„Altes Amt Lemförde“: Samtgemeinderatsmitglieder verabschiedet

„Sie machen Politik für die Bürger vor Ort“

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Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe (4.v.l.) verabschiedete (v.l.) Wilhelm Buck, Ludwig Wiegmann, Karsten Dittmer, Hermann Dannhus, Hans-Jörg Hefke, Imke Tuma, Hildegard Grönemeyer, Jutta Lohaus-Möhlfeld und Günter Dittgen. 

Lemförde - Von Marcel Jendrusch. Wir schreiben das Jahr 1976: Der Bundeskanzler heißt Helmut Schmidt, der deutsche Fußballmeister kommt aus Mönchengladbach und Ludwig Wiegmann aus Marl zieht zum ersten Mal in den Rat der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ ein. Am Dienstagabend ging seine lange politische Laufbahn zu Ende.

„40 Jahre in der Politik – das ist länger, als so mancher im Berufsleben steht“, stellte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe im Rahmen der Samtgemeinderatssitzung im Lemförder Amtshof fest. „Ich möchte ihnen für ihr Engagement in den vergangenen Jahrzehnten danken.“

Wiegmann war seit 1981 zudem Mitglied des Samtgemeindeausschusses. Von 1991 bis 1995 hatte er den Posten des Zweiten stellvertretenden Samtgemeindebürgermeisters inne. Von 1995 bis 2001 bekleidete er das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. In den Jahren 2001 bis 2011 war er Erster stellvertretender Samtgemeindebürgermeister. Das liberale Urgestein saß darüber hinaus 20 Jahre im Kreistag und war von 2003 bis 2006 Stellvertretender Landrat. Der Gemeinde Marl stand er zudem mehr als 20 Jahre als Bürgermeister vor.

Ludwig Wiegmann dankte in einer kurzen Rede seinen Samtgemeinderatskollege und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Er lobte auch das gute fraktionsübergreifende Miteinander – trotz oftmals unterschiedlicher politischer Meinungen. „Ich bin damals angetreten, um verschiedene Dinge voranzutreiben“, erklärte der FDP-Politiker. Er drückte seine Freunde über die positiven Veränderungen in der Lemförder Schullandschaft sowie über die gelungene Ortskernsanierung aus. Mit dem entstehenden Verwaltungsanbau an der Amtshof komme das Rathaus auch endlich dorthin wo es hingehöre.

Als abschließende politische Botschaft gab er den verbleibenden Samtgemeinderatsmitgliedern auf den Weg, den Tourismus im „Alten Amt“ voranzutreiben. Dort sei noch „viel Luft nach oben“.

Zusammen mit Ludwig Wiegmann wurden weitere Samtgemeinderatsmitglieder verabschiedet: Hermann Dannhus gehörte dem Gremium seit 1985 an. Auch er saß im Samtgemeindeausschuss und war Kreisvorsitzender des Städte- und Gemeindebundes.

Wilhelm Buck gehörte dem Samtgemeinderat von 1993 bis 2001 und dann wieder seit 2006 an. In den vergangenen fünf Jahren leitete er die Sitzungen des Gremiums als Ratsvorsitzender. 

Hildegard Grönemeyer gehörte dem Samtgemeinderat seit 1996 an.

Hans-Jörg Hefke brachte sich von 2001 bis 2006 und dann seit 2011 aktiv in die Politik der Samtgemeinde ein.

Karsten Dittmer, Jutta Lohaus-Möhlfeld und Imke Tuma wurden 2011 in den Rat gewählt. Sebastian Lüsse und Günter Dittgen waren seit 2013 beziehungsweise 2014 im Gremium vertreten.

Alle ausscheidenden Ratsmitglieder wurden von Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe mit einer Urkunde sowie einem Ansteck-Pin, den das Wappen der Samtgemeinde ziert, geehrt. Die Damen freuten sich zudem über jeweils ein Blumengeschenk.

Scheibe bedankte sich beim kompletten Rat für die in den vergangenen fünf Jahren geleistete Arbeit. „Sie machen Politik für die Bürger vor Ort. Sie entscheiden Dinge, die den Alltag der Menschen bestimmten.“ Der Samtgemeindebürgermeister widersprach der bei vielen Menschen vorherrschenden Meinung, „dass alles nur noch in Berlin oder Brüssel entschieden wird“. Dies sei bei einigen Dingen natürlich der Fall, es werde jedoch ein großer Teil immer noch vor Ort entschieden. Rüdiger Scheibe nannte die Bücherei, das Schwimmbad, Krippen und Turnhallen als Beispiele.

„Sie alle haben ihre Energie nachhaltig eingebracht und die Entwicklung der Samtgemeinde entscheidend mitgeprägt. Dabei haben sie Privates sicher auch öfters vernachlässigt“, sagte Scheibe weiter. „Ich möchte sie wissen lassen, dass sie alle ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die Samtgemeinde ,Altes Amt Lemförde‘ ein lebens- und liebenswerter Ort ist.“

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