Hof Ivre Mort aus Marl lädt zum „Tag des offenen Trainings“

Ausbildung und Therapie stehen im Fokus

Claudia Block (r.) mit Friesenhengst „Samweis“ und Tochter Sophia-Marie mit dem Hannoveraner „Humphrey“. Der Hof Ivre Mort lädt Interessierte zum „Tag des offenen Trainings“ ein. Erster Termin ist am Sonntag. J Foto: Bechtel

Marl - „Der ‚Tag des offenen Trainings‘ soll interessierten Reitern und Pferdebesitzern die Gelegenheit geben, uns bei der Arbeit zuzuschauen“, erklärt Claudia Block, die den Hof Ivre Mort in Marl-Haßlinge betreibt und dabei von ihren Töchtern Anna-Katharina und Sophia-Marie tatkräftig unterstützt wird.

„In den letzten Jahren hat sich die Arbeit auf dem Hof Ivre Mort umfassend weiterentwickelt“, veranschaulicht Claudia Block, die eine Ausbildung zur Amateurreitlehrerin FN absolviert hat und seit fast 30 Jahren Pferde und Reiter unterrichtet. So steht neben dem Reitunterricht für verschiedene Reitweisen stets die Ausbildung von Jungpferden sowie die Ausbildung und Therapie von schwierigen und traumatisierten Pferden im Fokus.

Sophia-Marie trainiert Edelbluthaflinger „Cookie“. - Foto: Bechtel

„Wir haben erst vor einiger Zeit zwei Pferde bekommen, die schwer traumatisiert waren. Der eine hat das umgesetzt in hochgradige Aggression. Da musste man schon aufpassen, dass er uns nicht anfällt. Aber durch unsere Arbeit erreicht man die Tiere nochmal; inzwischen ist er bei uns ‚gestrandet‘ und bleibt auch hier“, erzählt Claudia Block, die die Schwerpunkte ihrer Arbeit so darstellt: „Körperarbeit am Pferd für das eigene Körpergefühl, vertrauensbildende Arbeit, wie beispielsweise durch Freiheitsdressur, wo das Pferd sich auf die Person bezieht. Und die Arbeit unter dem Sattel, die letzten Endes die Muskulatur ausbildet und das Pferd zu einem Freizeitpartner macht.“ Alles in allem bedinge das ein faires und gewaltfreies Training für Sport- und Turnierpferde ebenso, wie für ein gut gerittenes Freizeitpferd. Vom Pony bis zum Warmblüter, Friesen, zwei Spanier, ein Edelbluthaflinger: „Wir haben eine ganz bunte Mischung – hier hat jeder Platz“, betont die Fachfrau lächelnd.

Der „Tag des offenen Trainings“ soll zukünftig regelmäßig stattfinden, meist zweimal im Monat. „Dann zeigen wir unsere Ausbildungsarbeit für Pferd und Reiter. Es kann zum Beispiel während des Reitunterrichts zugeschaut werden oder bei der Arbeit eines unserer Pferde unter dem Sattel. Ebenso zeigen wir Boden- und Freiarbeit“, listet Claudia Block auf, deren Ziel es ist: „Jeden Reiter individuell und optimal zu fördern und jedem Pferd eine Chance im Leben zu verschaffen.“

Die nächsten „Tage des offenen Trainings“ sind für Sonntag, 14. August, von 15 bis etwa 17 Uhr, sowie Sonntag, 28. August, von 10 bis 17 Uhr geplant. Am 14. August bestehe auch die Möglichkeit, zehn bis fünfzehn Minuten eine Sitzschulung zur Probe auf einem der Pferde zu machen, signalisiert die Trainerin. Weitere Informationen werden auch im Internet erteilt. „Dort werden auch Arbeitsabläufe beziehungsweise einzelne Geschichten der Pferde veröffentlicht, aber auch die nächsten Termine für das offene Training“, stellt Claudia Block abschließend heraus. 

cb

www.hof-ivre-mort.de

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