Stephan Schwarze soll Günther Dahm als Fachbereichsleiter nachfolgen

Neuer Kollege im Bauamt

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Die Karte zeigt den künftigen Zuständigkeitsbereich von Stephan Schwarze (M.), der ab 1. August zum Team des Fachbereichs IV im Rathaus in Kirchdorf gehört, hier mit Fachbereichsleiter Günther Dahm (r.) und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher.

Kirchdorf - Es ist die Schnittstelle zwischen Wünschen und Realität: Das Bauamt einer Kommune. Hier die Bauherren, die private oder geschäftliche Projekte verwirklichen möchten. Dort die Bestimmungen, die es einzuhalten gilt. Die Mitarbeiter des Bauamtes sind wichtige Vermittler, nicht selten Weichensteller. Mit Günther Dahm wird in wenigen Jahren der Leiter des Fachbereichs IV Bauen und Entwicklung in der Samtgemeinde Kirchdorf in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger: Stephan Schwarze.

Man wollte keine Vakanz auf dieser wichtigen Position und stellte mit der Ausschreibung des Postens frühzeitig Weichen. Aktuelle wichtige Projekte solle Schwarze bereits begleiten, um einen profunden Einblick in die Strukturen in der Samtgemeinde Kirchdorf zu bekommen. Der 38-Jährige wohnt mit Frau und einjähriger Tochter Merle im benachbarten Ströhen. „Herr Schwarze passt 1:1 auf unser Anforderungsprofil“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Der Rat habe die Personalie einstimmig beschlossen. Schwarze wird am 1. August statt nach Diepholz ins Rathaus nach Kirchdorf zum Dienst fahren.

„Nach 20 Jahren bei der Stadt Diepholz ist das schon eine Zäsur“, sagt Schwarze. In Diepholz hat er 1996 seine Ausbildung begonnen, kehrte nach dem Zivildienst am Krankenhaus Diepholz und einem dualen Studium an der Kommunalen Hochschule für Verwaltung und dem Abschluss am Diplom Verwaltungswirt dorthin zurück – ins Bauamt. Hoch- und Tiefbau, Verfahrensvergabe, Kläranlagen, Flächennutzungspläne, Erschließungsbeitragsthematik („Die kriegt er bei uns auch...“, sagt Dahm) – Schwarze kennt die unterschiedlichen Aufgabenbereiche eines Bauamtes. Zusätzlich die als eigenständige Baubehörde, die Diepholz ebenfalls ist. Eines der Schwerpunktthemen sei die Aufnahme der Stadt in das Förderprogramm „soziale Stadt“ gewesen, die er mitbegleitet habe.

Unterschied zur bisherigen Aufgabe: die ländliche Struktur der Samtgemeinde, oder? Dahm: „Das Dorf von heute ist nicht das Dorf von damals. Es gibt einen Strukturwandel, unsere Randlage im Einfluss des Mittelzentrums Sulingen ist zu beachten.“ Kammacher erinnert an „zeitnahe Umsetzungen“ und „projektorientierte Planungen“, die die Kirchdorfer Verwaltung ihren Bürgern biete.

Grund für die Bewerbung sei gewesen, dass er das Leben auf dem Dorf möge: „Die Menschen sind anders, ich schätze den Umgang sehr“, sagt Schwarze, der in seiner Freizeit einen Resthof aufbaut. Die bevorstehende Elternzeit möchte der junge Familienvater auch nutzen, um den Außenbereich „auf Vordermann“ zu bringen. Dazu kauft er bereits in Kirchdorf ein. Sowieso bestehen Verbindungen in die Kommune: Schwarzes Mutter stamme aus Renzel, Lebensgefährtin Stephanie Jung arbeitet in Freistatt, Freunde wohnen in Barenburg, einen Teil seiner Kindheit habe er im Hakenmoor verbracht. Positiv sei ihm auf der Fahrt zum Interviewtermin aufgefallen, dass in Wehrbleck und Varrel Einzelhändler existieren, die seien wichtiger Teil der Infrastruktur. Und schon sind Stephan Schwarze und Günther Dahm mittendrin in der Diskussion über Perspektiven für den Einzelhandel, Baulückenbebauung – und den Herausforderungen, die die Arbeit im Bauamt in der Samtgemeinde Kirchdorf mit sich bringt.

„Es wird nicht langweilig“, versprechen Dahm und Kammacher dem neuen Kollegen, der das mit einem fröhlichen Lächeln zur Kenntnis nimmt.

sis

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