Tausende Besucher auf Hof Kortenbruck

Gestern greift ein Rad in das andere

Die Riege der Trecker dokumentierte eindrucksvoll die Entwicklung auf diesem Gebiet in den zurückliegenden 60 Jahren. - Fotos: Benker

Brockum - Auf dem Hof Kortenbruck griff gestern anlässlich des „Tages des offenen Hofes“ ein Rad ins andere. Nachbarn, Verwandte, Freunde, Bekannte sowie Vertreter der örtlichen Vereine unterstützten die Familie bei diesem Event. Das war auch vonnöten, denn es zog tausende Besucher bei optimalem Wetter auf den Betrieb. Sie konnten nicht nur in die modernen Stallungen schauen – aus Sicherheits- und Hygienegründen durch Glaswände abgeschottet – sie wurden über die Landwirtschaft heute informiert und konnten an zahlreichen Ständen kulinarische Köstlichkeiten genießen.

Beobachtet von ihren Eltern genossen die Kinder die geführten Ausritte ihrer Sprösslinge auf Ponys und Pferden.

„Bis vor drei, vier Tagen habe ich mich noch gefragt, warum wir uns das antun. Aber als die ersten Aussteller kamen und ihre Stände aufbauten und alles reibungslos klappte, kam bei mir wieder Vorfreude auf“, gestand Hofbesitzer Ulrich Kortenbruck sichtlich zufrieden im Gespräch mit unserer Zeitung mit Blick auf die Besuchermassen, die schon gegen Mittag das Gelände bevölkerten. Einen Dank sprach er in diesem Zusammenhang Birte Brackmann vom Landvolk Kreisverband Grafschaft Diepholz aus, die vieles organisiert und in die Wege geleitet habe und der Familie eine sehr große Hilfe gewesen sei bei der Herstellung von Kontakten.

Probieren war erlaubt, kaufen auch: Im Bild ein Stand mit Honigprodukten von einem Imker aus der Region.

Die rasche Entwicklung in der Landwirtschaft in den zurückliegenden 60 Jahren war besonders gut an der Riege der Traktoren abzulesen, die in der Zeit ihren Dienst auf dem Hof Kortenbruck versehen hatten. Da stand ein alter Hanomag aus dem Jahre 1956 einem hochmodernen „Ungetüm“ von John Deere gegenüber. „Als wir den Hanomag bekommen haben, war ich noch nicht geboren.“ Ulrich Kortenbruck glaubt aber zu wissen, dass das jetzige alte Schätzchen seinerzeit etwa 7.000 D-Mark gekostet hat. Der heutige moderne PS-Protz (170 Pferdestärken) beläuft sich auf 130. 000 Euro. Dazwischen reihen sich weitere Marken wie Schlüter, Renault und John Deere ein – mit stets steigender PS-Zahl.

Die Besucher bekamen aber nicht nur einen Einblick in die Haltung der Zuchtsauen in den verschiedenen Trächtigkeitsstadien bis hin zur Abferkelbucht, sondern wurden auch informiert über Fütterung, Absetzen der Ferkel und die Aufzucht im Maststall. Dazu wurden sie per Planwagen zu den ausgelagerten Mastställen kutschiert.

Der Landwirtschaft vorgeschaltete und nachgelagerte Wirtschaftszweige wie Landmaschinenhändler, Stallbauer, Landhandel oder Direktvermarkter waren ebenfalls vertreten. Dazu gesellte sich ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein.

„Die Resonanz war sehr gut, sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern, die sich sehr interessiert zeigten und viel nachfragten“, resümierte am Abend ein hörbar zufriedener Ulrich Kortenbruck. „Wir hatten eine gute Mannschaft, wir allein hätten das nicht schaffen können“, ging sein Dank an alle Helfer. 

hwb

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