Ingeborg Pflicht verdeutlicht praxisnah die „Lebendige Körpersprache“

Kommunikation an der Kaffeetafel und in der Luft

+
Ingeborg Pflicht, Motivationstrainerin aus Oldenburg, vermittelte ihr Wissen auf humorvolle Art.

Lemförde - Von Christa Bechtel. „Ich liebe Körpersprache. Es ist ein Bereich, der viel zu wenig Beachtung findet“, schwärmte Ingeborg Pflicht am Mittwochabend im Lemförder Rittersaal am Ende ihres gut zweistündigen Vortrages. Den hatte sie mit ihrer unverwechselbaren optimistischen, humorvollen Art, ihrem komplexen Wissen, praxisnah den rund 70 Zuhörern vermittelt, denen sie viel Spaß beim Beobachten und Wahrnehmen wünschte.

„Der erste Vortrag des neuen Jahres beginnt direkt mit einem Highlight“, meinte Annegret Jaquet-Nitschke vom „Gesundheitstreff Lemförde“ in ihrer Begrüßung. Auf dessen Einladung war die Oldenburger Motivationstrainerin nach Lemförde gekommen, um zum Thema „Lebendige Körpersprache“ zu referieren.

„Ich bin voll in den Stau gekommen; Oldenburg ist voll“, entschuldigte sich die Referentin vorab für ihre viertelstündige Verspätung. „Wir sind ja alle mit dieser Körpersprache geboren, die müssen wir nicht erlernen. Aber trotzdem wissen wir sehr wenig darüber“, ging sie kurze Zeit später auf das Thema ein. Erst in den letzten 30 bis 40 Jahren habe sich im Bereich der Psychologie, wozu die Körpersprache gehöre, etwas getan. Mittlerweile gebe es sogar Lehrstühle in ganz Deutschland.

„Die Sprache müssen wir mühselig erlernen. Aber die Körpersprache ist sehr aussagefähig“, betonte die frühere Gymnasiallehrerin. Wenn man etwas über die Körpersprache wisse, „ist jede Beziehungsebene in der Kommunikation, also in der ganzen Gesellschaft, viel einfacher“, sagte Pflicht. Wenn man mehr darüber wisse, helfe das auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen – zwischen Frau und Mann, Eltern und Kindern. „Eigentlich in allen Bereichen unseres Lebens“, akzentuierte die Referentin. Körpersprache habe etwas mit dem großen Gefühlsbereich zu tun.

Pflicht: „Das sind Emotionen, die über das limbische System gesteuert werden.“ Aber auch der Wirkungsaspekt der Körpersprache sei riesengroß.

Praxisnah ging die Oldenburgerin mit dem Auditorium zuerst auf die Interpretationsmöglichkeiten ein. Beispiel Kaffeetafel: „Es gibt welche, die streichen immer die Tischdecke glatt.“ Das bedeute: „Sie wischen etwas weg. Was? Das Thema, über das gesprochen wird, interessiert mich nicht.“ Wer die Tischdecke falte oder reinige wolle Ordnung, Klarheit. An die Nase fassen bedeute beispielsweise Verlegenheit.

Mit Heidi, Peter und Marli aus dem Publikum ging´s in ein Flugzeug. Hier spürte Pflicht der Frage nach: Wer wird die Armlehne in Anspruch nehmen? Der Mann! Denn: „Frauen sind defensiv, Männer offensiv.“ Mit praxisbezogenen Übungen probte sie sodann mit ihrer Zuhörerschaft den festen Stand, die persönliche Ausstrahlung, was für jede Menge Heiterkeit sorgte. „Einatmen – ausatmen – Energie – gleich pure Lebensfreude. Und: „Jeder hat eine individuelle Gestik, die dazu da ist, das Gesagte zu unterstützen. Per „Rosenhaltung“ bei den Frauen sowie mittels einer „deutschen Eiche“ bei den Männern sorgte sie für mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Der Wirkungsaspekt, so die Referentin, sei in drei Bereiche eingeteilt: Sprache (sieben Prozent), Körpersprache (55 Prozent) und Stimme (38 Prozent). Zusammen seien das 100 Prozent in der Wirkung auf Menschen. Weiter spürte sie den Begriffen Sympathie, Antipathie, Empathie nach. Mit Katrin aus dem Publikum verdeutlichte sie per Körpersprache, wann man sich sympathisch, wann unsympathisch ist.

Am Schluss ging Ingeborg Pflicht auf die vier Temperamente ein. Zu denen zählen der Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker. „Sensibilität, Wahrnehmung mit allen fünf Sinnen entwickeln“, so ihr Tipp. „Denn Körpersprache ist sehr sensibel“, bekräftigte die Referentin, deren Ziel es war, zu erkennen, dass der Körper der Spiegel unserer Seele ist.

Mehr zum Thema:

125 Jahre MTV „Jahn“ Barnstorf

125 Jahre MTV „Jahn“ Barnstorf

Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde

Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde

Unwetter in Eystrup

Unwetter in Eystrup

Kreisschützenfest in Hülsen

Kreisschützenfest in Hülsen

Meistgelesene Artikel

Große Namen der Szene auf der Reload-Bühne

Große Namen der Szene auf der Reload-Bühne

Schon so manche Ehe ist hier entstanden

Schon so manche Ehe ist hier entstanden

„Die Nachfrage ist einfach da“

„Die Nachfrage ist einfach da“

Es wird hart und heiß

Es wird hart und heiß

Kommentare