Winzige Mützchen und Decken für Neugeborene

DRK-Handarbeitskreis: „In den ersten Wochen kann es nicht warm genug sein“

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Die Frauen des DRK-Handarbeitskreises Lemförde mit Ehrenvorsitzender Giesela Münkel (l.) hatten auf Bitte der Hebamme Parwaneh Motamed (4.v.l.) kleine Mützchen und warme Decken gefertigt, die sie jetzt der Dielingerin überreichten. 

Lemförde - In den zurückliegenden Wochen und Monaten klapperten die Stricknadeln etwas schneller oder waren die Häkelnadeln vermehrt im DRK- Handarbeitskreis in Lemförde im Einsatz. Denn die rund zehn Frauen, die sich jeden zweiten Dienstag im Monat im katholischen Gemeindehaus in Lemförde treffen, starteten ein besonderes Projekt: winzig kleine Mützchen und kuschelige warme Decken für Neugeborene entstanden unter ihren kreativen Händen.

All diese farbenfrohen Handarbeiten überreichte der Kreis jetzt der Hebamme Parwaneh Motamed, die viele Flüchtlingsfrauen betreut.

„In den ersten Wochen kann es nicht warm genug sein. Denn so richtig warme Babydecken können wir in den Kleiderkammern – die sind die erste Anlaufstelle von Flüchtlingen – nicht bekommen. Da ist eine Wolldecke sehr wertvoll“, weiß Parwaneh Motamed, die als freiberufliche Hebamme in Stemwede und in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ tätig ist. „Die Frauen, die geflohen sind, bringen sehr viel kleinere Kinder zur Welt, weil sie klein gehungert wurden“, berichtet Motamed, deren Mutter Hessin ist, der Vater ist Iraner.

Bevor der DRK-Handarbeitskreis in die Sommerpause ging, stattete die Hebamme den Frauen einen Besuch ab, um darzulegen, was dringend gebraucht werde. „Sehr kleine Mützchen, Strümpfchen, aber auch Decken, in die man das Baby einwickeln kann“, zählt DRK-Ehrenvorsitzende Giesela Münkel auf, die die Gruppe 1998 ins Leben rief und bis heute leitet. „Nachdem Frau Motamed uns ihre Wünsche vorgetragen hat, haben dann die Damen danach gearbeitet“, erläutert die Ehrenvorsitzende.

Als man einen Gutschein von einer Firma bekommen hatte, lösten Margret Preen und Giesela Münkel diesen ein, um Wolle zu besorgen. Aber auch der DRK-Ortsverein „Altes Amt Lemförde“ sowie einige Frauen aus dem Handarbeitskreis steuerten noch etwas bei, damit genügend „Material“ zum Arbeiten vorhanden war. „Wir haben das schon einmal gemacht“, weist Giesela Münkel auf eine ähnliche Aktion hin. Seinerzeit sei durch Kanzlerin Angela Merkel ein Aufruf erfolgt. Und so fertigte der DRK-Handarbeitskreis 250 Mützen, die dann die Bundeswehr mit nach Afghanistan nahm.

Parwaneh Motamed war jedenfalls hellauf begeistert von den Teilen der Erstlings-Babyausstattung, die die Frauen mit viel Liebe und in etlichen Stunden im Handarbeitskreis, aber auch Zuhause gefertigt hatten. Wer ebenfalls Freude am Handarbeiten hat, kann gerne am jeweils zweiten Dienstag im Monat um 15 Uhr ins katholische Gemeindehaus nach Lemförde kommen. 

 cb

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