Ferienaktion am Badestrand in Hüde

Kleine Piraten gehen auf Schatzsuche

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Großer Jubel nach der Schatzsuche. Diese war erfolgreich und an deren Ende wartete eine Schatztruhe mit süßem Inhalt auf die jungen Freibeuter am Badestrand in Hüde. 

Hüde - Insgesamt 20 Piraten waren am Dienstagnachmittag in Hüde unterwegs. Aber nicht, um Schiffe am Dümmer zu entern oder im Ort zu plündern. Nein, es waren durchweg Kinder, die mit Lille von „A bis Zirkus“, oder besser gesagt Frank Ferdinand Kels aus Recke, der seine Eva an seiner Seite hatte, auf große Schatzsuche gingen. Start der Aktion, deren Veranstalter die Tourist Information Dümmerland war, war am Badestrand in Hüde.

„Wir sind quasi Autodidakten und haben uns das alles selbst angeeignet“, erzählte Eva Kels, dass sie und ihr Mann früher den Beruf des Tischlers ausübten. Inzwischen widmen sich beide mit viel Liebe zum Detail der Kinderanimation. Frank Kels gibt zudem an verschiedenen Schulen wie Förderschulen in Osnabrück, am Gymnasium in Recke oder auch an Schulen in Steinfeld Konzentrations- und Motorik-Schulungen mithilfe von Jonglage. „Zirkus als Wochenprojekt – das ist eigentlich unser täglich Brot“, sagte Eva Kels lächelnd, die wieder einmal staunend feststellte: „Manche Kinder freuen sich so sehr auf die Piratenaktion, dass sie schon verkleidet zum Badestrand kommen.“

Zur Einstimmung wurden dort für die Kinder erst einmal richtige Piratennamen gesucht, die sie sich aus einer Schachtel ziehen durften. So wurde aus Jannik „Totenkopf“, aus Merle „Goldmünze“ oder aus Emely „Abrisskugel“ und aus Fabienne „Sockenpeitsche“. Mit dem Spiel „Rattenfang“ startete das Duo die Aktion am Hüder Badestrand. In zwei Gruppen aufgeteilt, waren einige Kinder die Ratten, die anderen wiederum deren Fänger. Anschließend wurde, wie es sich für richtige Piraten gehört, Kanonenweitwurf und Kanonenzielwurf geübt. Mit einer Piratenflagge ausgerüstet, ging es zum naheliegenden Abenteuerspielplatz. Dort fand Jannik eine geheimnisvolle Flasche mit einem Schlüssel, in der sich eine Schatzkarte befand. Mit der „im Gepäck“ ging es weiter, um möglichst bald den Schatz zu finden. Unterwegs entdeckten die jungen Piraten sogar Spuren, die sie deuten mussten.

Während der Schatzsuche hatte Frank Kels nämlich spielerisch Module eingebaut, wie Geschicklichkeit oder Orientierung üben. „Damit die Kinder lernen, auch Karten zu lesen“, erklärte der Recker. Auf ihrem Weg durch Hüde wurden die Kinder sogar noch Umweltschützer. Denn: „Den Müll, den wir entdecken, heben wir auf und nehmen ihn mit“, betonte Kels, der sich wünscht: „Dass das für die Mädchen und Jungen nicht selbstverständlich ist, dass dort etwas liegt. Aber dass es zum Selbstverständnis wird, dass sie den Müll mitnehmen und entsorgen.“

Letztendlich fanden Emely und Lille die silberne Schatztruhe – in der verbargen sich leckere Süßigkeiten, die sie zurück zum Badestrand schleppten. Ganz stolz durfte da die kleine „Münzenjosie“ die Beute gerecht aufteilen. Artig und gut erzogen bedankten sich die meisten Kindern am Schluss mit: „Danke für die tolle Schatzsuche“. „Ist das freundlich – schön!“, freute sich abschließend Frank Kels über die äußerst gelungene Aktion am Badestrand in Hüde. 

cb

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