„Nu gründt wi uns egen Bank“ denkt sich ein räuberisches Trio, doch so einfach ist das nicht

Premierenfieber in Bahrenborstel

„Nu gründt wi uns egen Bank“ heißt es in Bahrenborstel. - Foto: Kurth-Schumacher

Bahrenborstel - „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Andy Bredemeier, Vize-Chef der Theatergruppe „Lustige Lippe“. Nach fünf Monaten Vorbereitung hebt sich am Samstag erstmals der Vorhang für das Stück „Nu gründt wi uns egen Bank“.

„Premierenfiebrig“ sehen besonders Sandro Frede, Sebastian Rohlfs, Wilhelm Nietfeld und Anika Möhlenbrock der Uraufführung der turbulenten Krimi-Komödie entgegen: Sie verstärken souverän und textsicher erstmals „alten Hasen“ des Ensembles. Die Komödie von Hans Schimmel (plattdeutsche Übersetzung: Wolfgang Binder) ist maßgeschneidert für die Bahrenborsteler Laienspieler, die alle Rollen adäquat besetzen konnten.

Was ist gewinnbringender: eine Bank zu überfallen oder eine Bank zu gründen? Der Dreiakter „Nu gründt wi uns egen Bank“ sucht Antworten. Die erfolglosen Kleinganoven Kuddel Kneisel (Gerd Krome), Adsche (Sebastian Rohlfs) und Andrea Böller (Kathi Pohl) träumen vom ganz großen Coup. Kuddel hat in der „Schotter- und Kiesbank“ das passende Objekt für einen Überfall gefunden: Weder Polizei noch Wachdienst sind in Sicht.

Wie sich herausstellt, ist die Bank wegen schlechter Bilanzen inzwischen geschlossen. Dennoch stellt sich neben dem räuberischen Trio eine bunte Gesellschaft in den Räumen des ehemaligen Kreditinstituts ein: die Polizisten Bruno Brenner (Sandro Frede) und Klaus Wollmann (Andy Bredemeier), Oma Dröge (Heike Schierenberg), die verschuldete Blumenhändlerin Karin Mücke (Anika Möhlenbrock) und – auf der Suche nach einem Job – Sophie Kümmerle (Mareike Riechers). Als dann Richard von Bock (Wilhelm Nietfeld) ein millionenschweres Vermögen einzahlen will, ändern die Ganoven, die sich nach dem Überfall ursprünglich auf die Bahamas absetzen wollten, ihren Schlachtplan.

Da sie keine Ahnung vom Bankgewerbe haben, überlassen sie Goldfisch Karlchen alle wichtigen Entscheidungen. Dass auch Oma Dröge Fäden zieht, bekommt unter anderem Hanna Krause (Ilona Kruse), Chefin der Hypocom-Scherz-Bank, zu spüren ...

Eins stattlicher Tross an Helfern unterstützt das Ensemble im Hintergrund: Dazu gehören Spielleiterin Thea Husmann, „Topustersche“ Anita Supe, die Maskenbildnerinnen um Elke Wesemann sowie Rainer Wiegmann, der mit seinem Team für die Bühnenausstattung verantwortlich zeichnet. Alle zehn Vorstellungen finden auf der Hausbühne im Gasthaus Hespenheide-Wiegmann statt (Reservierungen: Tel. 0 42 73 /3 28 oder Fax 0 42 73 / 97 99 01). Die Aufführung am 12. November ist bereits ausverkauft, für alle anderen Termine sind noch Karten zu haben (Vorverkauf sieben Euro, Abendkasse acht Euro), Tische und Plätze sind nummeriert. „Wir wünschen uns, dass der Saal auch an den ersten Terminen voll wird“, sagt Andy Bredemeier. Das Ensemble hofft besonders auf viele Premierengäste. - mks

Die Spieltermine:

Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr

Sonntag, 30. Oktober, 15.30 Uhr (Kaffeetafel ab 14.30 Uhr)

Sonntag, 6. November, 15.30 Uhr (Kaffeetafel ab 14.30 Uhr)

Freitag, 11. November, 20 Uhr

Samstag, 12. November, 20 Uhr (Schnitzelbüfett ab 18 Uhr)

Sonntag, 13. November, 15.30 Uhr (Kaffeetafel ab 14.30 Uhr)

Freitag, 18. November, 20 Uhr

Samstag, 19. November, 20 Uhr

Samstag, 26. November, 15.30 Uhr (Kaffeetafel ab 14.30 Uhr)

Sonntag, 27. November, 11 Uhr (Frühstück ab 9.30 Uhr)

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