Viola Witte plant Forschungsarbeit

„Photovoice“ als Projekt

Viola Witte aus Heerde plant im Rahmen ihrer Bachelorarbeit ein besonderes Forschungsprojekt. - Foto. S. Wendt

Heerde - Viola Witte aus Heerde startet mit einem innovativen Forschungsprojekt in ihre Bachelorarbeit. Sie studiert „Soziale Arbeit“ an der Fachhochschule in Wolfenbüttel – und steckt bereits mitten in der Praxisarbeit, fokussiert sich auf eine Arbeit im sozial-psychiatrischen Bereich.

Ein Bereich, in dem eine Vielzahl an Patienten kategorisiert werden: Viola Witte fragt sich für ihr Forschungsprojekt, ob das so sein muss. Ist die einhergehende Einstufung in Kategorien wichtig? Für was? Die Medikamentation? Die Behandlung? Herausfinden möchte die junge Heerderin: Wie geht es den Patienten dabei?

Im Rahmen eines sogenannten partizipativen Forschungsprojektes möchte Viola Witte herausfinden, was „so eine Diagnose mit Patienten und ihrem Leben macht, welche Rolle diese Diagnose einnimmt oder welche Bedeutung sie hat“. Antworten finden möchte Witte mit einer besonderen Methode, „Photovoice“. Diese werde in Deutschland noch nicht sehr verbreitet genutzt, erklärt Witte. Zum Procedere: Zu einer bestimmten Fragestellung machen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fotos, die ihre Sicht dazu ausdrücken sollen. Anschließend werden diese Fotos kommentiert und diskutiert.

Zusammen mit dem Barenburger Fotografen Andy Zumaya wird Viola Witte zunächst alle Teilnehmer zu einem Foto-Workshop versammeln. Dieses erste offene Treffen bereitet Andy Zumaya vor, denn hier drehe sich dann alles um die Basics in Sachen Fotografie, damit die Teilnehmer perfekt vorbereitet werden.

Das erste Treffen ist für Donnerstag, 25. August, um 18 Uhr im Kindergarten „Zauberland“ in Sulingen geplant. Die weiteren Treffen werden danach festgelegt, Viola Witte hat dafür den Zeitraum September bis Dezember eingeplant. Und bittet um Anmeldung unter Tel. 01 76 /43 46 78 73 oder per E-Mail an vi.witte@ostfalia.de. Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Die Anonymität der Protagonisten und ihrer Krankengeschichte sei natürlich gewährleistet. Photovoice als Teil der Arbeit im sozial-pychiatrischen Bereich sieht die junge Studentin als gute Möglichkeit an, die Sicht der Betroffenen in den Fokus zu rücken. Dinge in Bildern auszudrücken, die man vielleicht nicht in Worte fassen könne, so Witte.

Die junge Studentin hat bereits Erfahrungen in der Thematik gesammt, unter anderem in ihrem Anerkennungsjahr im Rahmen des Studiums und während eines Vertiefungspraktikums, das sie im sozial-psychiatrischen Dienst des Landkreises Nienburg absolviert hat. 

sis

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