Neubau als Dorftreffpunkt geplant

„Holzhaus“ für Holzhausen

Vertreter der Holzhauser Vereine und Gruppen freuen sich, das lang ersehnte Projekt zu realisieren (v.l.): Bürgermeister Heinz Albers, Bauingenieur Klaus Müller (für die Bauzeichnungen verantwortlich, Sportverein und Werder-Fanclub), Anja Schmidt und Christa Scharninghausen (Heimatverein), Nils Schomburg (Jugendfeuerwehr), Manfred Koch (Schützenverein), Annemarie Sünkenberg (Heimatverein), Rüdiger Plenge (Rassegeflügelzuchtverein), Günter Hespenheide (Oldtimerfreunde), Matthias stellig (Stellvertreter Bürgermeister, Heimatverein), Lothar Behrens (Ortsfeuerwehr), Wilhelm Meier (Jagdgesellschaft), Karin Tönjes und Kai Stelloh (beide Heimatverein).

Holzhausen - Ein Haus als Treffpunkt für die unterschiedlichsten Gruppen, Vereine und Verbände des Dorfes? Das ist in Holzhausen schon seit der Gründung des Heimatvereins vor 26 Jahren ein Thema. Und wird jetzt Realität.

Auch als vor Jahren der Dorferneurungsplan aufgestellt wurde, um die wichtigsten Vorhaben aus den beiden Ortsteilen Bahrenborstel und Holzhausen aufzunehmen, war das Dorfhaus eines der Projekte. Zwischenzeitlich geriet die Dorferneuerung ins Stocken – mangels Geld. Die Holzhausen seufzten, spukten in die Hände und erstellten einen Plan für ein Haus, das sie vielleicht aus eigenen Mitteln und mit viel Eigenleistung würden bauen können. Darauf hatte der Heimatverein ja all die Jahre lang hin gespart. 

Gerade, als die ersten Pläne (wir berichteten) fertig gezeichnet waren, gab es Informationen, dass eventuell ja doch wieder Fördermittel zur Verfügung stünden und das Projekt im Rahmen der Dorfernerung umgesetzt werden könnte. Die Pläne wurden also auf Eis gelegt. Volker Klüche vom Amt für Landentwicklung in Sulingen klingelte jetzt durch: „Antrag genehmigt.“ Soll heißen: Die Holzhauser können jetzt die bereits erstellten Pläne nutzen, modifizieren, um allen Vorgaben für den Erhalt der Fördermittel zu entsprechen – und mit dem Bau beginnen. „Die Ausschreibungen laufen“, stellte Matthias Stelloh fest. Vertreter aller Holzhauser Vereine saßen am Tisch, haben die Pläne begutachtet – etliches wird in Eigenleistung erstellt. Zum Beispiel die Maurerarbeiten des jetzt 14,58 mal 8,59 Meter messenden Bauwerkes. Ein Teil ist mit rotem Backsteinklinker gebaut, die andere Hälfte wird überdachte, gepflasterte Fläche sein – mit Wänden aus Holz.

Matthias Stelloh als stellvertretender Bürgermeister und Annemarie Sünkenberg als Vorsitzende des Heimatvereins erinnern im Interview daran, wie viele Detailfragen zu klären waren. Allein auf der Suche nach dem richtigen Backstein fuhr eine Gruppe einige Stunden durch Baugebiete... Exkursionen führten sogar ins Saterland, um hier Erfahrungswerte einzuheimsen, die andere mit einem ähnlichen Projekt erworben hatten. Die Wahl des Holzes für den überdachten Freibereich führte ebenfalls zu Diskussionen: Welche Holzart? Lasieren? Nun wird sibirische Lärche genutzt, die man nicht behandeln muss, die natürlich nachdunkelt. Ein Entscheidungskriterium war stets: Der Bau muss zum benachbarten Haus, der ehemaligen Schule, passen. Was „Überdimensioniertes“ war in Holzhausen auch nie geplant.

„Wir hoffen, dass die Bauarbeiten noch im August beginnen können“, sagt Stelloh. Die Helferbögen, die beim Schützenfest verteilt wurden, sind bisher nur spärlich zurückgekommen, mündliche Zusagen für Unterstützung in vielfältiger Form habe es indes bereits gegeben, erklärt Sünkenberg. Nach Fördermittelzusage und abgesegneten Plänen sowie erfolgter Ausschreibung können konkrete (Arbeits-)Pläne geschmiedet werden. Ziel sei, mit den groben Arbeiten bereits Ende des Jahres fertig zu sein. Etwa 80 000 Euro an Kosten, überschlägt Stelloh, würde der Bau des Hauses kosten, 30 Prozent der Kosten sind durch die Fördermittel aus der Dorferneuerung abgedeckt. Nicht eingerechnet ist die Gestaltung der Außenflächen. Die Neugestaltung des Bereiches zwischen Kapelle, Friedhof, Schule und Dorfhaus ist ein weiteres Projekt, das im Rahmen der Dorferneuerung angegangen werden soll. Damit rechnet man aber nicht vor 2017. Die Zusage von Klüche gelte übrigens auch für dieses, mit dem Hausbau verbundene Projekt, erklären Sünkenberg und Stelloh. Da in die Diskussionen von Anfang an alle Holzhauser Vereine und Gruppen eingebunden waren, ist die Hoffnung, dass das Haus auch gut angenommen wird.

sis

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