„Altes Amt Lemförde“: Lokalpolitiker lesen Kindern vor

Von „Melwins Stern“ bis zum „Aufruhr im Gemüsebeet

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Heiner Lindemann, Bürgermeister der Gemeinde Stemshorn, liest Kindern im Brockumer Spielkreis „Lütke Lüe“ vor. Andächtig lauschen diese der Geschichte von „Melwins Stern“. 

Brockum - Jedes Jahr am dritten Freitag im November begeistert der bundesweite Vorlesetag zahlreiche Vorleserinnen und Vorleser, mittlerweile über 110 000. Gemeinsam lesen sie über zwei Millionen kleinen und großen Zuhörern vor. Auch in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ ist er zur liebgewordenen Tradition geworden. Begangen wurde der Vorlesetag in 13. Auflage am Freitag.

Dort stellten sich – wie in den Vorjahren – Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe sowie einige ehrenamtliche Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden oder ihre Stellvertreter in den Dienst dieser guten Vorleseaktion. Deren Ziel ist es, bei Kindern die Freude am Lesen zu wecken.

Im Spielkreis „Lütke Lüe“ in Brockum las der neue Bürgermeister der Gemeinde Stemshorn, Heiner Lindemann, das Buch „Melwins Stern“ von Nathan Zimelman (Autor) und Anette Bley (Illustratorin). Ganz eng rutschten die Mädchen und Jungen in der Kuschelecke zusammen, um Heiner zuzuhören, der mittendrin saß und das engelhafte Buch, das die Weihnachtsbotschaft einmal humorvoll aus himmlischem Blickwinkel beleuchtet, vorlas.

„Ich habe euch eine Geschichte von einem kleinen Engel mitgebracht, der Melwin heißt. Seht ihr den hier?“ Damit wies Lindemann auf den kleinen Engel, der wunderschön dargestellt wurde und den die Kinder bewundern konnten. Kurze Zeit später sah die Zuhörerschar Melwin mit Besen und Eimer. Doch statt zu putzen, möchte Melwin lieber Wolkenwäscher oder Sternenputzer werden.

Eines Tages traut er kaum seinen Ohren: Er ist Sternenputzer geworden! Seinen Stern putzte er morgens, nachmittags und abends, bis er nach Jahren strahlt und blinkt. Eines Tages lässt Gott unter den Engeln einen Wettbewerb um den schönsten Stern veranstalten. Denn er will für einen besonderen Anlass einen besonders schönen Stern am Himmel erstrahlen lassen.

So legen sich alle Engel mächtig ins Zeug, um den ersten Platz zu gewinnen. Melwin, ein sehr bescheidener Engel, nimmt nur teil, da er von seinem Freund dazu ermutigt wird. Tatsächlich wählt Gott den scheinbar unscheinbaren Stern Melwins aus, damit der über Bethlehem leuchten soll. „Dass der Stern über Bethlehem leuchtet, das wissen die Kinder. Denn wir sind in diesem Jahr mit dem Krippenspiel dran“, erklärte Spielkreisleiterin Sandra Gerdröwekamp strahlend. Nach Melwin brachten die Kinder Heiner noch einige ihrer Lieblingsbücher, die er ihnen geduldig vorlas…

In der Evangelischen Kindertagesstätte Lemförde las parallel Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe ein Buch von Hans Wilhelm mit dem Titel „Der total gelangweilte Boris“. „Ich beteilige mich gerne am Vorlesetag, weil es sehr wichtig ist, Kindern frühzeitig Spaß am Lesen und Vorlesen zu vermitteln“, betonte Scheibe gegenüber unserer Zeitung. Zwei Bücher zur Auswahl, nämlich „Immer lustig in Bullerbü“ von Astrid Lindgren sowie „Leselöwen, Tiergeschichten“ von Cornelia Funke hatte Lembruchs Bürgermeisterin Margarete Schlick mit in die Grundschule Lemförde gebracht.

Brockums Bürgermeister Marco Lampe war diesmal in der Brockumer Grundschule Lesegast. Dort konnten die Schüler der Klasse 2c in der dritten Stunde wählen, ob sie mit Pettersson und Findus den „Aufruhr im Gemüsebeet“ erleben oder „Armer Pettersson“ hören wollten. In den Waldkindergarten nach Brockum hatte Andrea Weidemann, erste stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Quernheim, das Buch „Mats und die Wundersteine“ von Marcus Pfister im Gepäck.

Sie akzentuiert: „Ich lese Kindern gerne vor, weil es eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung ist, die Fantasie anregt, die Kreativität und Konzentration fördert und weil ich einfach gerne mit Kindern zusammen bin. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, wenn man Kindern viel vorliest, erweckt das mehr Interesse an Büchern und mehr Freude am Lesen.“

Am Abend las Stephanie Budke-Stambusch, Bürgermeisterin des „Flecken Lemförde“, dann bei OLE (früher Kinderheim) Geschichten aus „Das große Buch der 1 000 unheimlichen Gefahren“. „Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Kinder selbst zur Hauptfigur in der Geschichte werden und zwischendrin entscheiden müssen, wie das Abenteuer weitergeht. Es gibt meistens zwei Varianten. So entwickeln sich die einzelnen Geschichten ganz unterschiedlich“, stellte Stephanie Budke-Stambusch begeistert dar. 

cb

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