schnier und Christoph Schnier belegten die Plätze neun und 13.

Die Hobie Cat Strandkatamarane benötigen mehr Wind als Regattajollen, um stabil segeln zu können. Von den zehn geplanten Rennen konnten nur zwei durchgeführt werden, bevor der Wind erneut komplett einschlief.

Nach den Vorgaben des Deutschen Segler-Verbands (DSV) darf der offizielle Titel des Deutschen Meisters nur nach Beendigung von vier Wettfahrten vergeben werden. Das Event am Dümmer zählte in diesem Jahr also „nur“ als Schwerpunktregatta mit den besten Seglern Deutschlands.

Die Segelsaison auf dem Dümmer geht nun langsam dem Ende entgegen. Der Segler-Club Clarholz richtet an diesem Wochenende Regatten für P-Boote und S-Kreuzer aus. Am 24./25. September ist der Segler-Club Dümmer (SCD) in Lembruch mit der Halbmodell- und Nebelhorn-Regatta mit insgesamt sechs Bootsklassen an der Reihe. Das Dümmer-Finale steigt am 1. und 2. Oktober bei der Seglervereinigung Hüde. Der Bielefelder Segel-Club in Hüde kümmert sich am 8. und 9. Oktober um den Dümmer-Cup der O-Jollen und der Finn Dinghys.

Der 22. Oktober steht ganz im Zeichen des „Dümmer-Dreiecks“ , einem Höhepunkt für alle aktiven Segler an Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee. Die Veranstaltung wird ausgerichtet von der Wettfahrtgemeinschaft Dümmer (WGD) und der Interessengemeinschaft Dümmer (IGD). „Wir wollen mit dieser großen Regatta den Entscheidungsträgern, den Medien und nicht zuletzt der Politik zeigen, was für eine große und bedeutende Kraft die Seglergemeinschaft am Dümmer darstellt,“ weist WGD-Vorsitzender Jens Dannhus auf den hohen Stellenwert dieser Regatta hin, die in Hüde gestartet wird und dort – nach Zwischenstopps in Dümmerlohausen und Lembruch – auch endet. Bei dieser Veranstaltung zählen die Masse der Beteiligten, der Spaß am Segeln und das gesellige Miteinander.

Mit der „Leuchtturm-Regatta“ der SV Hüde für 15-qm-Jollenkreuzer und Seerosen klingt dann die Segelsaison 2016 auf dem Dümmer endgültig aus.

Auch bei den restlichen diesjährigen Regatten heißt es für die Segler wieder „Mast- und Schotbruch“. Der Pressevertreter aus Diepholz nahm das mit dem Bruch wohl zu wörtlich, knickte beim „Entern“ eines Sicherungsbootes zwecks hautnaher Bilder vom Start unglücklich mit dem rechten Fuß um – und geht für die nächsten Wochen an Krücken... Knöchelbruch.  

rdu

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