14 prächtig geschmückte Wagen rollen durchs Dorf

Erntefestzeit in Wehrbleck

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14 prächtig geschmückte Wagen umfasste der Wehrblecker Zug.

Wehrbleck - „Wie viele Wagen mit uns auf Tour gehen, wissen wir im Vorfeld nicht“, sagt Carsten Falldorf, Vorsitzender des SV Falke Wehrbleck. Der sechsköpfige Festausschuss hatte am Samstag allen Grund zur Freude: 14 Vereine, Freundeskreise und Nachbarschaften waren in diesem Jahr dem Aufruf des Vereins gefolgt.

Beim Treffpunkt „Bahnhof“ bestaunten die Teilnehmer gegenseitig ihre prachtvoll geschmückten Gefährte, bevor sie durch den Ort tuckerten und die Einwohner, die nicht aktiv dabei waren, an dem Spektakel teilhaben ließen.

Ja, ist denn schon Weihnachten? Die „ältere Dorfjugend“ der Gemeinde erinnerte an die Festtage. 

Die Wehrblecker Schützen, die Freiwillige Feuerwehr und die Nordholzer hatten dem Wetter offensichtlich nicht getraut. Sie rückten mit geschlossenen Wagen an. Die Nordholzer dürften sich über ihre Idee gefreut haben, zumindest eine Sonnenterrasse einzuplanen. Die „Wehrblecker Mädels“ hatten aus ihrem Gefährt einen „rollenden Saloon“ gemacht und kamen in passenden Kostümen. Lust auf leckere Milch? Die Spreckelshorster brachen eine Lanze für die Milchbauern und boten Milch-Mix mit Vanille-, Erdbeer- oder Schokogeschmack an.

Der Boßelclub „Warscho“ hatte mit der Torfverarbeitung, der Kornverarbeitung und der Milchwirtschaft von Anno dazumal gleich drei Themen umgesetzt. „Die Vorbereitungen haben drei Wochenenden gedauert“, sagte Siegfried Immoor. Die 15 Vereinsmitglieder belohnten sich mit einer Ausfahrt in einem schmucken Wagen, Wegzehrung: Würstchen, gekochte Eier und Gerstensaft.

Der Kegelclub „Gummibärchen“ hatte einen Lanz (Baujahr 1958) „angespannt“. Die 28 PS starke Zugmaschine war ebenso herausgeputzt wie der Erntewagen selbst. Auch wenn der Traktor mitunter „bockte“ und damit „Steuermann“ Jan Vitus Sprick den Schweiß auf die Stirn trieb: Ein Hingucker war er allemal. Einen Überraschungs-Coup landete die „ältere Dorfjugend“. Sie thronten als Engel, Nikoläuse, Tannenbäume und Geschenkpakete auf ihrem weihnachtlich geschmückten Wagen. „Tja, in drei Monaten ist es soweit“, erinnerte Dennis Schulz.

Edith Reimers, amtierende Königin, begrüßte die Gäste zur anschließenden Feier im Gasthaus Lüdemann mit ihrem Erntegedicht, einem melancholischen Ausblick auf die Herbstzeit, von der am Samstag noch nichts zu spüren war. Per Losentscheid wurde ihre Nachfolgerin gewählt: Das Amt übernimmt im kommenden Jahr Kerstin Schmidt.

Die Tanzkids des SV Falke sorgten mit ihrem Auftritt für einen Höhepunkt im Nachmittagsprogramm - ebenso wie die mit Spannung erwartete Auflösung der Schätzfrage, wie viele Ehen im Standesamt Wehrbleck zwischen 1874 und 1974 geschlossen wurden. Es waren 748. Oskar Heller kam der korrekten Anzahl am nächsten (750). Er hatte somit den ersten Zugriff auf einen der von örtlichen Betrieben gestifteten Preise. 

mks

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