Lemförde: Reise-Expertin zieht Sommerferien-Bilanz

„Das Buchungsverhalten hat sich stark verändert“

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Anemone Spreen von der „Volksbank Urlaubswelt“ aus Lemförde hat im Auftrag ihrer Kunden in diesem Jahr vor allem spanische Hotels gebucht. Auch die Zahl der Griechenland-Urlauber hat wieder zugenommen. - Foto: Jendrusch

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Die Sommerferien sind vorbei. Schule, Studium und Beruf bestimmen bei den meisten Leuten in der Region wieder den Alltag. Welche Urlaubsziele in diesem Jahr besonders angesagt waren und sind, hat uns Anemone Spreen von der „Volksbank Urlaubswelt“ aus Lemförde verraten.

„Spanien läuft immer“, sagt die Reise-Expertin. „In diesem Jahr allerdings besonders gut.“ Die klassischen Ziele wie die Balearen und die Kanaren seien mehr als gut gebucht und auch die Küsten des Festlands ziehen die Massen in diesem Jahr verstärkt an. Dort stehe Andalusien besonders im Fokus.

„Das Buchungsverhalten der Reisenden hat sich stark verändert“, erklärt Spreen. Grund sei die schwierige politische Situation in einigen Staaten, die sich noch vor wenigen Jahren großer Beliebtheit erfreut hatten. Hinzu komme noch die Gefahr durch Terroranschläge. „Buchungen nach Tunesien und Ägypten gehen gegen Null“, sagt die Expertin.

„Die Türkei läuft nur sehr verhalten.“ Nach dem Putschversuch glaubt Spreen nicht, dass die Touristen so schnell das Land wiederentdecken. „Die Buchungen, die wir haben, sind schon vor Monaten getätigt worden. Meist sind es Stammgäste.“ Gerade für Familienurlaube sei die Türkei jedoch optimal. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Hotelanlagen, die speziell auf Familien ausgerichtet sind, finden sie nirgendwo in Europa.“

Kürzer, dafür öfter

Im Trend sind laut Spreen auch Kreuzfahrten und Städtereisen. Zudem gehe die Tendenz zu häufigeren, aber kürzeren Urlauben. Auch der Inlandstourismus laufe gut. Nordsee, Ostsee und auch die Berge – die klassischen Ziele in Deutschland – werden zahlreich bereist.

Anfragen zu Reisen zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro habe es in der „Volksbank Urlaubswelt“ noch nicht gegeben. „Sportliche Großereignisse an sich ziehen die Leute jedoch an“, verdeutlicht Spreen. „Zu Fußball-Weltmeisterschaften und -Europameisterschaften gibt es auch bei uns Interesse.“ Auch zu den Olympischen Spielen in London 2012 habe es Buchungen gegeben. „Dieses Ziel war natürlich etwas anderes im Vergleich zu Rio de Janeiro, allein schon wegen der Entfernung und der Sprache“, klärt die Reise-Expertin auf.

Der heimliche Gewinner des Sommers 2016 ist laut Anemone Spreen jedoch ein Land, was deutsche Touristen in den vergangenen Jahren eher zurückhaltend besucht haben. „Griechenland ist zurück auf der touristischen Landkarte.“

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