Leonardo DiCaprio öfters am Dümmer

Aus Hollywood nach Hüde

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Kino-Besitzer Karl-Heinz Meier mit dem Autogramm des Hollywood-Stars Leonardo DiCaprio vor einem Schaukasten der Quernheimer „Lichtburg“.

Hüde - Von Marcel Jendrusch. War er wirklich am Dümmer? Dass Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio eine Großmutter in Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) hatte und diese bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 regelmäßig besuchte, war bekannt. Seine angeblichen Besuche bei der Verwandschaft in Hüde am Dümmer waren hingegen weniger öffentlich.

Seit Jahren gibt es Gerüchte – nach der Oscar-Verleihung am Wochenende kochten diese bei Facebook wieder hoch. Die Kommentare reichen von „Ist ja geil“ bis „Kann ich mir kaum vorstellen.“ „Ja, es stimmt. Leonardo DiCaprio war früher öfters hier“, bestätigte Hüdes Bürgermeister Heiner Richmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Schauspieler habe einen Onkel in Hüde besucht. „Wann das war? Gute Frage, das ist schon was her“, erklärt Richmann weiter. Horst Schafmeyer aus Hüde weiß es etwas genauer: „Sein letzter Besuch ist schon lange her. Im Juli 2008 war er zuletzt mit seiner Mutter im Ort.“

Auch für Karl-Heinz Meier, Besitzer des Quernheimer Kinos „Lichtburg“, fiel ein Autogramm ab. „To Lichtburg“ steht über der Unterschrift des Mega-Stars geschrieben. „Es ist schon beeindruckend, dass er damals fast unbemerkt mal ein paar freie Tage in der Region verbringen konnte. Kaum jemand habe davon richtig Notiz genommen. Paparazzi-Fotos gebe es vom Besuch nicht. Sein Sohn habe ihm damals die Hand schütteln können und der Schauspieler habe diesem verraten, dass er auf einen Film besonders stolz sei: „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ aus dem Jahr 1994. „Kein Wunder, der war ja auch sein großer Durchbruch“, erklärt Kino-Experte Meier.

Die Hoffnungen, dass DiCaprio die Dümmer-Region erneut besucht, stehen laut Heiner Richmann und Horst Schafmeyer eher schlecht. Beide gaben gegenüber unserer Zeitung an, dass der Onkel bereits vor längerer Zeit in den Osnabrücker Raum gezogen ist.

Sollte DiCaprio tatsächlich noch einmal zurückkehren, vielleicht sogar „offiziell“, ist die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ vorbereitet. „Wenn wir hier Oscar-Gewinner zu Besuch haben, wird groß aufgefahren“, sagt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe. „Für den Fall räumen wir sofort den Rittersaal im Amtshof zum Empfang frei.“

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