Abschied nach 44 Jahren 

Heinz Albers zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde Bahrenborstel ernannt

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Karin und Heinz Albers. 

Bahrenborstel - Am Ratstisch oder an einem anderen Tisch Platz nehmen? Heinz Albers setzt sich nicht an den Ratstisch, das erste Mal seit 44 Jahren nicht. Nach 44 Jahren, 30 davon als Bürgermeister der Gemeinde Bahrenborstel, verabschiedet sich der 70-Jährige aus der aktiven Kommunalpolitik.

„Ich komme gerne künftig zu den Sitzungen, wenn ich Zeit habe... und ich habe Zeit“, erklärte Albers. Er wollte das nicht als Drohung verstanden wissen, sagte er in das Gelächter der gut 100 Bürger hinein, die bei der Ratssitzung am Dienstagabend das Geschehen verfolgen. Einer der Tagesordnungspunkte war die Auszeichnung des langjährigen Gemeindechefs mit der Ehrenbezeichnung „Ehrenbürgermeister der Gemeinde Bahrenborstel“.

Sein Nachfolger im Amt, gerade gewählt worden war Matthias Stelloh, musste sich kurz fassen in der Laudatio und hatte dennoch etliche Punkte notiert. Dass der Saal so voll sei, sei ein Zeichen der Anerkennung der Bürger für die geleistete Arbeit als Bürgermeister.

Besondere Ereignisse

Denn: Albers habe erlebbar gemacht, was es bedeute, der erste Bürger der Gemeinde zu sein. Er habe sich stets in die Pflicht nehmen lassen, auch in zahlreichen anderen Vereinigungen der Gemeinde. Zehn Jahre habe Albers zudem als ehrenamtlicher Samtgemeindebürgermeister gewirkt.

In seine Amtszeit fallen etliche besondere Ereignisse, beginnend bei der Gebietsreform 1974, die Albers als Sekretär begleitet habe und in der aus den eigenständigen Gemeinden Bahrenborstel und Holzhausen eine Kommune wurde. Die erste Dorferneuerung Mitte der 1980 brachte neue Baugebiete und Straßen. Und eine legendäre Berlinfahrt für den Rat: Ihre Pläne wurden auf der „Grünen Woche“ gezeigt, deshalb reisten die Ratsherren auf Einladung per Flugzeug in die damals noch geteilte Stadt. Die zweite Dorferneuerung laufe seit 2011.

Der Turnhallenbau im Jahr 2000, in Eigenleistung durch die Bürger, war ein weiterer Meilenstein: Der Wunsch, den Heinz Albers bei der Eröffnung 2011 äußerte sei wahr geworden – in der Halle ist stets viel Leben. 2010 habe die Gemeinde Bahrenborstel ihr 750-jähriges Jubiläum gefeiert, 2014 gab es mit dem Kreisjugendfeuerwehrzeltlager das „Sommermärchen“. Mit klarem Blick habe Albers stets Ideen für die Gemeinde entwickelt, etwa Wohnungen für junge Bürger: „Viele Projekte tragen deine Handschrift“, sagte Stelloh. Auch den Haushalt habe der ehemalige Sparkassenleiter Albers im Griff gehabt: Die Gemeinde ist heute fast schuldenfrei. „Es war eine beeindruckende Zeit als Bürgermeister“, bilanzierte Stelloh.

Stete Unterstützung

Albers war sichtlich ergriffen ob der Herzlichkeit, mit der auf sein Schaffen zurückgeblickt wurde. Die lange Zeit als Gemeindechef hat im Ort Spuren hinterlassen. Ein 37-Jähriger habe ihn verwundert angesehen, als der Rückzug publik wurde: „So lange ich denke, bist du Bürgermeister. Ich wusste gar nicht, dass der gewählt wird...“, berichtete Albers und blickte auf den Wechsel in der Ratsarbeit über die Jahre: Die habe sich beruhigt, zwischenzeitlich habe man „nicht immer die einfachsten Tänze gehabt“. Ihm habe es immer Spaß gemacht. Dank galt der Familie von Heinz Albers, vor allem Ehefrau Karin – für die stete Unterstützung. „Sonst hätte ich das nicht leisten können.“

Am Samstag, 12. November, wird Albers das Geschenk des Rates pflanzen, um 14 Uhr im Bürgerwald, alle Einwohner sind eingeladen. Ab dann soll ein amerikanischer Amberbaum an die Amtszeit von Heinz Albers erinnern. 

sis

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