Quernheimer Rat konstituiert sich /

Diethelm Schmidt neuer Bürgermeister

Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe (2.v.l. sitzend) mit dem Quernheimer Rat (sitzend v.l.):Andrea Weidemann, Diethelm Schmidt, Birgit Wilbers-Groß; dahinter (v.l.) Nils Hoffschneider, Sven Windhorst und Stefan Meyer. - Foto:Benker

Quernheim - Diethelm Schmidt ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Quernheim. Er wurde am Donnerstagabend in der konstituierenden Sitzung des Rates in der Lichtburg zum Nachfolger von Wilhelm Buck gewählt. Buck hatte bei der zurückliegenden Kommunalwahl im September nicht wieder kandidiert.

Erste stellvertretende Bürgermeisterin ist Andrea Weidemann, zweite stellvertretende Bürgermeisterin ist Birgit Wilbers-Groß. Die drei Genannten sind ehrenamtlich tätig und übernehmen repräsentative Aufgaben. Verwaltungsangelegenheiten werden von Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe und dessen allgemeinem Stellvertreter Gerd-Dieter Bühning wahrgenommen. Es gibt keinen Verwaltungsausschuss, dessen Aufgaben übernimmt der Rat. Zusätzliche Ausschüsse wurden ebenfalls nicht gebildet.

Dem Rat gehören normalerweise sieben Mitglieder an, die eine Wählergemeinschaft bilden. Es sind neben den drei Genannten noch Nils Hoffschneider, Stefan Meyer und Sven Windhorst. Ein Platz blieb allerdings leer. „Ein Ratsmitglied hat mit Schreiben vom 4. November der Verwaltung mitgeteilt, dass es sein Mandat nicht antritt“, begründete Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe das Fehlen. In der Kürze der Zeit sei es nicht mehr möglich gewesen, den Nachrücker einzuführen. Dies werde Volker Abendroth sein, der eigentlich in der Sitzung hatte verabschiedet werden sollen. Sein Mandat nicht angenommen hat Diethard Potratz.

Zu Beginn hatte Wilhelm Buck noch die Sitzung eröffnet und die Ratsmitglieder per Handschlag verpflichtet und die Pflichtenbelehrung vorgenommen. Danach übernahm Diethelm Schmidt als Altersvorsitzender.

Die Aufgabe „Breitbandversorgung“ übertrug das Gremium einstimmig an die Samtgemeinde.

„Ich danke für das Vertrauen und hoffe, dass wir die Wünsche der Bürger umsetzen können und ich möchte, dass wir alle gemeinsam die Zügel in die Hand nehmen“, wünschte sich der neue Bürgermeister. Einen Dank richtete Schmidt auch an seinen Vorgänger Wilhelm Buck, der sich „stets zum Wohle der Gemeinde eingesetzt hat“. Buck war von 1991 bis 1996 Quernheimer Bürgermeister und anschließend bis 2016 stellvertretender Bürgermeister.

„Herr Buck war mehr als die Hälfte seines Lebens Ratsmitglied in Quernheim“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe die Verdienste des Ausgeschiedenen. Erstmals gewählt worden sei er im Jahre 1981. In der Zeit, in der er Wilhelm Buck kennengelernt habe, habe er von diesem den Eindruck gewonnen, „dass ihm die Ratsarbeit viel Freude gemacht und er viele Stunden eingebracht hat“. „Und ich habe sein immer offenes Wort zu schätzen gewusst“, betonte Scheibe und überreichte eine Urkunde und einen Essensgutschein.

Er habe sich schon immer für ehrenamtliche Arbeit interessiert, gab Buck selbst einen kurzen Einblick in seinen Werdegang. „Mein Ziehvater war eigentlich Richard Ey“, sagte Buck und erinnerte anschließend an die Zeit mit seinem Weggefährten Friedhelm Winkelmann.

„Die bewegendste Zeit waren die letzten fünf Jahre“, meinte er mit Blick auf die 825-Jahr-Feier der Gemeinde, den Tod von Friedhelm Winkelmann und die kurze Amtszeit von Bürgermeister Matthias Wrampelmeier. „Ich danke aber insbesondere meiner Frau, die mir stets den Rücken freigehalten hat“, verdeutlichte Buck und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich bereue keinen Tag.“

In der Einwohnerfragestunde verwies ein Bürger auf den seiner Meinung nach zum Teil sehr schlechten Zustand der Wegeseitenstreifen. „Es fahren wohl nicht sehr viele Ratsmitglieder Fahrrad, um das zu sehen?“, fragte er in die Runde. Angeregt wurden auch Geschwindigkeitskontrollen auf den Straßen „Schwatte Damm“ und „Pappelweg“. Darum werde sich die Verwaltung kümmern, sicherte Rüdiger Scheibe zu. Auf Anregung eines Zuhörers versprach Bürgermeister Schmidt, auch das Thema „Innenbereichssatzung“ im Rat wieder aufzunehmen. Er wünsche sich vom neuen Gemeinderat, dass dieser dazu beitrage, wieder mehr Gemeinsamkeit in Quernheim zu schaffen, meinte ein weiterer Einwohner und erhielt dafür Beifall von anderen Zuhörern. J hwb

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