Fest zur Pflege von Nachbarschaft und Geselligkeit

Tell-Königin bei Kaiserwetter gekrönt

Wolfgang Rietschel, Horst Grauduschus, Willi Sillmann, Karl-Heinz Schuster und Wilhelm Paradiek (v.l.) mit der alten und neuen Tell-Königin: Rita Sillmann (mit Kette) und Andrea Zwiegel. - Foto: Dufner

Schobrink - Kaiserwetter beim Königsschießen: Strahlender Sonnenschein begleitete das Dorffest der Tellfreunde Schobrink, in dessen Mittelpunkt die Ermittlung des neuen Königs stand. Nun schon zum fünften Mal insgesamt seit der Gründung am 1. April 2000 und dreimal in Folge hatten die Herren der Schöpfung nun das Nachsehen.

Was würde der legendäre Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell (der mit dem Apfel), zu dieser Schussschwäche der Männer wohl sagen? Begeistert dürfte er nicht sein. Die neue Tellkönigin – auch „Tellerine“ – heißt, wie schon kurz berichtet, Rita Sillmann.

Beim Staubsauger-Spiel bekam Tobias Noethen einen Sonderpunkt, weil er bei dem schweißtreibenden Einsatz auch noch Sohn Leon auf der Schulter trug. - Foto: Dufner

„Horst, Du musst das schaffen!“ drückten die Nachbarskinder Felix und Gaby „ihrem“ Horst Grauduschus die Daumen. Das half nichts: Er versagte ebenso kläglich wie zuvor schon Wolfgang Rietschel, der dieses Schießen leitete. Besser machte es da schon Aschens Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek. Er hielt mit. Im entscheidenden dritten Stechen allerdings kapitulierte auch er. Paradiek traf zwar – was als CDU-Mann ja durchaus erstrebenswert ist –, ins Schwarze, das war hier aber nicht das Zentrum, sondern die Abteilung „Fahrkarten“. Wilhelm Paradiek und Rita Sillmann waren auch schon im Vorjahr ins Stechen gekommen.

Bei der Proklamation bedankte sich Vorsitzender Karl-Heinz Schuster bei der Ex-Tellerine Andrea Zwiegel für die Ausrichtung des Dorffestes, seinem Team für den Einsatz, erinnerte an den Ausflug ins Weserbergland mit der Besichtigung von Schloss Bückeburg und an die Teilnahme an diversen Veranstaltungen in Aschen.

Die Tellfreunde aus Schobrink belassen es bei diesem Dorffest zur Pflege von Nachbarschaft und Geselligkeit aber nicht bei dem Schießen mit der Armbrust. Das Organisations-Team mit Wolfgang Rietschel, Arnd Broszeit, Helmut Wüsthoff, Willi Sillmann, Karl-Heinz Schuster und Wilhelm Paradiek lässt sich immer auch originelle Geschicklichkeitsspiele einfallen, deren Ergebnisse Einfluss auf die Teilnahme am Schießen haben.

Dieses Mal konnten Punkte beim Angeln oder auch beim Steine-Stapeln gesammelt werden, bei dem es Walter Wiechers und Janine Paradiek auf jeweils neun Steine brachten. „Hochstapler!“ murmelte ein Tell-Bruder vor sich hin.

Mit einem Zusatzpunkt bedacht wurde beim Staubsauger-Spiel mit acht Tennisbällen Tobias Noethen, weil er bei dem schweißtreibenden Einsatz auch noch Sohn Leon auf den Schultern trug. „Olympiareif!“ kommentierten Umstehende diese Leistung. Auf das Torf-Ringeln wurde angesichts der großen Hitze verzichtet. 

rdu

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