„Scharnhorst“-Voltigierer

Die Ära von Voltigierpferd „Gismo“ geht zu Ende

Als Gruppenpferd hatte „Gismo“ beim Turnier in Ströhen seinen letzten Einsatz. Das Voltigierteam verabschiedete sich mit Küsschen bei seinem vierbeinigen Freund, mit dem die „Scharnhörster“ viele Erfolge feiern konnten.

Sankt Hülfe/Heede - Hier Freude. Da ein wenig Wehmut: Am vergangenen Wochenende stand für die Voltigierer vom Reit- und Fahrverein „Scharnhorst“ Sankt Hülfe-Heede in Ströhen das letzte Turnier einer überaus erfolgreichen Saison auf dem Programm. Doch es sollte nicht nur der letzte Wettkampf in diesem Jahr sein, sondern auch der letzte gemeinsame Gruppenstart mit Voltigierpferd „Gismo“.

Der geliebte Vierbeiner soll von nun an nur noch für die Einzel- und Doppelvoltigierer laufen, da der Gruppensport im Leistungsbereich eine enorme Beanspruchung darstellt. „Bevor Verschleiß- oder Ermüdungsanzeichen auftreten, möchte ich ihn aus dem Gruppensport nehmen, schließlich möchte ich noch lange etwas von Gismo haben. Außerdem hat er sich das nach sechs Jahren mehr als verdient“, so Trainerin und Eigentümerin Jana Eils. Das Team zeigte Verständnis für diese Entscheidung und bedankte sich bei Gismo mit vielen Küsschen...

In Ströhen zeigte der 15-jährige Hannoveraner in der Pflicht nochmal, was in ihm steckt und überzeugte mit einer traumhaften Galoppade. Die eine oder andere Träne musste da schon verdrückt werden bei den Mädels aus dem „Scharnhörster“ Lager.

Auch die Kür fing ruhig und ausdrucksstark an, doch dann kam es zu einem Sturz, Vierbeiner „Moh“ erschrak vor einem Kind am Zirkelrand. Dieser heftige Ruck war von den Turnern nicht auszubalancieren. Sie landeten unsanft auf dem Hallenboden. Bis auf ein paar Prellungen sind aber alle unversehrt davon gekommen.

Sehr schade, aber böse waren die Voltigierer ihrem Gruppenmittelpunkt „Gismo“ natürlich nicht. Alle haben den letzten Start mit ihrem 1,80 Meter großen Vierbeiner genossen. „Moh, war immer eine kleine Diva, die uns gezeigt hat, wie wir zu turnen haben. Er hat die Kürübung, die Kürgestaltung, den Stoff der Padbezüge sowie die Musik bestimmt und wir haben unser Bestmöglichstes getan, all seinen Wünschen gerecht zu werden. Wir konnten uns nicht immer hundertprozentig auf ihn verlassen, aber in dieser, seiner letzten, Saison als Gruppenpferd, hat er noch einmal alles für uns gegeben. Er wurde einige Male als bestes Pferd geehrt und auch wir konnten einige goldene Schleifen mit nach Hause nehmen. Wir werden den Großen in unserem Team vermissen, auch wenn er nicht immer ganz einfach war, hat er uns alle bezaubert“, so die Voltigiererinnen.

Von elf Turnieren hat das Voltigierteam „Gismo“ (VTG) in diesem Jahr fünf gewonnen oder sich unter den ersten vier Gruppen platziert.

Das nächste Jahr wollen die „Scharnhörster“ nutzen, um ihr Nachwuchspferd „Quinn“ auszubilden. „Der Neuling macht seine Sache schon ganz gut, es steckt aber noch viel Arbeit drin. Vor allem fehlt uns noch ein passender Reiter, der den 1,80 m großen Oldenburger unter dem Sattel arbeitet!“ Interessierte dürfen sich gerne beim Reitverein melden.

Außerdem sind die Voltigierer auf der Suche nach einem finanziellen Unterstützer für ihr neues, zusätzliches Sportgerät. Der „Movie“ (ein auf der Stelle „galoppierendes“ Holzpferd, das mit Strom betrieben wird) ist vor einem Monat eingezogen und soll von nun an die Voltigierpferde ein wenig entlasten. Das Gerät ist für ein Jahr gemietet. Die monatlichen Kosten tragen die zehn Mädchen zurzeit selbst. Es wäre schön, so Jana Eils, wenn sich jemand finden würde, der sich an den fixen Kosten beteiligt und so den faszinierenden Voltigiersport im Reitverein Sankt Hülfe/Heede fördern würde.“ Email: gismo-team@reitverein-sthuelfe.de oder über Facebook.

Freie Kapazitäten hat das unter Strom stehende Pferd auch noch. Vereine, die Interesse an einem Training auf Movie haben, dürfen sich ebenfalls gerne bei den Voltigierern melden. 

rdu

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