Zehn Bläser-Gruppen im Aschener Heimatmuseum

„Musizieren mit dem Jagdhorn ist gelebte Freude!“

Die geehrten Bläser Heinz Rietschel (2.v.l.) und Willy Leffering (Mitte) mit (von links) Wilhelm Bergmann, Bernd Kittelmann, Wilhelm Paradiek, Karl-Heinz Klare und Werner Schneider. - Foto: Dufner

Aschen - Der Diepholzer Ortsteil Aschen stand am Sonntag ganz im Zeichen des 20. Kreisbläsertreffen, verbunden mit dem 40. Geburtstag der Jagdhornbläsergruppe Diepholz.

An dem Treffen auf dem Gelände des Aschener Heimatmuseums (über das wir bereits berichteten) nahmen zehn Jagd- und Parforcehorn-Bläsergruppen aus dem Kreis Diepholz teil. Hinzu kamen Gastgruppen aus Damme, Lohne und Visbek.

Bei dem Treffen wurde aber nicht nur „ins Horn gestoßen“. Auf dem Gelände des Heimatmuseums konnten Besucher ihre Treffsicherheit im Schießkino mit einer Gewehrattrappe unter Beweis stellen. Auch der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Aschen, Willi Sillmann, versuchte sein Glück: „2 125 Punkte und keine Bache erschossen,“ meldete er sein „Erfolgserlebnis“.

Einen Einblick in die Arbeit eines Büchsenmachers gab Thomas F. Trendmann aus Hunteburg. Die Blicke auf sich zog auch Falknerin Claudia Hantelmann aus Asendorf mit ihrem abgerichteten Habicht. Und da war da auch noch das Heimatmuseum selbst, das zur Feier des Tages geöffnet hatte und in dem viele auswärtige Besucher auf Entdeckungsreise gingen.

Um das Bläsertreffen rankte sich ein buntes Rahmenprogramm. Dazu gehörte der „Auftritt“ von Falknerin Claudia Hantelmann aus Asendorf mit einem abgerichteten Habicht. - Foto: Dufner

Mit dem Signal „Zum Wiedersehen“ verabschiedeten sich die Jagdhornbläser von Aschen. Dabei bedankte sich der Bläserobmann der Jägerschaft Grafschaft Diepholz, Michal von Freden, beim Gastgeber für ein tolles Fest in wunderschönem Rahmen Der Vorsitzende der Jägerschaft Grafschaft Diepholz, Wilhelm Bergmann, hatte zu Beginn der Veranstaltung, über die wir gestern schon ausführlich berichteten, die Glückwünsche des Präsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke übermittelt. Zudemzeichnete in dessen Auftrag die Jagdhornbläser Willy Leffering, der zu den Männern der ersten Stunde gehört, und Heinz Rietschel, der die Diepholzer Bläsergruppe seit 1983 leitet, mit der Verdienstmedaille der Landesjägerschaft für besondere Verdienste um das deutsche Weidwerk aus.

Bergmann ging auch auf die kritischen und nach seiner Auffassung zum Teil auch nachvollziehbare Kritik von Prädikant Johannes Rathjens während des Eröffnungsgottesdienstes ein.

„Wir versuchen, in jagdpolitischen Diskussionen mit logischen Argumenten den Jagdgegnern und der nicht jagenden Öffentlichkeit klar zu machen, dass Jagd nach unserer Auffassung unlösbar mit dem ländlichen Raum verbunden und unabdingbar ist zur Erhaltung der Kulturlandschaft.“ Der Jäger spüre in sich, dass er Freude an der Ausübung der Jagd haben werde. „Das können wir ganz schlecht einer nicht jagenden Öffentlichkeit vermitteln. Aber die Jagdhornbläser können das. Sie musizieren nicht, weil wir die Jagdsignale bei einer Treibjagd brauchen, sondern weil sie Freude am Musizieren haben. Sie sind das Bindeglied zwischen der Jagd und der nicht jagenden Öffentlichkeit. Musizieren mit dem Jagdhorn ist gelebte Freude!“

Bergmann dankte allen, die sich beim Jagdhornblasen engagieren. Ganz besonders würdigte er die ehrenamtliche Arbeit, die geleistet werde beim Aufbau und bei der Fortentwicklung der Bläsergruppen.

rdu

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