Die Abstimmung ist beendet

Top-Handwerker gesucht - Stimmen Sie jetzt ab!

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Landkreis Diepholz - Es ist eine Premiere der besonderen Art: Die Kreishandwerkerschaft sucht den Top-Handwerker im Landkreis Diepholz. Es waren Kunden und Mitarbeiter, die dafür ganz konkrete Vorschläge gemacht hatten – inklusive Beschreibung der außergewöhnlichen Leistungen dieser Handwerker.

Der Wettbewerb geht jetzt in die Zielgerade, denn alle Leser können „ihrem“ Favoriten im Online-Voting ihre Stimme geben. Das Voting ist nun geschlossen. 

Der Kandidat mit den meisten Stimmen erhält den mit 700 Euro dotierten Publikumspreis. Außerdem verlost die Kreishandwerkerschaft zehnmal zwei Werder-Karten.

Die Profile der fünf Finalisten finden Sie nochmal hier. Die endgültige Entscheidung über den Top-Handwerker im Landkreis Diepholz trifft am Ende der Vorstand der Kreishandwerkerschaft. 

Attraktive Preise hat die Kreishandwerkerschaft für ihren Wettbewerb ausgelobt: Der Top-Handwerker bekommt 1 000 Euro, der Zweitplatzierte 750 Euro und der Drittplatzierte 500 Euro.

Sattlerin Manuela Kemme aus Groß Mackenstedt

Manchmal haben Handwerker es sowohl mit vierbeinigen als auch zweibeinigen Kunden zu tun – wie Manuela Kemme, Sattlerin bei Mellis Reiter Shop in Stuhr-Groß Mackenstedt. Zuständig ist sie für die Maßanfertigung von Trensen und die Anpassung von Sätteln. Das Kriterirum für ihre Nominierung: Ihre sehr freundliche, ruhige Art. „Sie nimmt sich viel Zeit und schaut sich zum Beispiel beim Anpassen eines Sattels alles sehr genau an. Man muss sogar vorreiten, damit sie den Sattel auf dem Pferd besser beurteilen kann“, sagt Kundin Alexandra Höner zu Gutenhausen über Kemme. „Es ist ihr sehr wichtig, dass sowohl Pferd als auch Reiter mit der Anpassung zufrieden sind.“ Durch die Aufpolsterung eines alten Sattels sei es sogar gelungen, die Rückenprobleme ihres Pferdes zu beheben. Dies sei durch eine Osteopathin bestätigt worden.

Zur Person

Pferde sind ihre Passion. Schon von Kindesbeinen an haben es die Vierbeiner Manuela Kemme angetan. Und diese Liebe sollte auch ihren beruflichen Werdegang prägen. „Ich wollte immer irgendetwas mit Pferden machen – nur halt nicht als Reiterin“, erklärt die 27-Jährige lachend.

Ein Bekannter bot ihr ein Praktikum als Sattlerin an, was ihr sehr gut gefiel. Die Leidenschaft für das Handwerk habe sie wohl von ihrem Vater geerbt. Studieren, das hätte ihr keine Freude gemacht, erklärt Kemme. 2012 ging sie in die Lehre und ist nun seit 2014 Sattlerin bei Melli’s Reiter Shop in Stuhr/Groß Mackenstedt. Nun ist sie gemeinsam mit vier weiteren Handwerkern aus dem Landkreis Diepholz im Rennen um den Titel des Top-Handwerkers, den die Kreishandwerkerschaft auslobt (wir berichteten).

Kemme hat ihre Berufswahl nie bereut. „Ich mag das Material Leder sehr, und das ich mit meiner Arbeit gewissermaßen Pferd und Reiter zusammenbringe.“ Ein Sattel sei wie ein Schuh. Wenn der nicht passe, fühle man sich auch nicht wohl, gewöhne sich eine ungesunde Haltung an. „Bei einem Pferd geht das durch den ganzen Körper“, sagt Kemme, die privat auch gern im Sattel sitzt.

Ihr Ehrgeiz ist es, dem Pferd das Reiten so angenehm wie möglich zu machen und ein gutes Zusammenspiel zwischen Tier und Mensch zu ermöglichen.

Über ihre Nominierung zur Top-Handwerkerin habe sie sich zunächst etwas erschrocken. „Oh Gott, dann will die Presse was von mir!“, schildert Kemme ihren ersten Gedanken und lacht erneut. Doch gleichzeitig habe sie sich sehr darüber gefreut, dass die Kunden offensichtlich mit ihrer Arbeit zufrieden sind. „Das ehrt mich sehr. Und wenn Pferd und Reiter zufrieden sind, habe ich mein Ziel erreicht.“

In ihrer Freizeit verbringt die 27-Jährige am liebsten Zeit mit Freunden und der Familie.

Maler Marco Ludwig aus Barnstorf

Die Sprache des Kunden sprechen und etwas Einmaliges schaffen – das sind die Fähigkeiten, die Malermeister Marco Ludwig für den Wettbewerb auszeichnen. Der Handwerksmeister aus Barnstorf und seine Mitarbeiter hatten die Renovierung des Restaurants „Hausgemacht“ in Sulingen übernommen und dabei ein einzigartiges Ambiente geschaffen – in enger Abstimmung mit dem Besitzer Christian Detert. „Dabei wurden zum Beispiel der Tresen oder eine Wand mit echtem Rost verschönert und eine alte Wand, die vorgefunden wurde, wieder restauriert.“ Der Malermeister setzte handwerklich das um, was der Inhaber in seinem Restaurant ausstrahlen will: „Hausgemacht“ – mit einem Auge für Details, die Kunden immer noch beeindrucken.

Zur Person 

Maler aus Leidenschaft, so beschreibt sich Marco Ludwig. Seit knapp zehn Jahren ist er in seinem Beruf tätig und hat es nie bereut. „Es ist toll, Sachen zu verändern und die Arbeit am Ende des Tages betrachten zu können“, findet der 33-Jährige.

Begonnen habe seine Liebe zu dem Handwerksberuf, als er als Kind miterlebte, wie das Elternhaus renoviert wurde. Das habe ihn so fasziniert, dass er sich für den Malerberuf entschied. Heute ist er Malermeister mit einem eigenen Betrieb in Barnstorf. Ausgebildet wurde er in Stolzenau. Als sein ehemaliger Chef erfuhr, dass er mit vier weiteren Kandidaten als Top-Handwerker nominiert wurde, habe er ihm sogleich einen Auftrag erteilt: „Verteidige die Maler-Ehre“, berichtet Ludwig und lacht.

Und das tut er gern. „Wir sind stolz auf unseren Beruf und finden esschade, dass sich so wenige junge Menschen dafür entscheiden. Handwerk hat goldenen Boden. Man kann so schöne Dinge entstehen lassen und auch im eigenen Zuhause Sachen selbst erledigen, für die man sonst jemanden kommen lassen muss.“ Sein Motto lautet: „Wir verarbeiten Qualität aus Überzeugung.“

Am liebsten ist es Ludwig, wenn der Kunde ihm und seinem Team bei der Gestaltung freie Hand lässt. „Dann toben wir uns kreativ so richtig aus – das kann dann auch schon mal ausarten“, berichtet er schmunzelnd. Schön sei es, wenn am Ende positive Rückmeldungen von den Kunden kämen und man sehen könne „wie die Menschen sich freuen“.

Wenn Marco Ludwig mal nicht den Pinsel schwingt, verbringt er am liebsten Zeit mit seiner Familie.

Elektriker Nils Heuermann aus Bassum

Einfühlsam, verantwortungsbewusst und kreativ – das sind die Eigenschaften, die für die Nominierung von Nils Heuermann ausschlaggebend waren. Der Altgeselle der Firma Tasto Elektroteam aus Bassum hat Elektroinstallationen im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke durchgeführt – eineinhalb Jahre lang und unter Ausnahme-Bedingungen. „Die tägliche Berührung mit Kindern, bei denen eine Heilung ausgeschlossen ist, ging an die Substanz unserer Mitarbeiter“, heißt es rückblickend. Ganz besonders habe sich Nils Heuermann darauf eingestellt: „ Er war praktisch alleine für den Bau verantwortlich. “ Arbeitszeiten, Termine und Lautstärken regelte er im engen Kontakt zu Mitarbeitern, aber auch Eltern und Kindern. Nicht nur die seelische Belastung sei schwierig gewesen. Einen Bau dieser Größenordnung habe das Team bisher auch nicht umgesetzt: „Durch den unermüdlichen Einsatz hat Nils Heuermann diesen Bau quasi im Alleingang fertiggestellt.“ Die Kontakte waren so freundschaftlich, dass Heuermann sogar eine Stelle als Hausmeister angeboten wurde. „Aber wir haben alles gegeben“, so schreiben seine Kollegen bei Tasto, „um ihn zu behalten“

Zur Person

Er kommt quasi aus einer kleinen Elektriker-Familie: Vater Elektriker, Cousin Elektriker – „so wächst man da rein“, beschreibt es Nils Heuermann. Der 39-Jährige ist Altgeselle beim Taso Elektroteam aus Bassum.

20 Jahre arbeitet er nun schon in seinem Beruf, geht jeden Tag gern und mit guter Laune zur Arbeit und kann sich auch keinen anderen Job vorstellen. „Büro? Nee, das wäre nichts für mich“, meint er. Langeweile gebe es in seinem Handwerk nie. „Mir gefällt die Mischung aus dem handwerklichen und technischen Bereich. Hinzu kommt, dass sich die Technik ständig weiterentwickelt und man sich neuen Herausforderungen stellen muss, um Schritt zu halten.“

Berufliche Highlights? „Jeder Tag“, sagt Heuermann und lacht. Aber die Elektroinstallation im Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke sei schon etwas Besonderes gewesen. Über seine Nominierung zum „Top-Handwerker“ neben vier weiteren Kandidaten habe er sich gefreut. „Es ist eine Ehre und zeigt, dass nicht alles schlecht ist, was man macht“, sagt Heuermann bescheiden. Auch in seiner Freizeit macht er noch viel im handwerklichen Bereich. „Arbeit hält jung“, meint Heuermann.

Dachdecker Olaf Twietmeyer aus Sulingen

Treue, enorme Erfahrung und besonders fairer sowie menschlicher Umgang – das sind Attribute, die ein zufriedener Kunde dem Dachdeckermeister Olaf Twietmeyer von der Firma Gerbes Dächer in Varrel bescheinigt. 25 Jahre ist Twietmeyer dort schon beschäftigt – und steht seinen Kunden seit vielen Jahren mit seinem Fachwissen und seiner handwerklichen Erfahrung zur Seite, auch gewerk-übergreifend. Sein Kunde hebt dabei den besonders fairen, menschlichen Umgang und die sichere Analyse bei Behebung von Bauschäden hervor. Bei Notfällen und Unwetterschäden sei Twietmeyer stets bemüht, schnelle Lösungen zu finden und stehe zur Schadensvermeidung auch zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten parat.

Zur Person

Schon in seiner Kindheit hat er viel auf dem Dach gesessen. „Meine Ferien habe ich im Grunde dort verbracht“, sagt Olaf Twietmeyer lachend. Sein Vater war Dachdecker und hat den heute 49-Jährigen immer mitgenommen. „Der Beruf kam also quasi zu mir.“ Jetzt ist er selber Dachdeckermeister und seit 33 Jahren in seinem Beruf.

Spaß macht es Twietmeyer noch immer. „Man ist viel draußen an der frischen Luft und kann unterschiedliche Sachen machen.“ Das Tolle an einem Handwerksberuf sei, dass man hinterher sehen könne, was man geschafft hat.

Twietmeyer mag den Kontakt mit Menschen und die unterschiedlichen Wünsche seiner Kunden. „Ich möchte nicht einfach nur ein Dachabliefern. Jeder soll sein ganz spezielles Dach bekommen.“ Was rät er seinen Auszubildenden? „Versucht immer hundertprozentige Arbeit abzuliefern. Es wird euch nie gelingen, aber versucht es. Macht es so gut, dass ihr es hinterher stolz anderen zeigen mögt. Und liebt euer Handwerk“, fügt Twietmeyer hinzu.

Als er erfuhr, dass er zu einem der insgesamt fünf Kandidaten gehört, die als „Top-Handwerker“ nominiert worden sind, sei er überrascht gewesen – aber auch erfreut. „Das heißt, jemand hat dich nominiert. Das wiederum heißt, jemand fand deine Arbeit so gut, dass sie ihn nachhaltig beeindruckt und motiviert hat, sich bei diesem Wettbewerb zu melden. Und das macht stolz.“ In seiner Freizeit verbringt Twietmeyer am liebsten Zeit mit seiner Familie und ist im TuS Sulingen aktiv.

Zimmermann Frank Weigelt aus Sulingen

Absolute Verlässlichkeit sowie ein klarer Blick für das Wesentliche und eine optimale Struktur bei der Bauausfertigung – das bescheinigt ein zufriedener Kunde dem Zimmerer Frank Weigelt aus Sulingen. „Von der ersten Besprechung über zwischenzeitliche Abstimmungstermine bis zur endgültigen Bauausführung hat uns das ausführende Unternehmen voll überzeugt“, schreibt der Kunde, „es gibt auch nicht den kleinsten Kritikpunkt“. Vor zwei Jahren hatte er sich ein Angebot für die Renovierung eines 60 Jahre alten Hauses geben lassen, um den Kostenrahmen abschätzen zu können. Bei der Auftragserteilung fast zwei Jahre später wurden die Preise zu 100 Prozent bestätigt. „Das Angebot war von Anfang an klar gegliedert. So konnten die einzelnen Bauabschnitte auch nacheinander erstellt werden“, so der Kunde. Jeder abgesprochene Termin sei eingehalten worden. Und immer hätten die selben Mitarbeiter vor Ort gearbeitet – mit einem optimalen Ergebnis: Aus dem 60 Jahre alten Gebäude habe Weigelt mit seinen Mitarbeitern ein schmuckes Eigenheim „gezaubert“

Zur Person

Ob er am Ende der „Top-Handwerker“ im Landkreis Diepholz wird, ist für ihn erstmal zweitrangig. „Zunächst einmal bin ich sehr stolz, dass ein Kunde so sehr mit meiner Arbeit zufrieden war, dass er mich nominiert hat.“ Zimmermann Frank Weigelt von der gleichnamigen Zimmerei in Sulingen schweigt kurz und fügt dann hinzu: „Wobei wir diese Auszeichnung als Team bekommen haben, denn meine Arbeit mache ich ja nicht alleine. Darum habe ich das Lob auch gleich an meine Jungs weitergegeben und gesagt: Wenn wir den ersten Preis gewinnen, schmeiß’ ich ‘ne Party.“

Der 48-Jährige kommt aus einer echten Zimmermann-Dynastie. Schon Großvater und Vater waren Zimmerleute und so ist auch er in den Beruf hineingewachsen. „Es macht mir großen Spaß, mit Holz zu arbeiten, kreativ und viel an der frischen Luft zu sein“, schildert Weigelt, der seinen Beruf seit 31 Jahren macht. Das Handwerk sei sehr vielseitig. „Wir fällen ja auch Bäume und decken Dächer.“ Büroarbeit gehöre als Selbstständiger auch dazu, sei aber sei nicht gerade seine liebste Tätigkeit.

Welche Tipps gibt er seinen Auszubildenden mit auf den Weg? „Sagt nie, dass ihr ausgelernt habt“, sagt Weigelt. „Man lernt einfach immer etwas dazu, das hat schon mein Lehrmeister zu mir gesagt. Und seid immer ehrlich.“

Wie können Sie teilnehmen? 

Das Voting ist abgeschlossen.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. 

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