Samtgemeinderat verabschiedet Quintett

„Zum Wohl der Bürger gearbeitet“

Verabschiedung (v.l.): Ratsvorsitzender Axel Knörig, Heinrich Gödeker, Wilhelm Schwier, Rolf Lohmann, Frank Scharninghausen, Heinz Albers und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher.

Kirchdorf - Der neue Rat der Samtgemeinde Kirchdorf umfasst statt, wie vorher 22 Mitglieder, jetzt nur noch 20 Mandatsträger. Verabschiedet wurden in der jüngsten Sitzung gleich fünf Ratsherren, die nicht mehr kandidiert oder aufgrund des Wahlergebnisses kein Mandat errungen hatten.

Heinrich Gödeker aus Varrel (CDU) rückte im April 2003 für Walter Link nach in den Samtgemeinderat Kirchdorf. Klare Kante, deutliche Worte, auch über die Fraktionsgrenzen hinweg habe Gödeker insbesondere für seinen Berufsstand des Landwirts gefunden, sei aktiv gewesen im Bau- und Wegeausschuss sowie im Auschuss für Jugend und Soziales, dankte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher für Gödekers Einsatz. Insbesondere bei der unpopulären Schulreform in der Samtgemeinde habe Gödeker keine Kirchturmpolitik betrieben. „Dafür habe ich wohl am Wahlabend die Quittung bekommen“, mutmaßte der Varrelers. Die Entscheidung für die Schließung der Grundschule in Varrel sei ihm schwer gefallen, er stehe aber zu diesem Votum. Deutliche Kritik äußerte Landwirt Gödeker am Populismus, mit dem über das Thema Landwirtschaft berichtet werde.

Rolf Lohmann (WGS) aus Kirchdorf scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus, war von 1996 bis 2016 Ratsherr im Samtgemeinderat. Der geschulte Blick des Bauunternehmers auf die Liegenschaften der Kommune habe zu dessen werthaltigem Bestand heute geführt, dankte Kammacher für das Engagement Lohmanns. „Du hast vieles mit auf den Weg gebracht.“ Lohmann war sichtlich bewegt ob der Laudatio, dankte seinerseits für die Zusammenarbeit – es habe immer Spaß gemacht. Der Rat habe sich in den 20 Jahren verändert: „Macht so weiter, arbeitet weiter ordentlich zusammen und miteinander, fasst weise Beschlüsse“, rief Lohmann dem neuen Gremium zu.

Mitarbeiter gelobt

Frank Scharninghausen (FDP) aus Bahrenborstel scheidet nach zehn Jahren im Samtgemeinderat aus. Kammacher lobte seine Mitarbeit bei der Entwicklung der Flächennutzungspläne. In der Samtgemeinde habe man stets Einzelplanungen realsiert, keine von der Stange. Die nachhaltige Entwicklung, ökologisch wie ökonmisch, sei eine Gratwanderung – dabei habe Landwirt Scharninghausen mitgeholfen. Parteikollege Friedrich Wietelmann, nun FDP-Einzelkämpfer, dankte ebenfalls. Scharninghausen wiederum dankte den Ratskollegen, aber auch der Verwaltung für die Vorbereitung der Themen: „Da gab es immer wenig einzuwenden.“

Wilhelm Schwier (CDU) aus Varrel wurde nach 15 Jahren im Samtgemeinderat verabschiedet. Schwier habe mitgewirkt, den Lebensraum so zu entwickeln, dass man nicht abgehängt werde, so Kammacher. Schwier habe dafür gesorgt, dass auch Einzelbetriebe nicht aus den Augen verloren wurden und böte Transparenz im eigenen Betrieb an. Schwier dankte für „tolle Jahre – macht weiter so“.

Man habe sich schätzen gelernt

Die Laudatio für Heinz Albers umfasste dessen Ratsmitgliedschaft von 1981 bis 2016: Ein Urgestein verlasse das Gremium. Albers habe die Veränderungen im Rathaus miterlebt, war zehn Jahre ehrenamtlicher Samtgemeindebürgermeister. Man habe sich schätzen gelernt, obwohl einst Mitbewerber bei der Wahl zum ersten hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister, erinnerte Kammacher. Größe habe Albers nach der verlorenen Wahl gezeigt und auch darin, unpopuläre Entscheidungen vor dem Bürger zu vertreten – immer das Ziel im Auge. Für die Bürger da sein, das sei sein oberstes Ziel gewesen, sagte Albers. Hätte sich die Ratsarbeit nicht beruhigt – er hätte wesentlich früher aufgehört. Er begrüße es, wie sich die Zusammenarbeit, auch von Rat und Verwaltung, entwickelt habe, erklärte Albers und wünschte „weise Beschlüsse“. 

sis

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