Historische Zweiräder im Technikmuseum

Mit der „Triumph“ von Apeldoorn nach Heede

Das Technikmuseum in Heede präsentierte in einer gut besuchten Sonderausstellung historische Zweiräder mit und ohne Motorisierung. - Foto: Schierbaum/Technikmuseum

Heede - In einer Sonderausstellung zeigte das Technikmuseum in Heede historische Zweiräder mit und ohne Motorisierung. Die Verantwortlichen des Fördervereins des Museums mit Horst Schierbaum an der Spitze und natürlich die Aussteller selbst freuten sich über die gute Resonanz auf die Ausstellung, vor allem am zweiten Tag.

Das Wetter spielte wider Erwarten mit, so dass die teilweise auf dem Hof stehenden eigens für diesen Tag herausgeputzten Schätzchen auf zwei Rädern nicht nass wurden.

An beiden Tagen wurden 23 historische Motorräder sowie fünf Fahrräder aus alten Zeiten gezeigt. An der Ausstellung beteiligten sich vier Sammler. Das Gros der Ausstellungsstücke kam aus dem Besitz von Horst Johanning aus Diepholz, der auch schon im letzten Jahr aktiv mitgewirkt hatte.

Fritz Feldermann, ebenfalls aus Diepholz, zeigte zwei DKW aus seiner Sammlung, die sich in einem exzellenten Zustand befanden. Er selber reiste stilgerecht auf seinem Cruiser, einer chromglänzenden Honda Shadow, an.

Ein echter Hingucker: eine chromblitzende Honda Shadow von Fritz Feldermann. - Foto: Schierbaum/Technikmuseum

Aus Drebber war Rolf Brzezina mit einer DKW aus dem Jahr 1928 und einer NSU von 1936 aus seiner umfangreichen Sammlung mit dabei. Beide Motorräder waren zugelassen und wurden eigenhändig von dem Oldtimerfan zur Ausstellung gefahren. Karl Heinz Klarenaar aus Barnstorf stellte aus den 1950er Jahren neben seiner Zündapp 200S und Adler MB250 eine „Schminke Mentor“ mit 1,5 PS fahrbereit aus. Als Besucher reihte sich Udo Schilling vom Motorradclub Heede mit seiner „NSU Konsul“ gleich neben den Ausstellungsstücken zur Freude der Besucher mit ein.

Das älteste Exponat mit Motorantrieb war ein Herrenfahrrad der Firma Brennabor aus dem Jahr 1903. Zu sehen war auch ein Fahrrad mit angehängten Milchkannen, so, wie man sie vermutlich vor 50 Jahre noch in der Umgebung sehen konnte.

Ein Motorrad-begeisterter Triumph-Fahrer war sogar aus dem gut 200 km entfernten Apeldoorn angereist. Ein Plakat im Bereich des von ihm aufgesuchten Wohnmobil-Stellplatz am Marktplatz in Diepholz hatte den Niederländer auf die Ausstellung aufmerksam gemacht. Die intensiven Gespräche mit den Ausstellern verrieten größte Kompetenz in Sachen Motorrad-Restauration. Nächstes Jahr will er wieder nach Heede kommen. 

rdu

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