Gerd Langwald spielt im Kirchdorfer Kirchgarten

Musik bis zum Donnergrollen

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Das Trio Gerd Langwald, Pete Haywood und Siggi Lohmeier mit Kostas Sarkkos. 

Kirchdorf - Von Gerhard Kropf. „Gerd“ war die tolle Musiknacht im Garten der Kirchdorfer Nikolaikirche zu verdanken. Das Hoch „Gerd“ sorgte für mildes Sommernachtswetter, und der Musiker Gerd (Langwald) mit seinen Freunden Pete Haywood und Siggi Lohmeier für Musik zum Wohlfühlen, zum Genießen, zum Mitsingen und auch zum Schunkeln.

Aber auch den vielen Helfern dankte Dr. Herbert Huth, Vorsitzender des Kunst- und Kulturforums Kirchdorf, zu Beginn herzlich, denn sie hatten nicht nur ausreichend Tische und Bänke für die rund 270 Zuhörer aufgestellt, sie hielten auch Nahrhaftes in Form von Getränken, Gegrilltem und Salaten bereit.

Mit dem textlich leicht veränderten Dirk-Busch-Hit „Liebt Ihr auch den lauen Wind?“ leiteten die drei Musiker den Abend ein und setzten ihn dann mit Songs aus Pop, Schlagern, Balladen und Countrymusic fort, wobei sie das Publikum mehrfach erfolgreich zum Mitsingen aufforderten. Lokalmatador Gerd Langwald aus Kuppendorf prägt mit seiner Gitarre und seiner Stimme eindrucksvoll das Klangbild des Trios, der Londoner Pete Haywood sorgt mit dem Schlagzeug für den Rhythmus und spielt dabei manchmal gleichzeitig auch Mundharmonika. Er ist der einzige studierte Musiker des Trios und ehemaliges Mitglied der Gordon High-Landers, einer schottischen Militärkapelle, die in Minden stationiert war. Den E-Bass spielt Siggi Lohmeier, von den anderen beiden Bandmitgliedern wegen seiner „Trefferquote“ von über 90 Prozent mehrfach geneckt, was ihm aber nichts ausmacht, denn er weiß, was er kann. Alle drei haben jeder über 40 Jahre Bühnenerfahrung in verschiedenen Ensembles und kokettieren immer wieder mit ihrem Alter: Haywood und Lohmeier sind über 70 Jahre alt, Langwald nähert sich den 70.

Wie bei den vorigen Konzerten hatten „GPS“ (Gerd, Pete und Siggi) auch dieses Mal Freunde eingeladen, sich an dem Konzert zu beteiligen. Als erster Gast kam Langwalds Nachbarin Vanessa Plenge auf die Bühne, die bei ihrem Auftritt zuerst Uta Freudenbergs „Jugendliebe“ sang und abschließend mit „Ein schöner Tag“ nach der Melodie von „Amazing Grace“ genau den Abend beschrieb. Die ersten Rufe nach „Zugabe“ galten der jungen Sängerin und Saxofonistin Kathi Junker aus Bonn, die wie im Vorjahr das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Nach ihrem Saxofonsolo sang sie mit ihrer an Amy Winehouse erinnernden Stimme „Que sera“ und als Zugabe „A night like this“.

Plötzlich erklang von ferne Dudelsackmusik. In schottischer Militäruniform gekleidet, näherte sich Kosta Sarkkos, das auch „Sackpfeife“ genannte Instrument spielend, gefolgt von Pete Haywood mit der Trommel. Sie spielten mehrere Stücke, bevor sie auf der Bühne mit dem Hit „Mull of Kintyre“ ihren umjubelten Auftritt beendeten. L

etzter Gast war Uli Werner, der im Matrosenanzug und mit Schwimmflossen die Bühne betrat, und mit seinem Akkordeon ein Nordsee-Shanty-Potpourri anstimmte, zu dem die Zuhörer eifrig schunkelten. Er erinnerte an den großen deutschen Akkordeonisten Will Glahé und beendete seinen Auftritt mit „Wo meine Sonne scheint“.

Die schien schon länger nicht mehr, es war fast schon Mitternacht, Wetterleuchten kündigte ein Gewitter an. Aber noch bis halb zwei Uhr sorgten „GPS“ für gute Stimmung, bevor das Donnergrollen zu nahe kam und das Publikum schnell nach Hause aufbrach und sich nun auf das Konzert im nächsten Jahr freuen kann. Es wäre dann das siebte „GPS“ Konzert in Kirchdorf.

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