TuS Lemförde fordert Ausweitung der sportlichen Möglichkeiten

„Wir stoßen an unsere Grenzen“

Das Foto zeigt den Vorstand des TuS Lemförde mit (v.l.): Dietrich Bußmann, Jörn Graumann (1. Vorsitzender), Paul-Hermann Broi, Mathias Pfannenschmidt, Gisela Schwarz und Andreas Tubee.

Lemförde - Der Vorstand des TuS Lemförde erarbeitet zurzeit ein neues Vereinskonzept, um auch in Zukunft für die Einwohner aus Lemförde und Umgebung gut aufgestellt zu sein. 

Der Verein hat in den vergangenen Jahren viel erreicht, heißt es in einer Pressemitteilung. Hier ist das ehrenamtliche Engagement von vielen Vereinsmitgliedern aller Sparten zu erwähnen. Die Handballsparte zählt zu den größten Einzelsparten im gesamten Kreis Diepholz. Auch der Reha-Sport hat sich durch den in Eigenregie erstellten Anbau sehr gut entwickelt. Kinder- und Erwachsenenturngruppen sind entstanden und auch der Betriebssport nutzt die Sporthalle an der Stettiner Straße, die Fußball- und Tischtennissparten befinden sich im Aufwind.

„Ein Ausblick in die Zukunft sagt uns aber, dass wir an unsere Grenze gestoßen sind“, sagt Paul-Hermann Broi, zweiter Vorsitzender des TuS Lemförde. „Die derzeitigen sportlichen Möglichkeiten reichen nicht mehr aus, um unser Angebot – und das der anderen Samtgemeindevereine – aufrecht zu halten oder zu erweitern. Es kommt jetzt schon zu Konflikten in Bezug auf Trainingsräume und Trainingszeiten.“

Die Umkleide- und Duschmöglichkeiten reichten oft nicht aus. So gebe es immer wieder Probleme zwischen Fußballern und Handballern. „Im Handball ist den Landesliga-Schiedsrichtern eine eigene Kabine zur Verfügung zu stellen, dies können wir nicht einhalten“, sagt Broi.

Auch die kleine Sporthalle an der Ernst-August Straße ist voll belegt. Eine Weiterentwicklung der großen wie auch der Randsportarten sei nicht mehr möglich. „Jetzt kommt noch die Ganztagsschule mit Anspruch auf die Sportstätten bis 16 Uhr. Wenn die Ansprüche genutzt werden, können wir keinen Trainingsbetrieb in der jetzigen Form mehr realisieren“, sagt der zweite Vorsitzende.

Der TuS Lemförde könnte sich eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Schulen gut vorstellen, allerdings fehle dafür der Platz.

Der Vorstand des TuS Lemförde hat deshalb auf seiner letzten Vorstandssitzung beschlossen, insbesondere vor der anstehenden Kommunalwahl nochmals auf die Engpässe bei den vorhandenen Sportstätten, deren Unterhalt und die damit verbundenen Probleme in der Vereinsarbeit hinzuweisen.

Schon 2012 stellte der Verein einen Antrag an die Gemeinde und hat den Gemeindevertretern die obengenannte Problematik dargestellt. Die Maßnahmen in dem Antrag sind aus Sicht des TuS dringend erforderlich, um den Ansprüchen in der wachsenden Samtgemeinde Lemförde aus sozialer und sportlicher Sicht gerecht zu werden:

• Erweiterung des Hallenkomplexes an der Stettiner Straße um eine Trainingshalle.

• Beseitigung der unhaltbaren Problematik der Kabinenbelegung.

• Bessere Trainingsbedingungen für die Fußballer und Schonung des Hauptplatzes im Spielbetrieb.

• Optische Aufwertung des Sportplatzes an der Stettiner Straße.

„Das einzige bisher fertiggestellte Projekt ist der Bau der Fußballerhüte am Sportplatz. Alles wurde wie beim Hallenanbau in Eigenleistung des TuS und mit Hilfe von Sponsoren finanziert“, berichtet Broi.

Der Vorstand des TuS Lemförde fragt sich angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen, wie die zu wählenden Kandidaten der einzelnen Parteien und Gruppierungen zum örtlichen Sport stehen. Die Mitglieder des Vereins erwarten von diesen, dass sie vor der Wahl öffentlich Stellung zu der oben genannten Problematik nehmen und ihren Wählern ihre Posiition bekanntgeben.

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