Holzhauser bringen sich ein

Richtkranz weht am Dorfhaus

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Auf jede Ecke wird angestoßen...

Holzhausen - Es ist noch gar nicht fertig – aber die Bevölkerung hat es bereits ins Herz geschlossen und verplant. Das Haus, das im Bereich der alten Schule / Feuerwehrhaus in Holzhausen gebaut wird, soll der neue Dorftreff werden (wir berichteten). Halb geschlossen, halb offen konzipiert, muss man nicht erst einen Schlüssel organisieren, um sich mal hier unterzustellen. Jetzt bot das Haus erstmals Obdach, für gut 100 Personen, die zum Richtfest gekommen waren.

Der von den Nachbarn gebundene Richtkranz wurde von mehreren Gruppen, aus den Ortsteilen Holzhausens, einmal um das Haus getragen. An jeder Ecke wurde pausiert und ein kurzes Getränk genossen. Anschließend kletterten die Handwerker flink aufs Dach und montierten den Richtkranz, wie es ihnen die Vorsitzende des Heimatvereins Holzhausen, Annemarie Sünkenberg, mit dem Lot in der Hand vorgab.

Annemarie Sünkenberg lotet den Richtkranz ein.

Doch nicht nur zur fröhlichen Feier kommen die Holzhauser auf die Baustelle. „Bauleiter“ Rolf Scharninghausen führt eine Liste und teilt die freiwilligen Helfer passgenau ein. Seit dem Baubeginn am 1. August hat Scharninghausen gut 740 Stunden ehrenamtlichen Einsatzes notiert, geleistet an bisher zwölf Samstagen – am kommenden Samstag geht es weiter. Wer mithelfen möchte, wendet sich an Scharninghausen. Maurer- und Betonarbeiten wurden in Eigenleistung erbracht, besonders beliebt seien aber die ersten Malerarbeiten gewesen: 80 Liter Farbe haben die Bretter der Holzverkleidung aufgesogen. Die Gewerke Zimmerei und Dachdecker habe man vergeben, „aktuell laufen die Ausschreibungen für Fenster, Elektro und Heizung-Sanitär“, erklärt Annemarie Sünkenberg. Nicht eingerechnet in die Stundenliste wurde die Arbeit der „Caterer“: Frühstück, Mittagessen, manches Mal auch Kaffee und Kuchen wurden zur Baustelle gebracht.

Die Finanzierung des Dorftreffs wird aufgeteilt: Die Gemeinde gab einen Zuschuss, der Verein bringt Eigenleistung und Vereinsvermögen ein – und es gibt Mittel aus der Dorferneuerung. Laut Richtlinien der Dorferneuerung sind gewisse Vorgaben bei der Gestaltung zu berücksichtigen und müssen Arbeiten öffentlich ausgeschrieben werden. „Auf keinen Fall sollen hier Privatfeiern stattfinden“, erklärt Sünkenberg, wofür das Dorfhaus nicht stehen soll.

Wohl aber soll es eingebunden werden in die örtlichen Feste, etwa Veranstaltungen der Feuerwehr oder das Oldtimertreffen. Das findet im kommenden Jahr, wie gewohnt Ende Juni, statt. Ob das Dorfhaus bis dahin fertig gestellt ist, offen.

Es wird allerdings zum ersten Mal offiziell Ziel einer Dorfveranstaltung sein, wenn die Holzhausen an Neujahr, 1. Januar, am späten Vormittag zum Neujahrsmarsch aufbrechen – und das Dorfhaus bereits als ein Ziel festgelegt ist. 

sis

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