53 neue Parkplätze

Diepholzer Bahnhofsvorplatz: Umgestaltung nach Abriss des Hotel Steuding

Die Stadt hat das frühere Hotel Steuding gekauft. Nach dem Abriss soll auf dem Gelände ein Parkplatz entstehen.  J Foto: Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Wenn das leer stehende Hotel Steuding am Bahnhof abgerissen ist, wird der Platz so umgestaltet, dass dort 53 neue Parkplätze entstehen. Das hat der Rat der Stadt Diepholz am Donnerstagabend mit der Mehrheit aus CDU und FDP beschlossen. Damit wird das Projekt „Park+Ride-Anlage am Heinrich-Jürgens-Platz“ in die Tat umgesetzt.

Die Kosten für die Stadt Diepholz betragen etwa 400 000 Euro inklusive Abriss des im Zuge des Vorkaufsrechts erworbenen Gebäudes.

CDU und FDP wollten möglichst viele neue Parkplätze schaffen. Durch Verkleinerung zuvor geplanter Grünflächen – Horst Glockzin (CDU) nannte das „Grünflächenoptimierung – wurden aus den nach ersten Planungen 45 Abstellplätzen nun 53.

Die Grünen befürwortete eine andere der von der Stadtverwaltung vorgelegten Planvarianten, die mehr Bäume vorsah. Für die SPD war wichtiger, dass sich die Platzgestaltung städtebaulich einpasst, als dass möglichst viele Parkplätze geschaffen werden. Bäume seien zudem wichtig für das Mikroklima. Beide Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt.

Nach dem Ratsbeschluss zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes (Heinrich-Jürgens-Platz) soll die Verwaltung nun bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und beim Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen eine Förderung beantragen.

So soll der Parkplatz aussehen. Die Zufahrt soll über die Straße An der Bahn (links) erfolgen. Rechts im Plan der Bahnhof.

Im Zuge des Bahnhofstunnel-Baus hat die Stadt den Bahnhofsvorplatz-Nord sowie den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) neu und attraktiv gestaltet. Verblieben ist dazwischen das Gelände mit dem alten Hotelgebäude, das der Eigentümer damals nicht verkaufen wollte. Erst Ende 2014 wurde es veräußert. Die Stadt machte von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch – nicht ohne juristischen Widerstand einer Firma aus Vechta, die die Immobilie kaufen wollte. Der Rechtsstreit ist inzwischen beendet.

In der Ratssitzung am Donnerstagabend wies Bernt Streese (SPD) darauf hin, dass die einzelnen Auto-Stellflächen breit genug für die heutigen Autos geplant werden sollten, damit man beim Ein- und Aussteigen nicht die Tür des Nachbar-Fahrzeugs demoliert.

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