Knochenfund am Amtshof

23 Kinder und Sherlock Holmes klären Kriminalfall und setzen Täter fest

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Lisa-Marie Schult (links) spielt die Rechtsmedizinerin im Fall „Knochenfund am Amtshof“ im Keller des evangelischen Pfarrhauses. Dort wurde nach dem Fund als Art Aussenstelle ein rechtsmedizinisches Labor des Landeskriminalamtes Hannover zur Untersuchung der Knochen eingerichtet.

Lemförde - Krimistimmung in Lemförde am Donnerstag. Im Keller des Pfarrhauses wurde ein rechtsmedizinisches Labor des Landeskriminalamtes Hannover als provisorische Außenstelle errichtet. Die Pressekonferenz im evangelischen Gemeindehaus bestätigt den Verdacht: „Knochenfund am Amtshof –Auf die Mithilfe der Bevölkerung zählt ihr Bürgermeister“.

Was nach vorläufigem Baustopp am Anbau des Amtshofes in Lemförde klingt und als wenn in Lemförde tatsächlich ein Verbrechen stattfand, war ein spannendes Planspiel á la US-amerikanischer Krimiserie „Bones – Die Knochenjägerin“ und wurde für 23 Kinder aus Lemförde zur turbulenten Ferienunterhaltung.

Die evangelische Jugend unter der Leitung von Diakon Ingo Jaeger hatte im Rahmen der Ferienkiste „Altes Amt Lemförde“ zu der Aktion im Herzen des Fleckens eingeladen und das Spiel selbst entwickelt. Zwischen 16 und 19 Uhr führte ein 15-köpfiges Schauspielerteam aus Jugendlichen der evangelischen Jugend die Ferienkinder an der Nase herum.

Doch die Ermittlergruppen schalteten schnell und kamen letztlich dem Täter auf die Spur und setzten ihn gemeinsam mit Dorfsheriff „Sherlock Holmes“ (Anne Weghöft) fest.

Gestartet hatte die wilde Aufklärungsjagd rund um Kirche und den Amtshof, um den mysteriösen Knochenfund an der Baustelle des Amtshofanbaus aufzuklären, mit einer Pressekonferenz im Gemeindehaus. „Ich zähle auf die Mithilfe jeden Bürgers in Lemförde“, beschrieb es Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe, von Ingo Jaeger gespielt. „Wir müssen das Verbrechen in Lemförde aufklären und unser Dorfgendarm Sherlock Holmes benötigt dringend Hilfe bei dem komplexen Fall.“

In der Station „Gerichtsmedizin“ im Keller des Pfarrhauses die Gewissheit durch Rechtsmedizinerin Lisa-Marie Schult: „Es handelt sich um 30 Jahre alte Knochen, die Person starb an einer Schussverletzung“. Und damit war der erste wichtige Hinweis im Fall Knochenfund am Amtshof ermittelt: Der Todesgrund.

Weiterhin sollten die Kinder Motiv, Tatwaffe, drei Spuren, Zeugen finden und im besten Fall den Täter ermitteln und festnehmen. „Ganz wichtig: Eine verdächtige Person darf erst dann verhaftet werden, wenn alle Hinweise genau zutreffen“, das Gesetz galt. In dem Detektivspiel mit Gruppendynamik, Laufarbeit an viel frischer Luft tüfteln die Kinder gemeinsam, kommunizierten und kombinierten. Die Stationen, um dem Ergebnis näher zu kommen, waren mit authentischen Jugendlichen besetzt, die selbst viel Spaß am Schauspiel haben. Und die Lemförder Bürger wussten auch nicht so recht, was im Ort rund um den Amtshof an diesem Donnerstag vor sich ging. Sie fragten nach, wenn plötzlich ein Plakat aus dem Kirchturm hing mit der Aufschrift: Ohne Sonntag gibt´s nur noch Werktage! Oder wenn ein schwarz bekleideter Mann mit schwarzer Sonnenbrille und schwarzem Aktenkoffer sich verdächtig im Bereich neuer Spielplatz aufhält

Das Spiel führt auch auf falsche Fährten: Wenn die Rechtsmedizinerin einen anonymen Drohbrief erhält, damit sie falsche Angaben zur Knochenbestimmung macht. Es gehört eine Menge Phantasie und Kombinationssinn zu dem Spiel, um nicht auf falsche Spuren reinzufallen.

Alle Fährten führen aber letztlich zu Jäger Meyer, der heute eine Hundeschule führt. Er hatte vor 30 Jahren einen Jungen, der als Tier verkleidet im Stemweder Berg spielte, versehentlich erschossen und am Amtshof vergraben. Aus Panik versucht er sich der Festnahme durch Sherlock Holmes und der Kinder durch Flucht zu entziehen, aber kurz vor 19 Uhr kann das Ermittlerteam ihn festnehmen.

Ein spannendes Abenteuerspiel endet mit gemütlichem Grillabend und keinem Fragezeichen. 

sbb

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