Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 übt verschiedene Szenarien in Marl

70 Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Auto gegen Pflug: In der Realität kann die Feuerwehr auf einen solchen Einsatz sicher verzichten – geübt werden muss eine solche Gefahrenlage trotzdem. Im Fall des Falles soll jeder Handgriff sitzen. - Foto: Hofmeister

Marl - Ein Schwerer Verkehrsunfall mit drei verletzen Personen, ein Gabelstapler, der einen Tank mit einem Gefahrstoff beschädigte, sowie ein sich plötzlich entwickelnder Gebäudebrand waren die Szenarien, die, auf dem Gelände der „Polyplast“ in Marl, am Dienstag von 70 Einsatzkräften der Feuerwehr abzuarbeiten waren.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 besteht aus vier Fachzügen von denen der Dritte Zug (Technische Hilfeleistung) sowie der Vierte Zug (Gefahrstoffeinsätze) mit 70 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen eine Großschadenlage bewältigen mussten. Gegen 19 Uhr erreichten die die Feuerwehrfrauen und -männer das Firmengelände und fanden zunächst zwei Einsatzstellen vor. Ein Auto war unter einen, am Trecker angehängten Pflug, gerast. Fahrer und Beifahrer wurden ebenso schwer verletzt wie der Fahrer des Treckers, der in seiner Kabine eingeklemmt war.

Neben der aufwendigen technischen Rettung wurde eine Rettungsbühne eingesetzt. Um den Treckerfahrer aus einer Höhe von etwa zwei Metern aus der Kabine zu befreien, kümmerten sich die Einsatzkräfte zusätzlich auch um auslaufenden Kraftstoff sowie die Bereitstellung von Löschmitteln.

Etwa 50 Meter weiter entfernt hat ein Gabelstaplerfahrer einen Tank mit einer wassergefährdenden, sowie einen zweiten, mit einer leicht entzündlichen Chemikalie, beschädigt. In einer direkt angrenzenden Halle wurden mehrere Personen als vermisst gemeldet. Hier kamen mehrere Trupps mit speziellen Schutzanzügen und schwerem Atemschutz zur Personensuche, sowie parallel zum Abdichten der Container (IBC‘s) zum Einsatz. Um eine Gefahr für die umliegenden Anwohner auszuschließen, ließ die Einsatzleitung die Messstaffel Süd regelmäßig die Schadstoffkonzentration der Umgebungsluft prüfen. Die an der Einsatzstelle austretende Schadstoffwolke wurde mit Löschwasser niedergeschlagen.

Nachdem die beiden Einsatzlagen erfolgreich absolviert wurden, ereignete sich in einem abgelegenen Hallenteil noch ein Brand, hier galt es, neben der Brandbekämpfung, auch noch drei vermisste Personen unter schwerem Atemschutz zu suchen und aus dem Gefahrenbereich zu retten.

Nach rund zwei Stunden konnten Bereitschaftsführer Rolf Gatzemeier sowie die Beteiligten ein durchweg positives Resümee ziehen. Die gesetzten Übungsziele, wie die schnelle und schonende Menschenrettung, die Kommunikation der einzelnen Einsatzabschnitte, die rasche Eindämmung des Gefahrstoffaustritts, wurden uneingeschränkt erreicht und zeigten den hohen Ausbildungsstand. Ausgebarbeitet wurde die Übung von den Fachzügen 1 und 2, die für Löschwasserförderung und den Transport von Löschwasser verantwortlich sind.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft setzt sich unter anderem aus der Ortsfeuerwehren Lembruch, Rehden, Diepholz, Sulingen, Wagenfeld sowie Feuerwehren aus den Samtgemeinden Barnstorf und Kirchdorf zusammen. Dank galt nach der Übung auch der Firma „Poly Plast“, die das Übungsgelände und einen helfenden Mitarbeiter zur Verfügung stellte. J ah

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