Friedrich Wiechering mit Verdienstmedaille geehrt

Sankt Hülfer Gemeinwohl ist seine Herzenssache

Friedrich Wiechering (Mitte) aus Sankt Hülfe wurde Am Montagabend im Diepholzer Rathaus mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Cord Bockhop überreichte den Orden und dankte Wiecherings Ehefrau Lisa mit Blumen. - Foto: Jansen

Sankt Hülfe/Diepholz - Das dörfliche Gemeinwohl in Sankt Hülfe ist seine Herzenssache. Friedrich Wiechering verbindet sein großes Engagement in der Kirchengemeinde mit dem für den Männergesangverein, hat viele Gemeinschaftsveranstaltungen im Ort initiiert und stets ehrenamtlich mit angepackt. Am Montagabend bekam der 76-Jährige für seinen langjährigen Einsatz die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Im Diepholzer Rathaus überreichte Landrat Cord Bockhop dem Sankt Hülfer dieses „Bundesverdienstkreuz“ im Namen des Bundespräsidenten. Dazu waren Familie, Freude, Nachbarn sowie Mitstreiter Wiecherings aus Sankt Hülfer Vereinen gekommen. Für die Stadt Diepholz gratulierte Bürgermeister Dr. Thomas Schulze: „Friedrich Wiechering ist der Motor von vielem, aber nie ein Alleindarsteller.“

Landrat Cord Bockhop erläuterte Friedrich Wiecherings ehrenamtliches Engagement.

Der Sankt Hülfer gehörte dem Kirchenvorstand der Kreuzkirchengemeinde Sankt Hülfe-Heede von 1994 bis 2012 an. Vorsitzender war er von Juni 2003 bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden aus Altersgründen. Neben den üblichen Aufgaben eines Kirchenvorstandes entwickelte er Ideen, um die Kirche für alle attraktiver zu gestalten. Er war Mitinitiator zur Ausrichtung eines Gemeindefestes, mittlerweile eine Tradition. Die Kirchenmusik lag ihm zudem am Herzen. Friedrich Wiechering war jahrelang aktives Mitglied im Kirchenchor, zudem erhielt der Posaunenchor durch ihn die benötigten Musikinstrumente.

Um diese Anschaffung zu bewerkstelligen, entsorgte er regelmäßig die Friedhofdeponie mit eigenem Fahrzeug auf eigene Kosten. Das dadurch eingesparte Geld konnte die Kirchengemeinde anders investieren. So wurde auf seinen Vorschlag unter anderem eine Holzbank vor dem Pfarrhaus zum Verweilen errichtet.

Friedrich Wiechering, von Beruf Landwirt, ist leidenschaftlicher Sänger. Er leitete den Männergesangverein (MGV) Sankt Hülfe als erster Vorsitzender von 1979 bis 2009 und dann wieder seit 2011. Neben den üblichen Aufgaben eines Vorsitzenden gelang es ihm, dörfliche Feste wieder zu beleben beziehungsweise neu einzuführen. Dazu gehört das Frühjahrskonzert im Saal des Hotels Castendieck. Das Erntefest wurde von 1995 bis 2012 in Sankt Hülfe gefeiert. Mit dem gleichen Engagement organisierte er bis 2014 die Karnevalsveranstaltung des MGV. Um die dörfliche Zusammenarbeit auch mit Heede zu verstärken, gründete er 1989 einen gemischten Chor, aus dem sich der Frauenchor Harmonie Sankt Hülfe-Heede entwickelte. 1999 wurde mit ihm der Kinderchor gegründet..

2012 wurde auf Initiative von Friedrich Wiechering der erste Weihnachtsmarkt Sankt Hülfe auf dem ehemaligen Bauernhof Stiening ins Leben gerufen.

Seit 1979 ist Friedrich Wiechering Mitglied in der „Maifeier“ Sankt Hülfe-Heede, war einige Jahre bis 2005 stellvertretender Vorsitzender.

Friedhelm Piepmeyer, der die Idee hatte, Wiechring für das „Bundesverdienstkreuz“ vorzuschlagen, betonte: „Er hat für die Umsetzung seiner Ideen nie Geld von der Stadt oder dem Landkreis gebraucht“. Landtags-Vizepräsient Karl-Heinz Klare, der Wiechering zur Ehrung vorgeschlagen hatte: „Du hast es verdient!“

Wie Landrat Cord Bockhop erklärte, werden nicht mehr so viele Verdienstorden wie früher verliehen. Im Landkreis Diepholz mit 213.000 Einwohnern seine es nur fünf im Jahr. 

ej

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