Daten-Autobahnen über 50 Jahre alte Telefonkabel und brandneue LTE: Landesweite Tagung

Jetzt treffen Jahrhunderte aufeinander

Moderne Telekommunikation – elementarer Zukunftsfaktor für den ländlichen Raum und Thema der Tagung in Sulingen. Das Foto zeigt GLL-Chef Helmut Weiß mit (v.l.) Manfred Mahlzahn (Landkreistag), Anne Neumann (Wirtschaftsministerium), Detlev Kohlmeier (Städte- und Gemeindebund) sowie Henning Isensee (Landwirtschaftsministerium).

SULINGEN (sdl) · Handwerks zeug für Straßenbauer – das vermittelte gestern die landesweite ALR-Tagung im Sulinger Restaurant Dahlskamp.

Friedrich-Otto Ripke.

Um Schotter ging es nur im übertragenen Sinne: Wie viel Geld kann fließen, um die dringend benötigten Datenautobahnen im ländlichen Raum zu schaffen? Welche technischen Möglichkeiten stehen zur Verfügung – und wie schnell lassen sie sich umsetzen? Fragen, die den 115 Teilnehmern aus Rat- und Kreishäusern von Beverstedt bis Osnabrück, von Aurich bis Rotenburg sprichwörtlich unter den Nägeln brannten. Denn: „Ohne einen qualitativ hochwertigen Internet-Anschluss bluten die Kommunen auf dem Land über kurz oder lang aus“, mahnte Helmut Weiß, Leiter der GLL (Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften) schon in der Einladung. Gemeinsam mit Bernhard Schierenbeck von der ALR (Niedersächsische Akademie ländlicher Raum) hatte er den direkten Draht zu Experten und Funktionsträgern ermöglicht. Zu Friedrich-Otto Ripke zum Beispiel: Der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium referierte über den Stand, die Bedeutung und zukünftigen Anforderungen an die neue Technik aus Sicht des Landes.  Das ist bunt wie ein Flickenteppich, wenn es um schnelle Datenautobahnen geht. Einige Kommunen haben Zuschüsse längst bekommen und verbaut, andere haben diese erst beantragt – und viele beraten noch.

Zumal bei den technischen Voraussetzungen Jahrhunderte aufeinander prallen: Wie kann die Datenautobahn über 50 Jahre alte Telefonkabel laufen – und wie funktioniert sie über die brandneue LTE (Long Term Evolution), das revolutionäre mobile Internet in der vierten Generation?

„Ich wünsche mir, dass LTE ein Erfolg wird“, erklärte Anne Neumann (Niedersächsisches Wirtschaftsministerium) gestern in einem Pressegespräch. Zurzeit gebe es aber noch keine Endgeräte für LTE. Fakt sei aber auch, so fügte ihr Kollege Henning Isensee aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium hinzu, dass die Versorgung im Flächenland Niedersachsen nur in Kombination Funk/Glasfaserkabel zu lösen sei. Doch das liegt nicht allein in den Händen des Landes oder der Kommunen, das hängt ebenso von den Investitionen der Mobilfunkanbieter ab.

Deshalb warb Manfred Mahlzahn (Referent des Niedersächsischen Landkreistages) gestern für den Breitbandatlas und das Einpflegen aktueller Daten der Kommunen.

Auf dem Programm standen ebenso Referate von Peer Beyersdorff (Geschäftsführer des Breitbandkompetenzzentrums Niedersachsen), Dr. Bernd Sörries (Geschäftsführer Forschungsstelle Mobiles Breitband an der Universität Münster) sowie Holger Winkelmann (NGN Service Lab): „Handwerks zeug“ für Kommunalvertreter, das Detlev Kohlmeier (Städte- und Gemeindebund) als Samtgemeindebürgermeister von Marklohe aufmerksam verfolgte. Denn obwohl die Straßenbauer in seiner Kommune ihre Arbeit längst beendet haben, weiß Kohlmeier genau: „Wir werden uns auch weiterhin kümmern müssen.“ Denn dass sich die Technik ultra-schnell verändert, das stand gestern außer Zweifel.

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