Spanische Familie Diez freut sich auf die neue Heimat in Wehrbleck

Neustart in Deutschland

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Christa Heitmann mit Julia, Julio Mateo, Claudia und Angie Diez (v.l.) in Wehrbleck.

Strange - „Heitmanns sind unsere deutsche Familie“, sagen Julio und Claudia Diez. Sie strahlen mit den Töchtern Angie (15) und Julia (8) um die Wette. Die aus Madrid stammende Familie ist glücklich: Nach einem Jahr der Trennung sind sie wieder vereint, und die Aufnahme im Hause Heitmann war herzlich – beste Voraussetzungen für den Neustart in Deutschland.

Julio Mateo Diez hatte im September 2014 seine Stelle bei der Heitmann Haustechnik GmbH angetreten. Er war der 100. Spanier, der als Fachkraft dieser Branche nach Deutschland vermittelt wurde. Ein Gewinn für beide Seiten: Für Volker Heitmann endete die monatelange Suche nach einem geeigneten Mitarbeiter, für Julio Mateo Diez die verzweifelte Jobsuche in seinem Heimatland. Als gut ausgebildeter und erfahrener Sanitär- und Heizungs-, Kälte- und Klimatechniker erfüllte Diez das Anforderungsprofil der Firma Heitmann optimal.

Vor dem Antritt seiner Stelle wurde er in einem zweieinhalbmonatigen Intensivkurs auf sein neues Arbeitsfeld vorbereitet: Er lernte die deutsche Sprache, vor allem aber das Fachvokabular und die in Deutschland gängigen Techniken, Werkzeuge und Materialien. „Ich komme gut klar“, stellte Julio Mateo Diez schon nach kurzer Zeit fest: „Die Kollegen sind nett, die Arbeit macht Spaß.“

Im Laufe der Zeit wurde der Wunsch nach „Familienzusammenführung“ immer größer. Eine geeignete und sogar möblierte Wohnung fand sich im Hause von Christa Heitmann. Spontan entschied die Familie, nicht erst wie ursprünglich geplant im Dezember nach Strange zu ziehen, sondern schon im Sommer: „Die Kinder sollen nach den Ferien in Deutschland eingeschult werden.“ Julia wird die Grundschule Kirchdorf besuchen, Angie das Gymnasium in Sulingen. Die Kinder sind schon jetzt auf Integrationskurs. Angie möchte am Jugendzeltlager des Schützenvereins teilnehmen, Julia spielt gern und oft mit Christa Heitmanns Enkelin Johanna (viereinhalb). „Wir wissen nicht wie, aber die beiden verstehen sich perfekt,“ erzählt Julio Mateo Diez.

Dank der Hilfe von Christa Heitmann hätten sie einen guten Start gehabt, versichert Claudia Diez. Sie freut sich auch über den Kontakt zu einem Ehepaar aus Sulingen, das wie sie aus Spanien stammt. Der erste Eindruck der 35-Jährigen: Die Luft in ihrer neuen Heimat ist gut, die Natur ist schön. Und sie freut sich über die Verkehrssicherheit, die mit den Verhältnissen in Madrid nicht zu vergleichen sei. Priorität habe für sie und die Kinder erst einmal das Erlernen der deutschen Sprache.

Ob sie etwas vermissen? Julio und Claudia Diez müssen nicht lange überlegen. Auf jeden Fall ihre Angehörigen. Und den guten spanischen Schinken. Und auch an die deutsche Lebensart müssten sie sich gewöhnen. Julio bringt seine Erfahrungen auf den Punkt: „Die Kultur ist anders. In Spanien pflegt man Kontakte im Café oder in der Bar. In Deutschland muss man in einem Verein sein, um Freunde zu haben.“

mks

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