100 Blutspender beim Termin in Sandbrink

Personalausweis wird Pflicht

Kerstin Valentin aus Lemförde spendete Blut – und ihre Kinder schauten zu. Vielleicht die nächste Blutspende-Generation? Rechts daneben DRK-Helferin Sabine Grädtke. - Foto: Bechtel

Hüde - „Wir hatten insgesamt 100 Blutspender, davon neun Erstspender. Susanne Berger und Anselm Höfelmeier hatten sogar ein Jubiläum: sie spendeten jeweils zum 25. Mal und bekamen eine Ehrennadel plus Geschenk. Ein sehr gutes Ergebnis bei dem schönen Sommerwetter“, resümierte Monika Meier-Rüffer, Vorsitzende des DRK Ortsvereins „Altes Amt Lemförde“, nach dem Spendetermin am Dienstag im evangelischen Gemeindehaus in Sandbrink.

Einmal im Jahr lädt das Helferinnenteam des DRK-Ortsvereins Alt und Jung zum Blutspenden auch nach Sandbrink ein. Dort wurden die Blutspender von Margret Menne und Gundi Lösche empfangen und registriert. Sobald der Hb-Wert (Hämoglobingehalt), die Körpertemperatur sowie Blutdruck und Puls bestimmt waren, entschied Dr. Heribert Bongartz, früher im Kreiskrankenhaus Diepholz tätig und heute im Ruhestand, ob die Frauen und Männer Blut spenden durften. Das nahm ihnen dann das freundliche und kompetente Team des Blutspendedienstes Springe ab.

Wer seinen kostbaren Lebenssaft gespendet hatte, durfte sich auf ein leckeres Essen freuen. Tradition hat in Sandbrink das Grillbüfett nebst köstlichen selbstgemachten Salaten, Schnittchen oder es konnte sogar mit Kuchen geschlemmt werden. „Das Essen schmeckt am besten nach dem Blutspenden. 

Der Kaffee ist lecker. Die Damen vom DRK bieten jedes Mal ein Spitzen-Büfett an– und wir werden liebevoll gepflegt“, schwärmte Dagmar Worbs aus Lembruch. Und Elke Breustedt, ebenfalls aus Lembruch, ergänzte begeistert: „Hier gibt es so tolle Salate; die Auswahl ist reichhaltig und alles ist selbstgemacht.“

„Heute bieten wir zum Grillbüfett das erste Mal alkoholfreies Weizenbier an, was bei den Männern scheinbar gut ankommt“, freute sich Vorsitzende Monika Meier-Rüffer. Was außerdem neu von Springe gekommen und der Sicherheit der Blutspende geschuldet sei: „Dass jeder Spender zukünftig seinen Personalausweis vorlegen muss.“

Doch Meier-Rüffer bedauert: „Die Zahlen der Blutspender sind rückläufig. Es kommen gerade mal drei bis vier Prozent der Einwohner der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde.“ Schließlich könne jeder in die Situation kommen: „Dass er selbst auf eine Blutkonserve angewiesen ist. Es kommen viele regelmäßig, aber immer die gleichen Gesichter. Die Generation 30/40 Jahre fehlt dazwischen.“

Am Ende dankte Monika Meier-Rüffer wieder der Lemförder Orchideenzucht, die für Blumen-Tischschmuck gesorgt hatte, dem Combi Verbrauchermarkt, der stets einen Obstkorb spendet, sowie ihrem 12-köpfigen Helferinnenteam und der Burlager Kirchengemeinde für die Überlassung der Räume.

cb

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