Etwa 2.500 Besucher nutzen „Tag der offenen Tür“ im Diepholzer Krankenhaus

Viele Informationen und Ärzte zum Anfassen

Präsentierten den Hybrid-OP (v.l.): Dr. Haq Mohammadi, Schwester Merle Rasper, Dr. Iris Mindt und Pfleger Matthias Heckmann.

Diepholz - Von Luka Spahr. „Ärzte zum Anfassen” hieß es gestern beim „Tag der offenen Tür“ in der Alexianer-Klinik mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Diepholz. Zahlreiche Stationen im gesamten Gebäudekomplex an der Eschfeldstraße luden dazu ein, das Krankenhaus in der Kreisstadt besser kennen zu lernen.

Eine Besucherin desinfizierte ihre Hände. Anschließend verriet ein Speziallicht, welche Bereiche ausgelassen wurden.

Im Laufe des Tages herrschte ein Kommen und Gehen in dem Gebäude. Die Alexianer hätten an diesem Nachmittag etwa 2 500 Besucher gezählt und seien mit der Resonanz sehr zufrieden, berichtete Georg Beuke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Klinikverbund. Alleine das Angebot im Foyer, Blutdruck und Blutzucker testen zu lassen, hätten etwa 150 Leute angenommen.

Von der Hospizgruppe über den Hygienebereich bis hin zum Qualitätsmanagement: Alle Bereiche des Krankenhauses hatten Stände oder kleine Aktionen vorbereitet, an denen sich die Besucher informieren und mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen konnten. Eine Einsatzübung der Feuerwehr lockte trotz des wechselhaften Wetters zahlreiche Schaulustige auf den Platz vor der Klinik. Die Einsatzkräfte simulierten einen Autounfall und das Befreien eingeklemmter Personen. Mit Blaulicht und schwerem Gerät rückten sie an, um die Karosserie des Fahrzeuges aufzuhebeln, damit der Notarzt seine Arbeit verrichten konnte.

Überschlagssimulator und Rundgänge

In der Klinik selbst ging es gemütlicher zu. So wurden Rundgänge durch das Krankenhaus und auch ein Besuch des Herzkatheter-Labors (HKL) angeboten. Außerdem gab es im dritten Stockwerk des Gebäudes verschiedene Vorträge. So informierte zum Beispiel Chefarzt und Privatdozent Dr. Frank Hinrichs über kinderorthopädische Krankheitsbilder. Die Vortragsräume seien im Durchschnitt mit knapp 30 Besuchern gut gefüllt gewesen, hieß es. Wer nach den Rundgängen Kraft tanken wollte, konnte dies bei Kaffee und Kuchen tun. Zwischendurch zog es die Besucher vor die Tür, wo ein Überschlagssimulator wartete.

Diese Aktion fand auch Geschäftsführer Uwe Lorenz beeindruckend. Er zeigte sich von dem Programm ohnehin angetan: „Der Tag bietet heute nicht nur Erkundungsrundgänge, sondern quasi auch Ärzte zum Anfassen an.“ Mit der Einrichtung eines „Pokéstops“ sei ein Rundgang auch für junge Leute, die das Spiel Pokémon auf ihrem Smartphone installiert hätten, interessant, demonstrierte Lorenz lachend.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze informierte die Besucher über die Aufgaben des Fördervereins. Es gab sogar vier Neuzugänge.

Trotz der vielen Aktionen und Beschäftigungsangebote stand die Medizin im Fokus des Nachmittages. Wie werden Hüftgelenke eingebaut? Wie werden Hände richtig desinfiziert? Das waren nur einige Fragen, denen die Besucher am Sonntag auf die Spur gehen konnten. Susanne Weißhaupt nutzte diese Chance. Sie interessierte sich für medizinische Informationen. Das Interesse habe sie an diesem Nachmittag einfach in die Klinik gelockt, erzählte die Diepholzerin. Der „Tag der offenen Tür“ sei eine gute Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen der Klinik zu schauen. Dass ihr Sohn an dem Feuerwehreinsatz vor der Tür beteiligt gewesen sei und eine gute Freundin in der Klinik arbeite, sei eine zusätzliche Motivation gewesen. Gleichzeitig wollte Weißhaupt mit ihrem Besuch ein Signal senden: „Ich möchte hiermit auch zum Ausdruck bringen, dass Diepholz als Krankenhaus-Standort wichtig ist!“ Sie selbst sei vor längerer Zeit zuletzt im Krankenhaus gewesen, habe allerdings viele Freunde und auch Angehörige, die auf das medizinische Angebot in Diepholz angewiesen seien.

Im Foyer des Krankenhauses konnten die Besucher ihren Blutdruck und Blutzuckerspiegel messen lassen. - Fotos: Spahr

Der Förderverein des Krankenhauses konnte positive Nachrichten verbuchen. Dessen Vorsitzender, der Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze, freute sich bereits am frühen Nachmittag über vier Neuzugänge. Damit käme man dem angestrebten Ziel von 100 Fördermitgliedern bis zum Jahresende ein weiteres Stück näher. Der Förderverein setze sich bereits seit vielen Jahren für die Klinik ein und sorge zum Beispiel mit der Beschaffung von Einrichtungsgegenständen oder der finanziellen Unterstützung von kleineren Reparaturarbeiten dafür, dass auch diese Probleme schnell behoben würden oder gar nicht erst entstünden, so Schulze. Zusammen mit den „Grünen Damen“, dem Büchereidienst sowie den drei Patientenfürsprechern bildeten die Förderer seit langer Zeit das große Netz an Ehrenamtlichen, die sich für die Diepholzer Klinik einsetzen würden. Die Diskussionen über Diepholz als Krankenhausstandort betrachtete Schulze als „vom Tisch“.

Werbung in eigener Sache kann aber bekanntlich nicht schaden. Somit bot der „Tag der offenen Tür“ eine gute Möglichkeit für das Krankenhaus sowie das Medizinische Versorgungszentrum und die vielen Freiwilligen, sich und ihre Arbeit in angemessenem Rahmen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

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